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Melek.H.: Sehr schöne Liste, toll das Paul Schrader dabei ist!
Filmkunstbar Fi...: Der arme Paul Schrader! Immer nur Misserfolge seit 1980!

Behind the scene

Fellini war bereits eine lebende Legende, La dolce vita und La strada gefeierte Meisterwerke, als er sich neu erfand. 8 ½ zeigt einen Filmemacher ohne Idee und einen Film, der ohne äusseren Zusammenhang stattfindet. Die Dreharbeiten werden überschattet von den Eheproblemen des Direktors, welcher der Filmkritik ausgeliefert ist und sich schliesslich mit einem seltsamen Zirkus Reigen befreit. Das Persönliche, Mythische, Irrationale machen 8 ½ zu einem Trip ins Innere Fellinis. Die Unentschlossenheit des Regisseurs, der Italiens Kino wie kein zweiter revolutionierte, wurde zur Messlatte für die jungen europäischen Regiestars. Godard lieferte mit Le mepris (Die Verachtung) eine Reflexion über einen Autor, der sich an die Filmindustrie verkauft und Truffaut gönnte seinem Publikum einen amüsanten Blick in das Innere einer Produktion mit La nuit americaine. Die drei Filme gelten als das grosse Trio der filmischen Reflexion, nahezu jeder grosse Autorenfilmer folgte diesen Spuren. Der Blick hinter die Kulissen ist meist eine Abrechnung mit der Kommerzialität des Mediums Film, der seine Wurzeln als Jahrmarktskunst nie wirklich überwinden konnte. Viele der Filme können als Akt der Rache betrachtet werden, insbesondere Robert Altmans zynischer The player und Blake Edwards S.O.B. Es sind Werke des Aufbegehrens des „Auteurs“, der sich als Opfer der Filmindustrie sieht und seine eigene künstlerische Note in Gefahr. Vielleicht entsprechen die Produktionen nur dem modischen Denken der 60er, dass Film tatsächlich vom Regisseur dominiert werden kann? Vielleicht ist der Produzent wirklich nur ein Geldgeber ohne künstlerischen Einfluss? 8 ½ war das Produkt einer persönlichen Krise, The player nähert sich der Vorstellung von Hollywood Babylon, der Filmindustrie als einzigen Sündenpfuhl. (Titelbild: La nuit americaine)
S.O.B.
Blake Edwards Satire um einen einst gefeierten Regisseur, der sein erfolgloses neues Werk mit Sex-Szenen aufpeppen will. Edwards Film bekam sowohl den Golden Globe als auch die Goldene Himbeere, er floppte und gilt doch bei vielen als das Meisterwerk des Komödien-Spezialisten!