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Die Letzte Vorstellung - The Last Picture Show (1971) (Rating 9,3) DVD1566
Do, 27/03/2025 - 18:23
Die Jahre zwischen 1967 und 1976 stehen für eine der interessantesten und besten Episoden des amerikanischen Films: Die Zeit des New Hollywood. Verschwörungen, Zombies, Gewalt und Sex wurden dem Publikum mit Erfolg verabreicht, ein Wunder war geschehen! Natürlich ist New Hollywood nicht Geschichte, sondern Verkürzung und Stilisierung. Etabliert hatte sich der Terminus 1975 in der Filmkritik und an den Unis. Die Veränderungen des Kinos seit den 60ern hatten Namen, die ganze Industrie wurde nun mit einzelnen Persönlichkeiten und ihren Visionen identifiziert: The graduate von Mike Nichols und Bonnie and Clyde von Arthur Penn markieren den Beginn der Ära. Eine Reise, die mit John Boorman´s Deliverance, Barbara Loden´s Wanda und Monte Hellman´s Two Lane Black Top durch das arme und wenig spektakuläre Amerika führte. Robert Altman (M.A.S.H.), Terrence Malick (Badlands), Peter Bogdanovich (The last picture show), Bob Rafelson (Head), Sam Peckinpah (The wild bunch), Hal Ashby (Harold and Maude), Francis Ford Coppola (The conversation) und Alan J. Pakula (Parallax view) sind Individualisten, die das Kino des New Hollywood bestimmten. Eine neue Generation von Regisseuren war geboren. Wenig später stiessen Martin Scorsese (Taxi driver), Steven Spielberg (Sugarland express) und George Lucas (American graffity) dazu und wurden Movie Brats getauft. „New“ ist ein Bruch in der Erzählform und eine Hinwendung zum neuen Kino nach Europa wie der französischen Nouvelle Vague. Klassische Helden, Pflichterfüllung und Lovestories mit Happy Ending, das gab es so nicht mehr. Stattdessen durfte ein unbekannter Regisseur wie Coppola ein Grossprojekt wie The godfather realisieren, die alt ehrwürdige Columbia brachte Easy Rider heraus und ein pessimistischer Horrofilm wie The night of the living dead spielt 20 Millionen Dollar ein. In der Mitte der 60er gab es das klassische Hollywood schon nicht mehr, die Filmindustrie musste sich dringend etwas einfallen lassen. Das Studiosystem war zerschlagen, Paramount wurden verkauft, immer mehr Produktionen fanden immer weniger Zuschauer. Der Erfolg billiger Exploitation Filme, etwa von Roger Corman, zwang die Industrie zu experimentieren. Gesucht waren Sachen wie dieser Blow up... Im Sinne der Nouvelle Vague unterstützten die Kritiker ein amerikanisches Kino der „auteurs“. Die Kritikerin Pauline Kael schrieb eine überschwängliche Rezension für Bonnie and Clyde und das markierte den Beginn. Das amerikanische Kino begann ähnlich wie das europäische, die eigene Gegenwart und Vergangenheit zu reflektieren, vergass aber dennoch nie herkömmliche Hollywood Bausteine: Auch in Chinatown oder French connection gibt es Ermittler, nur sind die nicht mehr in der Lage, für Gerechtigkeit zu sorgen. Der Western verliert seine stoische Ruhe, die Legenden sind tot. Little big man oder Soldier blue haben mit klassischen Hollywood Western so gut wie nichts mehr zu tun. Die alten Western Helden werden von den Ereignissen erschlagen, die jungen finden keine Legenden mehr vor. Die Schrecken des Vietnam Krieges schlagen sich in neuen Horrorfilmen wie Night of the living dead, Last house on the left von Wes Craven und Seizure von Oliver Stone nieder. New Hollywood ist vielfältig, gerade weil die Industrie verzweifelt nach neuen Wegen suchte. Die Tür zu neuem stand offen, selbst so aberwitzige Ideen, das Science Fiction Genre mit mit Mantel und Degen Filmen und einer ominösten Story um die „Macht“ zu kreuzen schien möglich... - The years between 1967 and 1976 stand for one of the most interesting and best episodes of American film: The Time of New Hollywood. Conspiracies, zombies, violence and sex were successfully administered to the audience, a miracle happened! Of course, New Hollywood is not history, but shortening and stylization. The term had established itself in film criticism and the universities in 1975. The changes in cinema since the 60s had names, the whole industry was now identified with individual personalities and their visions: The graduate by Mike Nichols and Bonnie and Clyde by Arthur Penn mark the beginning of the era. A journey that took John Boorman´s Deliverance, Barbara Loden´s Wanda and Monte Hellman´s Two Lane Black Top through poor and unspectacular America. Robert Altman (M.A.S.H.), Terrence Malick (Badlands), Peter Bogdanovich (The last picture show), Bob Rafelson (Head), Sam Peckinpah (The wild bunch), Hal Ashby (Harold and Maude), Francis Ford Coppola (The conversation) and Alan J. Pakula (Parallax view) are individualists who determined the cinema of New Hollywood. A new generation of directors was born. A little later Martin Scorsese (Taxi driver), Steven Spielberg (Sugarland express) and George Lucas (American graffity) joined and were christened Movie Brats. "New" is a break in the narrative form and a turn to new cinema in Europe like the French Nouvelle Vague. Classical heroes, fulfilling duties and love stories with happy endings were no longer the case. Instead, an unknown director like Coppola was allowed to realize a major project like The godfather, the old venerable Columbia released Easy Rider and a pessimistic horror film like The night of the living dead earns 20 million dollars. In the middle of the 60's the classic Hollywood didn't exist anymore, the film industry had to come up with something urgently. The studio system was broken up, Paramount was sold, more and more productions found less and less viewers. The success of cheap exploitation films, such as Roger Corman's, forced the industry to experiment. They were looking for things like this blow up... In the spirit of the Nouvelle Vague, the critics supported an American cinema of "auteurs". The critic Pauline Kael wrote an exuberant review for Bonnie and Clyde and that marked the beginning. American cinema, like European cinema, began to reflect on its own present and past, but never forgot conventional Hollywood building blocks: There are also investigators in Chinatown or French connection, but they are no longer able to provide justice. The Western loses its stoic calm, the legends are dead. Little big man or Soldier blue have almost nothing more to do with classic Hollywood westerns. The old Western heroes are killed by the events, the young ones find no more legends. The horrors of the Vietnam War are reflected in new horror movies like Night of the living dead, Last house on the left by Wes Craven and Seizure by Oliver Stone. New Hollywood is diverse, precisely because the industry was desperately looking for new ways. The door to the new was open, even so crazy ideas, the science fiction genre with cloak and sword movies and an ominous story to cross the "power" seemed possible...

Filme in der Liste

Zeuge einer Verschwörung - The Parallax View (1974) (Rating 8,9) DVD5464

Zeuge einer Verschwörung - The Parallax View DVD5464

Einiges hat sich verändert vom klassischen Hollywood zur Erneuerung des New Hollywood. Früher wäre ein Typ wie Joseph Frady (Warren Beauty) Privat-Detektiv, im New Hollywood Kino zur Zeit von Watergate ist er investigativer Journalist. Joseph folgt einer heissen Spur, einer, die unter Umständen sogar den Putlitzer Preis bedeuten könnte. Vor einigen Jahren wurde ein Senator ermordet und nun sterben die Zeugen der Tat von damals nach und nach. Die Spur führt zu einem zwielichten Unternehmen nach Los Angeles, dessen Geschäfts Idee es zu sein scheint, potentielle Attentäter anzuheuern: Parallax Corp. Ein unpolitisches Unternehmen; jeder Kunde ist willkommen, ganz den Regeln des guten alten Kapitalismus entsprechend. link trailer
Wanda (1970) (Rating 8,1) (OF) DVD8406

Wanda (OF) DVD8406

Fakten und Fiktion kollabieren. Wanda war Barbara Lodens einziger Film. Sie starb 1980 mit nur 48 Jahren, während sie ihr zweites Werk konzipierte und geriet dann in Vergessenheit. Zeit, Wanda zu entdecken - denn wofür gibt's schliesslich Videotheken wie uns? Auftakt. Ein Kind schreit, ein alter Mann verlässt das Haus. Wanda (Loden selbst) wacht auf. Das Haus steht im Nirgendwo Amerikas in der Nähe eines Steinbruchs. Wanda leiht sich etwas Geld und fährt einfach los. Szenenwechsel. Im Gerichtssaal wartet Wandas Mann (Jerome Thier), dem das alleinige Sorgerecht für die Kinder zugesprochen wird. Wanda kommt zu spät, erklärt sich mit allem einverstanden. Die Kinder wären bei ihrem Mann besser aufgehoben. Dann sucht Wanda Arbeit in der Fabrik, in der sie schon einmal auf der Gehaltsliste stand. Der Chef aber erklärt Wanda, sie sei zu langsam. Nichts bleibt ihr, ausser ihrer Handtasche. Die verliert sie im Kino, findet sie kurz darauf wieder. Es ist kaum noch Geld darin. Wanda grämt sich nicht. Sie lacht auch nicht. Sie irrt einfach weiter, ohne Ziel. link trailer
The Wild Bunch (1969) (Rating 9,0) DVD5064

The Wild Bunch DVD5064

Ganz am Anfang reiten The Wild Bunch an Kindern vorbei, die ihre grausamen Spiele treiben. Die Kinder lassen Ameisen gegen Skorpione kämpfen. Am Ende soll der Anführer namens Pike (William Holden) von einem Jungen erschossen werden. Von einem Kind. Nicht sehr subtil, doch das würde auch niemand von Regisseur Sam Peckinpah erwarten. Peckinpah ist ein Mann fürs Grobe! Pike und The Wild Bunch arbeiten nach einem altehrwürdigen Code. Nach ihnen folgt eine Generation, die kalt und unpersönlich tötet. Einfach so. Der film spielt vor dem ersten Weltkrieg, 1913. Wahrscheinlich bedeutet der nahende Krieg das Ende einer Ära. Wer gern Film Kritiken liest, wird bemerken, dass The Wild Bunch oft als ein Werk voller sinnloser Gewalt beschrieben wird. Das stimmt. Gewalt geschieht in Peckinpahs Film unmotiviert. Das ist dem Beginn der neuen Ära geschuldet, in der es nichts mehr zählt, einen Menschen zu töten. Am Vorabend des ersten Weltkriegs. link trailer
Der Tod kennt keine Wiederkehr - The long goodbye (1973) (Rating 8,5) DVD6805

Der Tod kennt keine Wiederkehr - The long goodbye DVD6805

Robert Altmans The Long Good Bye greift den klassischen Film Noir auf und analysiert ihn. Was macht einen Film Noir aus? Spontanität, reichlich Perversion und eine gewissen Sprunghaftigkeit im Erzählen. Schliesslich waren die Vorbilder billige und schmutzige B-Movies. Ich erinnere mich an ein Interview mit Robert-Mitchum, der erklärt, um einen Cary-Grant Film zu bezahlen, bräuchte es fünf Billig-Filme mit ihm. Oder mir fällt das Interview mit Raymond-Chandler ein, in dem man ihn fragt; wer denn nun der Mörder ist. Er wusste es auch nicht. Ein ähnliches Labyrinth stellt das Drehbuch von The Long Good Bye dar. link trailer
Asphaltrennen - Two-Lane Blacktop (1971) (Rating 9,0) (OmeU) DVD9715

Asphaltrennen - Two-Lane Blacktop (OmeU) DVD9715

Eines Tages taucht dieses Mädchen einfach so auf, setzt sich auf den Rücksitz (der Rücksitz eines Chevys, das ist wichtig). Das Mädchen trägt keinen Namen, aber generell hat hier niemand einen Namen. Sie fahren ein bisschen und treffen G.T.O. (der heisst so, weil seine Maschine so heisst). Sie vereinbaren, ein Wettrennen zu fahren. Es soll quer durchs Land gehen bis nach Washington und der Gewinner bekommt das Auto des Verlierers. Um dieses Rennen gehts vor allem in Two-Lane Blacktop und das wirkt etwas seltsam, vor allem, da niemand wirklich gewinnen möchte (so scheint es mir). Dabei haben sie ihr ganzes Leben ihrem Fahrzeug gewidmet; G.T.O. hat sich ja sogar danach benannt! Obwohl es ihnen ums Gewinnen geht, halten sie immer wieder an, um einander zu helfen - ganz so als ob es doch zu einsam auf der Strasse wäre. Kurzum, sie entstammen dem Universum, dass wir seit Bonnie & Clyde (DVD1129) und Easy Rider (DVD724) kennen. Dieses Universum besteht aus der Strasse, den Motels und Tankstellen und allem, was an der Strasse erbaut wurde. link trailer
The Last Movie (1971) (Rating 6,0) (OF) DVD10514

The Last Movie (OF) DVD10514

Wirklich beeindruckend! Dennis Hopper, über Nacht zum Star und hoffnungsvollen Regisseur mutiert, ja zum Neuerer! - liefert hier ein Stück filmische Müllkippe ab. The Last Movie ist genauso undiszipliniert, wie zusammenhangslos und strukturlos. Ein wirres Durcheinander. Wie mag wohl seine Intention gewesen sein? Wir erleben ihn in einer ungemein pathetischen Szene, wie er sich wohl selbst sieht: Stoned, total verwirrt. Zu Hölle mit allem! Dennis Hopper als Regisseur dürfte in seltenem Einklang mit seiner Figur stehen. Es gibt solche Fälle, da man einen Film anschliessend im Schneideraum retten kann und ihm ein neues Gesicht verpasst. Einen Sinn. Nachdem Hopper mit unendlich viel Filmmaterial aus Peru zurückkehrte, versucht man, aus seinem Gerümpel so etwas wie ein "psychodelisches" "New Hollywood" Werk zu schnippeln. Vergeblich. link trailer
Der Dialog - The conversation (1974) (Rating 8,7) (OmeU) DVD5762

Der Dialog - The conversation (OmeU) DVD5762

Harry Caul (Gene Hackman) ist ein Genie. Das finden alle seine Kollegen aus dem Überwachungs-Apparat. Ich allerdings nicht. Harry ist zwar in der Lage, ein Gespräch auf einem öffentlichen Platz mitzuschneiden, doch er lässt sich die Bänder anschliessend klauen. Ausserdem kommt man unheimlich leicht in seine private Wohnung. Auch werden seine mails einfach so gelesen. Wie dem auch sei, Harry gilt als Genie seines Fachs. Ein amtsmüdes Genie. Im Beichtstuhl der katholischen Kirche bedauert er, dass seine Arbeit womöglich dazu führt, Menschen zu töten. Sich selbst hält Harry allerdings nicht für verantwortlich. Trotzdem tut ihm alles leid. Wie passt dieser Widerspruch zusammen? Das ist das Thema von Francis Ford Coppolas The Conversation aus dem Jahr 1974 - den recht viele Kunden unserer Videothek für Coppolas grössten Film halten! link trailer
Taxi Driver (1976) (Rating 9,0) DVD1537

Taxi Driver DVD1537

"Are you talking to me? Well, I'm the only one here." Der wahrhaftigste Satz in Martin Scorseses Taxi Driver! Travis Bickle (Robert De Niro) hat diese furchtbare Angewohnheit, Kontakt zu anderen Menschen herstellen zu wollen. Überall um ihn herum gelingt das den verschiedendsten Menschen - nur er bleibt ausgeschlossen. Taxi Driver wirkt auf mich wie eine Reihe fehlgeschlagener Versuche, der Kontaktaufnahme. Jeder einzelne Versuch geht schief. Einmal bittet Travis ein Mädchen um eine Verabredung und geht mit ihr in einen Porno. Dann versucht er sich im Small Talk, aber mit einem Agenten des Secret Service. Schliesslich versucht er sich, mit einer minderjährigen Prostituierten anzufreunden (sie aber hat Angst vor Travis). Er ist so vollkommen allein, dass die Frage - mit wem er denn da spricht - an sich selbst gerichtet ist.
Point Blank (1967) (Rating 8,0) DVD9989

Point Blank DVD9989

"I want my money back"; das ist der zentrale Satz in Point Blank. Etwa 15 Mal hören wir das von Lee Marvin, nachdem die Organisation sein Geld nahm. Einem nach dem Nächsten sucht er auf. "I want my money back". Er bekommt nichts und tötet die Männer. Dennoch: Sein Geld bekommt er nie. Einmal wird er gefragt, ob er die ganze Organisation um die Ecke bringen will wegen lumpiger 93.000 Dollars. Immerhin hat er an diesem Punkt schon einige Profikiller umgelegt. Die Frage scheint rhetorisch, rüttelt aber an einem wichtigen Punkt: Glaubt er tatsächlich, er könnte so sein Geld wiederbekommen? Als spannungsgeladener Thriller funktioniert Point Blank natürlich sehr gut. Lee Marvin als knurriger Bogart_Typ ist genauso gut besetzt. Wer aber diese Frage, ob er mit seinem Himmelfahrts-Kommando jemals an sein Geld kommen kann, weiterdenkt, stellt fest, dass sich so der ganze Plot in Luft auflösen würde.
Die Nacht der lebenden Toten - Night of the living dead (1968) (Rating 9,0) (OF) DVD7629+3277

Die Nacht der lebenden Toten - Night of the living dead (OF) DVD7629+3277

Ein bisschen trüb sieht George A. Romeros Indie Klassiker aus dem Jahr folgenreichen 1968 heute aus. Ungetrübt aber ist sein politischer Kommentar zum Thema Rassismus - der wirkt auch beim erneuten Sehen genauso scharfsinnig wie 1968! Kürzlich verstorbene Körper erwachen erneut zum Leben, um Menschnefleisch zu fressen (wobei der Begriff "Zombies" für sie nie verwendet wird). Das wird explizit gezeigt, wenn eine Brechstange in einen Schädel eindringt oder ein kleines Mädchen seine Mutter bestialisch ersticht. Die ganze Zeit meinen wir, in einem Amateuer Film gelandet zu sein, was auch die relativ gesichtslosen Darsteller unterstreichen. Aber wie hätte man solche Tabus (Kannibalismus, Nekrophilie, Inzest) auch anders darstellen können? FREE ON YOUTUBE (DU FINDEST DEN GANZEN FILM FREI AUF YOUTUBE)
Nashville (1975) (Rating 9.0) (Code 1) (OmeU) DVD5981

Nashville (Code 1) (OmeU) DVD5981

Was macht Robert Altmans Nashville zu einem grossen, ja einzigartigen Film? Und wovon handelt Nashville eigentlich? Ist es die Tatsache, dass diese Frage nicht beantwortet werden kann, der Grund, der Nashville so gut macht? Robert Altman selbst schrieb anlässlich der DVD Veröffentlichung, dass es sich um ein Musical handelt. Stimmt! Aber auch ein Doku-Drama über die Musikszene von Nashville und eine Polit-Parabel. Wir erleben die Grand Ole Opry am Tag von Nixons Rücktritt. Altman verwinkelt gekonnt seine Geschichten von Liebe & Sex und gebrochenen Herzen. Nashville ist eben auch ein filmisches Gedicht an alle, die verletzt wurden, die traurig sind!
Little Big Man (1970) (Rating 8,0) DVD924

Little Big Man DVD924

Ziemlich schräg und sehr, sehr unterhaltsam - so ist Arthur Penns Little Big Man! Wenn er mal nicht ganz den richtigen Ton trifft oder allzu sehr karikariert, rudert Penn sofort wieder zurück und - wups! - sind wir wieder mitten drin in seinem Film. Machen das nicht alle grossen Erzähler so? Hinter all dem Schabernack steht eine scharfsinnige und präzise Betrachtung der Gründerzeit von Amerika, des Westens und der Indianer. Penn gelingt ein Understatement über den amerikanischen Traum wie wir es uns auch heute noch wünschen: Ohne erhobenen Zeigefinger oder gar einer Stimme aus dem Off, die sicher geht, dass wir auch wirklich keines der Massaker verpasst haben. Alles geschah lange zuvor und wir hören die Geschichte von einem 121 Jahre alten Mann, der zurückblickt. Manchmal wirkt es wie Seemansgarn, das gesponnen wird - und so flexibel wie Seemannsgarn erscheinen die Ereignisse.
Klute (1971) (Rating 8,9) DVD3932

Klute DVD3932

Jane Fonda sieht weder sooo schön aus, noch spielt sie besonders extravagante Rollen. Aber: Sie strahlt diese intensive Nervosität aus, die ihre Figuren so faszinierend macht. Ständig scheint ihre Bree Daniels von irgend etwas abgelenkt. Bree ist ein zynisches, mit allen Wassern gewaschenes New Yorker Call Girl. Sie hat (ausnahmsweise) kein Herz aus Gold. Nie fühlt sie etwas, wenn sie mit ihren Kunden schläft. Nichts ausser beruflichem Stolz, wenn ihre schauspielerischen Fähigkeiten bei der Befriedigung der ausgefallensten Wünsche herausgefordert werden. Das erzählt Bree ihrem Psychologen. Da ist der alte Patriarch, der früher Kleider hergestellt hat. Aber er fantasiert ständig vom ersten Weltkrieg, den er garantiert nicht miterlebt hat. Und er fasst Bree nie an. Eigentlich ist Bree die Hauptfigur, aber dennoch heisst der Film Klute. Nach dem Polizisten John Klute (Donald Sutherland).
Hundstage - Dog Day Afternoon (1975) (Rating 9,0) DVD2908

Hundstage - Dog Day Afternoon DVD2908

Zuerst wundert man sich über den ziemlich langen Vorspann. Soll er das Leben in New York abbilden? Auch. Vor allem sind wir aber schon mitten drin im Film. Der Vorspann legt den Grundstein. Dog Day Afternoon ist sehr realistisch. Man fühlt sich so wie an einem ganz normalen Tag in New York. Einem Tag, an dem ein Banküberfall vorbereitet wird. Begangen von einem Mann, der damit die Geschlechtsumwandlung seines Liebsten bezahlen will. Der Überfall zieht Garnisonen von Polizisten und Fernseh-Teams an. Ein Tag, der eine seltsame Wendung nimmt. Man sagt von den Filmen von Sidney Lumet, dass seine Filme "Schauspieler-Filme" sind. Ich finde das auch. Lumet erlaubt den Schauspielern, ihre Charaktere zu "leben". Ganz in ihnen aufzugehen. Befinden wir uns überhaupt noch in einem Film?
The Honeymoon Killers (1970) (Rating 8,0) DVD1836

The Honeymoon Killers DVD1836

Videothekare und Geeks lieben Filme, die "normale" Menschen anwidern. So ein Film ist The Honeymoon Killers und doch viel mehr als ein simpler Schocker! Die Original "Lonely Hearts Killers" hiessen Ray Fernandez und Martha Beck. Während der 40er Jahre ermordeten sie mindestens drei ältere, alleinstehende Damen und wurden 1951 hingerichtet. Das ist der Stoff für diesen Freak von einem Film aus dem Jahr 1970! Shirley Stoller spielt Martha, eine übergewichtige Krankenschwester, die ihre Mutter daheim pflegt. Tony Lo bianco spielt den schmierigen Heiratsschwindler Ray, in den sich Martha verliebt. Die Mutter muss ins Heim, alle Aufmerksamkeit gehört Ray. Zusammen beginnen sie, ältere Damen auszurauben und zu ermorden. FREE ON YOUTUBE (DU FINDEST DEN GANZEN FILM FREI AUF YOUTUBE)
Hexenkessel - Mean Streets (1973) (Rating 9,0) DVD2398

Hexenkessel - Mean Streets DVD2398

In Mean Streets geht es nicht nur um die Strassen-Gangster oder die Mafia. Es geht darum, in tiefer Sünde zu leben. Wir müssen das katholisch verstehen: Das ewige Leiden eines Sünders, der ohne Absolution stirbt. “You don’t make up for your sins in church. You do it in the streets." Wessen Stimme spricht da aus dem Off? Dann sehen wir Charlie (Harvey Keitel), der aus einem Albtraum erwacht und sein Gesicht im Spiegel betrachtet. Träumte er von den Worten, womöglich durch einen Priester gesprochen? Später erleben wir Charlie in der Kirche. Der Pfarrer betet die üblichen zehn Ave Marias. Charlie aber verlangt es nach mehr. Er hält seine Hand in die Flamme der Votivkerze vor dem Altar. Als ob er in die Flammen der Hölle fasst. Danach steigt er hinab in die Bar eines Freundes. Sie ist blutrot, so wie die Hölle.
Head (1968) (Rating 8,0) DVD6795

Head DVD6795

Manchmal spielen wir die "Monkees" bei uns Samstag Nacht. Kennt kaum noch jemand. Eine Boygroup aus den 60ern, die nur einen einzigen Hit hatte: "I'm A Believer". (Deshalb schimpft mein ehemaliger Kollege Thomas Groh mich auch DJ Bockwurst). Wer sich nun "Head" von Bob Rafelson ansieht, wird als erstes bemerken, dass der Film überhaupt nicht zur braven Boygroup passt. Schlimmer noch, Head beleidigte den durchschnittlichen "Monkees" Fan 1968. Nicht-"Monkees" Musikliebhaber (alle über vierzehn bzw. mit einem IQ über 60) aber lieben "Head"! Das Drehbuch stammt von Rafelsons Freund Jack Nicholson, der sowieso ein paar sehr schöne psychodelische Drehbücher während der Hippie Ära verfasste.
Harold und Maude - Harold and Maude (1971) (Rating 9,1) DVD2781

Harold und Maude - Harold and Maude DVD2781

Der Tod kann das Lustigste sein im Leben! Beweis: Hal Ashbys Harold And Maude. Sie beide treffen sich auf einer Beerdigung. Das ist kein Zufall, denn beide lieben Beerdigungen. Dann klaut Maude Harolds Leichenwagen und bietet ihm eine Mitfahrgelegenheit an. P.S. Harold fährt einen Leichenwagen, weil er vom Tod fasziniert ist. Oder besessen. Wer weiss, womöglich bringt er sich nur deshalb nicht um, weil der "echte" Tod seine Selbstmord-Fantasien vereiteln würde? Kurz und gut; Harold ist ein junger Mann mit einem Problem. Maude dagegen ist fast achtzig und sprüht nur so vor Lebensfreude. Tagsüber gräbt sie Stadt-Bäume aus und pflanzt sie wieder im Wald ein. Nachts schläft sie in einem Eisenbahn-Wagen. Warum geht ausgerechnet Maude zu Beerdigungen? Sie glaubt an eine Zeit zum Leben und eine zum Sterben. Davon will sie keine verpassen. Sie will pünktlich sein.
French connection (1971) (Rating 9,0) DVD5576 + 502

French connection DVD5576 + 502

In The French connection ist alles Oberfläche: Der Film bietet Action, Spannung und atemlose Verfolgungsjagten. Ein Heroin Geschäft über Frankreich soll in New York, in Brooklyn, abgewickelt werden. Beteiligt sind ein vornehmer Gangster (Fernando Rey) aus Marseille, ein New Yorker Investor und die Mafia. Diese Figuren werden allerdings bloss skizziert, nur ein einziger Charakter ist tatsächlich dreidimensional: Der New Yorker Cop Popeye Doyle (Gene Hackman in seiner ersten Rolle als Leading Man). Doyle ist bösartig, besessen und ziemlich verrückt. Er stösst auf den Heroin Packt, wobei ihm aber niemand so recht glauben will. Doyle ist ein Rassist, er zieht unbeteiligte Zivilisten mit ins Geschehen und stört sich überhaupt nicht dran, wenn ein Kollege erschossen wird. Dennoch hat er Erfolg, was uns im Film jedoch kaum interessiert. French Connection ist eine einzige Jagd. Friedkin hat so temporeich inszeniert, dass alles andere zur Nebensache wird.
Five Easy Pieces (1970) (Rating 9,0) DVD5688

Five Easy Pieces DVD5688

Versuch mal, Five Easy Pieces bei einem Videoabend mit Freundinnen zu zeigen. So wird dein Abend laufen; mit explosivem Gelächter, tiefer Stille und fassungsloser Aufmerksamkeit. Five Easy Pieces ist ein Film von ungewöhnlicher Tiefe und Intensität und präsentiert einen der ungewöhnlichsten Charaktere der Kino-Geschichte. Robert Eroica Dupea, dessen Name von Beethovens Sinfonie inspiriert wurde. Verkörpert wird er von Jack Nicholson, der kurz zuvor durch die New Hollywood Bewegung zum Filmstar wurde (nach einer fast zehnjährigen Karriere in kleineren Filmen). Nicholson blühte während der frühen 70er auf, spielte Aussenseiter, fähig zu Wut, Sarkasmus, Selbstmitleid, aber auch zu Zärtlichkeit. Und in Five Easy Pieces ist er eine Offenbarung!
Easy Rider (1969) (Rating 8,9) DVD724

Easy Rider DVD724

Es gibt die Legende, dass Henry-Fonda den Film, der seinen Sohn Peter berühmt machte, einfach nicht verstand. Woher kommen diese beiden Typen und wo wollen sie hin? Wer hat den Drogen-Deal eingefädelt? Was überhaupt bedeutet das alles? Ganz bestimmt dachten das so einige in den späten 60ern: Dass Easy Rider ein vollkommen bedeutungsloser Film ist und die Kinder heutzutage alle verrückt sind. An sich aber hat Regisseur Dennis Hopper einen fast klassischen Western gemacht. Wie in den alten Cowboy Filmen: Die mit den weissen Hüten sind die Guten. Hopper wendet dass auf seine Hippies an. Und er tauscht die Pferde gegen Motorräder. Damals gab es bereits eine ganze Reihe von Motorrad-Filmen. Solche, in denen der Hell's Angels Rocker den Bösewicht darstellt, der die Gesellschaft schikaniert. Auch in Easy Rider sind die Helden gesetzlos. Sie legen die Werte des "Establishments" ab. Wobei: Eigentlich nehmen sie diese Werte so wenig ernst, dass sie gar nicht dagegen aufbegehren. Easy Rider führt eine ziellose Rebellion vor.
Die Reifeprüfung - The Graduate (1967) (Rating 9,3) DVD106

Die Reifeprüfung - The Graduate DVD106

The Graduate bleibt eine der witzigsten Komödien überhaupt. Gar nicht wegen bestimmter Dialoge oder Situationen. Mike Nichols Film nimmt eine bestimmte Sicht ein. Er ist gegen etwas! Ich denke, 1967 konnte er die Vorbilder für diese Art von Komik nur in England finden, auf keinen Fall in Hollywood. The Graduate, wie alle grossen Komödien, ist subversiv! Wer sich mal andere US Filme der Zeit ansieht, der merkt, dass viele der Hollywood Produktionen im Grunde nicht filmisch wirken. Sie könnten genauso gut aus dem Theater stammen. Hier aber sind wir - die Zuschauer - das Ziel der Komik. Sie findet nicht nur im Film statt. Es ist der Film selbst! Etwas Lustiges geschieht, aber die Darsteller reagieren nicht. Stattdessen tuts der ganze Film. Mike Nichols hat das begriffen und deshalb eine DER Initialzündungen eines neuen amerikanischen Kinos geliefert.
Die Letzte Vorstellung - The Last Picture Show (1971) (Rating 9,3) DVD1566

Die Letzte Vorstellung - The Last Picture Show DVD1566

In der besten Szene von Peter Bogdanovichs The Last Picture Show geht Sam The Lion mit Sonny und Billy fischen. Sie fahren raus zu einem See, den man eher als Loch bezeichnen möchte. Mitten in der texanischen Prärie. Eigentlich gibt es in dem See nur Schildkröten und gar keine Fische. Das aber ist Sam egal. Er mag sowieso keinen Fisch. "Try one?" - Sam bietet Sonny eine handgerollte Zigarre an. Dann erzählt er, wie er vor zwanzig Jahren mit dem Mädchen, das er liebte, zu diesem See fuhr. Sie schwammen und ritten mit ihren Pferden hindurch. Sams Mädchen aber war bereits verheiratet und er auch schon vor zwanzig Jahren nicht mehr jung... Während er erzählt, stellen wir fest, dass wir dem Mythos von Sams Leben zuhören. Seiner Vision von Schönheit, die ihn überhaupt am Leben erhält in der Einöde einer sterbenden Stadt: Anarene, Texas.
David Holzmans Tagebuch - David Holzman's Diary (1967) (Rating 8,8) (OF) DVD9306

David Holzmans Tagebuch - David Holzman's Diary (OF) DVD9306

L.M. "Kit" Carson aus Dallas ist gestorben. Wer? Der Schauspieler, Filmemacher, Produzent. Ein Querkopf, mit dem vermutlich niemand zu Recht kam. Während der New Hollywood Ära drehte er mit seinem Freund Jim McBride David Holzman's Diary, 1983 das unglaublich tolle Remake von "Breatless", dass jeder hasste. Als Co-Autor verfasste er Paris_Texas (sein Sohn spielt den Jungen). Und er diente als Mentor für Wes_Andersons ersten Kurzfilm Bottle_Rocket. Genug? Wir habens also mit einer Querkopf-Legende zu tun! Einer, der nie zur Ruhe kam. David Holzman's Diary ist eine Mockumentary aus dem sagenhaften Jahr 1967. Eine Mock-Documentary über einen jungen Filmemacher, der für den Regisseur Jim McBride arbeitet. Ganz nebenbei wird hier ein neues Genre erfunden und zwar das einer Charakterstudie der ersten Person (=des Ich-Erzählers), der hier seine Beichte abliefert. Diese Form wurde unzählige Male kopiert und dient als Original für Video Blogs oder Reality TV. FREE ON YOUTUBE (DU FINDEST DEN GANZEN FILM FREI AUF YOUTUBE)
Butch Cassidy und Sundance Kid - Butch Cassidy and the Sundance Kid (1969) (Rating 7,3) DVD7019

Butch Cassidy und Sundance Kid - Butch Cassidy and the Sundance Kid DVD7019

Butch Cassidy And The Sundance Kid mag einer der grossen New Hollywood Klassiker sein und hat das Team Newman & Redford zusammengebracht. Als ich ihn aber jetzt noch einmal sah, kam er mir schwerfällig und ziemlich enttäuschend vor. Vor allem vermisse ich, dass sich George Roy Hills Film überhaupt zu dem bekennt, was er ist: Einem Western! William Goldmans Drehbuch aber versucht permanent, die "niedlichen" Aspekte der Geschichte zu betonen. Dabei beginnt alles so vielversprechend: Butch (Paul Newman) und Sundance (Robert Redford) führen eine Bande von Zugräubern an. Harriman, der Tycoon der Eisenbahngesellschaft, versucht, sie zu stellen, doch die beiden flüchten nach Bolivien, wo sie Banken überfallen. Sundance tritt einem Spieler gegenüber, Butch schlägt eine Rebellion in der Gang nieder, wir erleben einen hervorragend inszenierten Eisenbahnraub und schliesslich kommt noch Sundance Freundin (Katherine Ross) ins Spiel...
Bonnie & Clyde - Bonnie and Clyde (1967) (Rating 9,0) DVD1129

Bonnie & Clyde - Bonnie and Clyde DVD1129

Ich versuche mal ein paar Adjektive in Reihe zu setzen: Grausam, sympathisch, ekelhaft und herzzereissend schön. Passt das? Eigentlich nicht? Eigentlich doch! Denn diese Adjektive decken das ganze Leben ab. So wie Arthurs Penns Initialzündung der New Hollywood Bewegung "Bonnie & Clyde". Wir sind das von Kinofilmen eben kaum gewohnt, dass sie die ganze Palette des Lebens abdecken, daher die Verwirrung. Penns Klassiker präsentiert die Leben von Clyde Barrow und Bonnie Parker (Warren Beatty und Faye Dunaway). Niemand kennt sie, dann aber überfallen sie Banken und erschiessen Menschen und ihre Bilder landen in den Zeitungen. Die Banküberfälle sind nicht sonderlich gut geplant. Viel besser ist das Gangster-Paar im Töten von Menschen und noch besser in der medialen Selbstdarstellung.
Badlands (1973) (Rating 9,3) DVD1621

Badlands DVD1621

Wie einen Groschenroman beschreibt Holly ihr Leben. “Little did I realize, that what began in the alleys and back ways of this quiet town would end in the Badlands of Montana.” Es ist ihre fragende Erzählstimme, die über dem ganzen Film von Terrence Malick verweilt. Manchmal scheint es so, als ob das menschliche Sein hinter der majestätischen Landschaft einfach verschwindet. Holly spielt gerade mit einem Twirling Stab als sie Kit begegnet. Er hat in einer Autowerkstatt gearbeitet. Sie ist fünfzehn, er 25 - vielmehr erfahren wir jedoch nicht über sein früheres Leben. Er nimmt Holly einfach mit und binnen zwei Tagen hat er ihren Vater abgeknallt und ihr Haus angezündet. Beide befinden sich auf der Flucht nach South Dakota. Terrence Malick erzählt eine im Grunde bekannte Geschichte. Ein kriminelles Paar auf der Flucht durch ein verwahrlostes Amerika. Malick filmt diese Verbrechen, ohne eine Bedeutung darin zu suchen. Er psychologisiert nie!

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