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Cinegeek Cinema: Und wo bleibt Paul vom Lemke?
huf_schmidt: Gute Auswahl, aber gibts die irgendwo?
Filmkunstbar Fi...: Lemke hat uns ein paar DVD gebastelt mit Cover!

Deutscher Underground Film

Klaus Lemke, nicht nur ein Pionier des Kiezfilms nach Dogma Prinzipien, sondern vor allem ein grosser Romantiker! Seine Meisterwerke der 70er, Sylvie oder Amore, sind Romanzen wie es sie im deutschen Kino nur ganz selten gibt. Diese Form hat Lemke wieder erreicht! In Berlin für Helden wechselt er den Kiez und da ist es wieder – das Gefühl der Nouvelle Vague in seinen Filmen! Lemkes Aussenseiter sind echt, sie überleben, kämpfen und lieben. Noch besser gelungen ist ihm Kein grosses Ding, auf den wir nun alle sehnsüchtig warten. Weniger Mitte, mehr Kreuzberg, so die Maxime. Sind wir parteiisch? Klar, denn einige Szenen sind bei uns in der Filmkunstbar Fitzcarraldo gedreht worden. Eine gute Gelegenheit, mal zu beobachten, wie das so von sich geht: Lemke verändert nichts, alles bleibt an seinem Platz. Er ist offen für neue (Laien)darsteller, nur dürfen die nichts vorab erfahren von ihrem Glück. Im Lemke Film gibt’s schliesslich keine eitlen Fatzken zu sehen, keine C-Stars! Spontan darf die Handlung einen Haken schlagen, wenn er ein gutes Gesicht für die Kamera trifft. Lemke kann das Pathos der Liebe! Er bietet Rohdiamanten, die etwas seltsames auslösen: Der Film bleibt nicht nur in guter Erinnerung, er wächst und gedeiht. Lemke deutet an, wir können unserer Fantasie freien Lauf lassen. Coole Typen und schöne Frauen gibt’s zuhauf; mit ordentlich Holz vor der Hütte wie sein Starlett Leila Lowfire oder ganz zart wie Tini-Kristin Bönig. Lemkes neuer Film ist schön urban, man fühlt sich mittendrin, als ob man seine Stammkneipe besucht. Immer wieder wird der deutsche Filmemacher mit Rocker in Verbindung gebracht, aber Lemke hat sich mit seinen Berlin Filmen und schön provokativen Auftritten während der Berlinale (Hosen runter!) längst neu erfunden. Seine Energie zieht er auch aus seinem Aufbegehren gegen die Filmförderung, die es gilt, abzuschaffen! Diese Liste zeigt frühe Weggefährten Lemkes wie Rudolf Thome und Underground Klassiker wie Roland Klick, Jörg Buttgereit, Schlingensief oder Wenzel Storch. Die grossen Exploitation Filme wie Blutiger Freitag, absurde Komödien wie Johnny Flash, Horror a la Hexen bis aufs Blut gequält und Neue Deutsche Welle Filme wie Der Fan sind mit dabei. Zu entdecken gibt’s auch Lemke als Schauspieler in Ein grosser graublauer Vogel oder den mächtig verkoksten Fassbinder in Kamikaze 1989. Die 80er leben hoch (Im Himmel ist die Hölle los), die Einheit wird verarbeitet (Das deutsche Kettensägen Massaker) und der deutsche Disco Film etabliert sich (Operation Dance Sensation). Hier kommt alles, was Spass macht aus Deutschland! Exploitation, Kunst, echte Autorenfilmerei, Thriller und Komödien - Hauptsache unabhängig! Titelbild: Kein grosses Ding)
Die Reise ins Glück (2004)
Green Frankenstein (2013)
Kieler Bettwurst – Die Bettwurst (1971)