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Thelma (2017) (Rating 7,1) (Coming Soon on DVD at Filmkunstbar Fitzcarraldo)

Directed by:

Joachim Trier

Actors:

Eili Harboe, Kaya Wilkins, Henrik Rafaelsen

Video:

More:

Description 
Die Eröffnungsszene von Thelma soll uns im Gedächtnis bleiben wie ein Echo: Vater und Tochter gehen gemeinsam auf die Jagd im verschneiten Wald. Vor ihnen ein Reh. Der Vater hebt das Gewehr, zielt - nicht auf das Reh, aber auf den Hinterkopf des Mädchens. Zeit Sprung. Einige Jahre später wird aus dem Mädchen eine Studentin. In seinem vierten Film erzählt Joachim Trier (nicht verwandt) vom Aufbegehren dieses Mädchens. Eine Coming Of Age Geschichte im Gewande des übernatürlichen Thrillers. Im Mittelpunkt; Thelma, (Eili Harboe), die für ihr Biologiestudium nach Oslo zieht. Thelma ist introvertiert, erzogen von streng religiösen Eltern - die Unschuld vom Lande. Überfürsorglich wird sie mit Anrufen überwacht, denn schliesslich ist man zu Hause besorgt, Thelma würde ihre Moral verlieren wie so viele junge Menschen heutzutage. In Oslo kostet sie zum ersten Mal den Geschmack der Freiheit. Die erste Zigarette, der erste Schluck Alkohol, die erste Party. Doch etwas stimmt nicht mit ihr. In der Bibliothek bricht sie zuckend zusammen, schwarze Vögel umkreisen sie, so dass uns unweigerlich die Geschichten aus dem alten Testament einfallen. Bald schon häufen sich diese Anfälle, besonders als Thelma ihr Interesse für Anja (Kaya Wilkins) entdeckt... Trier kehrt mit bildschönen Aufnahmen das Seelenleben Thelmas von innen nach aussen. Ein verwirrtes Seelenleben einer paranormalen Heldin. Thelma funktioniert auf verschiedenen metaphorischen Ebenen: Unsere Ängste vor dem weiblichen Körper, ja vor Frauen allgemein. Unweigerlich stellen wir uns die Frage, ob Frauen deshalb unterdrückt werden - aus Angst vor ihrer Sexualität? Am besten aber gefällt mir Thelma, wenn sich der Film explizit den Erfahrungen seiner Protagonistin zuwendet. Wie sie sich in emotionale Bereiche vorwagt, die sie nie kennenlernte. Wie sie die Kraft ihres dürren Körpers erfährt. In diesen Momenten wirkt sie wie das einzig unschuldige Wesen inmitten einer korrupten Welt. Thelma erfährt sich selbst. Ihr Körper, ihr Gewicht, das Äussere - all das existiert. Wohin aber führen ihre Gefühle? Das ist die Frage, welche diesen sehr empathischen Film treibt.

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