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lilian_BLUMIG: Eine gute Idee, Thriller, die sich Zeit lassen, stimmts? In denen die Dramaturgie vor der Action steht? Der wilde Schlag meines Herzens habe ich natürlich geliebt - auch wegen Duris! Oder Jackie Brown - sooo romantisch und dann die Musik...
Filmkunstbar Fi...: Ja, hier gehts langsam zu wie im Drama. Jackie Brown mag ich auch am liebsten von Tarantino!

Thriller:

Thriller-Drama
Es gibt unendlich viele Thriller, die Actionsequenzen aneinander reihen, um ein hohes Tempo aufrecht zu halten. Auf der anderen Seite gibt es gar nicht mal so viele Thriller, die eine innere Spannung aufbauen können, welche psychologisch über die Figuren oder atmosphärisch motiviert ist. Es gehört zur Erkenntnis eines guten Thrillers, dass Actionszenen Spannung zwar entladen, sie aber nur in Ausnahmen aufbauen können. In Michael Manns Heat gerät der Bankraub zur Strassenschlacht, unmittelbar und direkt. Daneben stehen aber Szenen, in denen die Beziehung des Gangsters und des Cops fast wie eine Liebesgeschichte wirkt, so innig und tief filmt Mann ihre Symbiose. Die schönsten Szenen in Collateral sind die, da der Killer und der Taxifahrer über das Leben philosophieren aus der Warte des Zynikers und des Träumers. David Cronebergs A history of violence ist das Psychogramm eines Gewaltverbrechers, der ein normales Leben führen will. A history of violence hat furiose Actionszenen, die umso mehr wirken, weil sich dahinter ein Geheimnis verbürgt, dass sich dem Zuschauer langsam erschliesst. Die grossen Mafia Epen wie Goodfellas, The godfather oder Once upon a time in America nehmen sich viel Zeit, um den Ehrenkodex und das Beziehungsgeflecht der Mafiosi zu offenbaren. Dramatisch epische Thriller sind immer auch Charakterstudien und Entwicklungsgeschichten. Sie entstanden aus den Erneuerungsbewegungen des Kinos in den USA, Italien und Frankreich, aus dem Autorenverständnis der Regisseure. Vorbilder im klassischen Hollywood finden sich vor allem im Film Noir mit seinen gebrochenen Helden und dem Gangsterfilm der 30er mit seinen überdimensionalen Charakteren. Diese Helden sind düster, sentimental und stürzen sich ins Unglück. Noch aufregender als der gewissenlose Aufsteiger des klassischen Gangsterfilms ist der sentimentale Verlierer des Film Noirs. Dieser Typus inspirierte New Hollywood oder den französischen Unterweltfilm seit den 50ern und auch die heutigen Produktionen setzen auf Nostalgie. Meisterwerke wie The yards, Un prophet, The town oder Election 1-2 scheinen etwas herauf beschwören zu wollen, was dem Jahrmarkts Kino fast verloren gegangen ist: Die Langsamkeit. (Titelbild: Un prophet)
The Krays
Britischer Thriller, welcher der biographie der Verbrecher-Könige der Londoner Unterwelt in den 60ern folgt. Mit Gary Kemp und Martin Kemp alias Spandau Ballett!!