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Stagecoach
Fr, 26/07/2013 - 15:02

Der Western der 30er orientierte sich am Geschmack von Minderjährigen und obwohl auch Regisseure wie Howard Hawks ab und an einen Western inszenierten, sahen sie doch mehr aus wie Abenteuerfilme im Western Gewand. Erst nach dem New Deal 1939 und dem Erstarken des Nationalgefühls wurde der amerikanische Film par excellence auch im A-Format gedreht. John Ford war der Regisseur, der dem Western Genre Prestige verlieh. Stagecoach (1939) definierte seinen Stil. Sein Kino ist ruhig, Bewegung wird durch Statik erzeugt. Der Ort der Handlung ist bei Ford stets abgeschlossen, so die verlorene Patrouille oder die eingekreiste Postkutsche. Gefahr droht immer von aussen, sichtbar wird sie erst im letzten Filmdrittel, manchmal überhaupt nicht. Ford interessiert sich nicht für die Niederungen äusserlicher Gefahr, wohl aber ihren Reflex im Innern einer Gruppe. Ford analysiert seine Helden nicht, er führt Verhaltensweisen im Angesicht der Gefahr vor: Mut, Versagen oder Bewährung. Wir sehen nie das Innere seiner Helden, nur ihr Handeln. Eine ganze Reihe von guten Männerportraits gelang ihm so, nie aber eine vernünftige Frauengestalt. Fords Kamera ist so wie seine Haltung: Starr in Front und Seitenansichten. Aufgelöst werden diese Einstellungen, die Spannung aufbauen, erst im Kampf . Nach 1939 inszenierten selbst namhafte Regisseure, die bis dahin mit ernsten Sozialkritischen Werken aufgefallen waren, Western: William Wyler (The westerner) oder intellektuelle Ausländer wie Fritz Lang (The return of Frank James) und Rene Clair (The flame of New Orleans). Sie folgten Stagecoach, dem grossen Durchbruch des Genres. Seitdem wird Western gleichgesetzt mit Fords Idee, dass die Landschaft mitspielt, dass sie Abbild ist des Geschehens und der Protagonisten. Sehen wir nicht ihr Seelenleben, spiegelt es sich doch in der Landschaft. Western ist vor allem in dieser frühen Phase konservative Utopie. Er verspricht die Ideale wahrer Freundschaft und Gemeinschaft in der Vergangenheit. - The Western of the 30s was oriented towards the taste of minors and although directors like Howard Hawks also staged a Western from time to time, they still looked more like adventure films in Western garb. Only after the New Deal in 1939 and the strengthening of national feeling was the American film par excellence shot in A-format. John Ford was the director who gave prestige to the Western genre. Stagecoach (1939) defined his style. His cinema is calm, movement is created by statics. In Ford's case, the place of the action is always closed, such as the lost patrol or the circled stagecoach. Danger always threatens from the outside; it only becomes visible in the last third of the film, sometimes not at all. Ford is not interested in the lowlands of external danger, but in their reflex within a group. Ford doesn't analyze his heroes, he demonstrates behavior in the face of danger: Courage, failure or probation. We never see the inside of his heroes, only their actions. He managed a whole series of good portraits of men in this way, but never a sensible female figure. Ford's camera is like his posture: rigid in front and side views. These shots, which build tension, are only dissolved in battle. After 1939 even well-known directors, who had attracted attention with serious social-critical works until then, staged Western: William Wyler (The westerner) or intellectual foreigners like Fritz Lang (The return of Frank James) and Rene Clair (The flame of New Orleans). They followed Stagecoach, the great breakthrough of the genre. Since then Western has been equated with Ford's idea that the landscape plays along, that it is a reflection of the events and the protagonists. If we do not see her soul life, it is reflected in the landscape. Western is conservative utopia, especially in this early phase. He promises the ideals of true friendship and community in the past. 

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