Di, 01/09/2026 - 10:40
Directed by: Christian Petzold
Schauspieler: Julia Hummer Sabine Timoteo Marianne Basler Benno Fürmann
Als ich Ghosts zum ersten Mal sah, bemerkte ich, wie aus dem Tiergarten so etwas wie ein Geisterwald wurde, da verstand ich, was das Label "Berliner Schule" eigentlich bedeutet. Zu aller erst umfasst es, nie mehr zu zeigen als das Allernötigste. In Ghosts erzählt Christian Petzold die Geschichte von zwei jungen Mädchen im Tiergarten und einem Paar, das seine verlorene Tochter sucht. Die Geschichte verknappt Petzold so konzentriert, dass es fast unheimlich wirkt. Je einfacher einer der vielen Möglichkeiten des Films dargestellt wird, desto mehr Alternativen dieser Möglichkeit zeigen sich auf. Da kreuzen sich die Wege zweier Mädchen. Und ein Paar tritt auf. Dann verschwindet ein Mädchen und alles löst sich wieder auf. Wie so oft, orientiert sich Petzold an Vorbildern. Hier am Märchen vom "Totenhemdchen" der Gebrüder-Grimm. Die Untoten erscheinen am helllichten Tag. Sie sind aber nicht gefährlich, sondern einfach nur auf der Suche nach einem Ort, zum Bleiben, Obwohl die Bilder von Christian Petzold den Eindruck machen, der Tiergarten wäre der kälteste Ort der Welt, spüren wir die Verzweiflung der Mädchen. Die Glut der Leidenschaft. Ein Mädchen heisst Toni (Sabine Timoteo). Sie ist offensichtlich obdachlos. Die Andere heisst Nina (Julia Hummer). Sie schlurft, beugt den Kopf, hält die Hände in den Hosentaschen. Ein Heim-Kind. Zwischen den beiden Mädchen entsteht so etwas wie Zärtlichkeit. Ganz spröde. Die Mädchen wollen das selbst nicht einmal wahrhaben. Das Paar sucht die verlorene Tochter. Ist es Nina? Oder haben sie einen Geist gesehen? Petzold muss die Gefühle seiner Figuren gar nicht erklären. Er blickt direkt in sie hinein, übernimmt ihre Perspektive. Mit traumwandlerischer Sicherheit, so dass auch seine Technik fast unwirklich anmutet. Gespenstisch. - When I saw Ghosts for the first time, I noticed how the Tiergarten became something like a ghost forest, I understood what the label "Berlin School" actually meant. First of all, it means never to show more than the bare essentials. In Ghosts, Christian Petzold tells the story of two young girls in the Tiergarten and a couple searching for their lost daughter. Petzold narrates the story in such a concentrated way that it seems almost eerie. The more simply one of the many possibilities of the film is presented, the more alternatives of this possibility are revealed. Here the paths of two girls cross. And a couple appears. Then one girl disappears and everything dissolves again. As so often, Petzold orientates himself on role models. Here, the fairytale of the Brothers Grimm's "shroud". The undead appear in broad daylight. But they are not dangerous, they are simply looking for a place to stay. Although Christian Petzold's pictures give the impression that the zoo is the coldest place in the world, we sense the desperation of the girls. The embers of passion. One girl is called Toni (Sabine Timoteo). She is obviously homeless. The other one is called Nina (Julia Hummer). She shuffles, bends her head, keeps her hands in her pockets. A homeless child. Between the two girls something like tenderness develops. Very brittle. The girls don't even want to admit it themselves. The couple is looking for the lost daughter. Is it Nina? Or did they see a ghost? Petzold doesn't even have to explain the feelings of his characters. He looks straight into them, takes their perspective. With somnambulistic certainty, so that even his technique seems almost unreal. Spooky. Translated with www.DeepL.com/Translator (free version)


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