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lilian_BLUMIG: Da hast du aber was ausgegraben! Schaust denn so viel? Wenn es Nacht wird in Paris hab ich am liebsten wegen Jeanne Moreau. Sie ist so wunderschön
Filmkunstbar Fi...: na, jedenfalls mag ich französische gangsterfilme! seltsam, da man moreau ja eher reif kennt! der geschichte konnte ich weniger folgen bzw. die kam schwer in gang...

Thriller:

Frankreich Unterweltsfilm 40er-70er
Die Gattung des französischen Unterweltfilms, die seit Jacques Beckers Touchez pas au grisbi und Jules Dassins Du Rififi chez les hommes regelmässige gute Genre Filme hervorbrachte, wird bei uns immer noch wenig zur Kenntnis genommen. Nach wie vor werden die französischen Unterweltsfilme mit den Amerikanern verglichen und als synthetisch bezeichnet. Beckers Touchez pas au grisbi (1954) interessiert sich von Anfang an mehr für das Motiv der Freundschaft, als für den Kriminalfall. Der Mythos der Freundschaft trägt die grössten der französischen Unterweltsfilme wie Le trou von Jacques Becker, Classe tous risques von Claude Sautet oder Les grandes gueules von Robert Enrico. Der stämmige Lino Ventura war seit Le fauve est lache die zentrale Figur des französischen Unterweltfilms. Das Drehbuch dazu stammt von Claude Sautet, um den sich in Frankreich Legenden rankten. Er galt als der grosse Unbekannte, der weniger Filme drehte als Bresson jeden Kompromiss ablehnend. Sautet erzählt Classe tous risques voller Pathos und Sentimentalität und alles erscheint dabei doch ganz selbstverständlich. Sein nächster Film L´arme a gauche weist ihn endgültig als einen der präzisesten Regisseure aus, dessen Klassizismus an Hawks erinnert. Jean-Pierre Melville blickt in seinem Kino nach Amerika, das er folgendermassen beschrieb: „Wenn ich mit einem Mietwagen im Westen oder im Süden auf einem Highway fahre, brauche ich nichts mehr“. Amerika war sein Land der Verheissung. Melville arbeitete ohne doppelten Boden als Geschichtenerzähler. Dank seiner handwerklichen Perfektion stürzte er nie ab, seine Geschichten waren reiner Selbstzweck und Filme wie Le doulos oder Le deuxieme souffle wären bei anderen aufgrund ihrer komplexen Struktur in sich zusammen gebrochen. Dank Melvilles schlafwandlerischen Sicherheit mit den Mitteln des Kinos funktionieren seine chaotischen Strukturen und das Nebeneinander von Handlungsteilen. Melville konnte und machte alles: Drehbuch, Bauten, Beleuchtung, Kamera, Farbeffekte, Darstellung und Montage. Er beherrschte jede handwerkliche Stufe des Filmemachens, seine Filme waren geschlossene wie ein Kreis. Melvilles Gangster arbeiten streng nach Ehrenkodex, denn für einen Raubüberfall braucht es Vertrauen und Freundschaft und um die geht es letztlich auch in den Gangsterfilmen. Mehr als alle anderen aber, zeigt Melville auch die Brüchigkeit dieses zentralen Motivs. Besonders das Frühwerk beweist, dass der Auteur nicht als Aussenseiter gesehen werden kann, sondern in der Tradition von Jacques Becker, Claude Sautet und Jules Dassin steht. Bob le flambeur folgt noch ganz dieser Linie, Le samurai markierte den Endpunkt dessen: Dem Protagonisten wird keine Freundschaft mehr gestattet, in der ersten Einstellung liegt er ausgestreckt in seinem Bett, bereits tot. Es ist die pessimistische Version einer Welt, in der Mythen nur noch Harakiri begehen können, es ist der Abgesang auf die aus amerikanischen Mythen gespeiste Tradition des französischen Unterweltwesterns. „I feel much more japanese than american“, so Melville am Ende. (vgl. Hans C. Blumenberg: Westerner der Nacht, in: Film 1969, Chronik und Bilanz des internationalen Films der Zeitschrift Film, S. 60f.)
Diaboliquement vôtre
Noch ein Delon Film - mit Senta Berger! Von Julien Duvivier, 1967
Mise a sac
Die Attacke auf eine kleine Stadt! Ein Fast-Klassiker zum Entdecken! Nach Richard Starks Roman The Score auf die Leinwand übertragen von Alain Cavalier und Claude Sautet, 1967!