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Wind River (Rating 7,8) (OmeU) DVD10.153

Directed by:

Taylor Sheridan

Actors:

Kelsey Asbille, Jeremy Renner, Julia Jones, Graham Greene

Video:

More:

Description 
Taylor Sheridans Film spielt nicht in der mythischen Vision des Wilden Westens - die nicht mehr existiert, falls es sie je gab. Er spielt an einem Ort, an dem keine Gesetze herrschen ausser denen des Überlebens. Einem brutalen und schönen Ort. Bereits zuvor als Drehbuch-Autor hatte Sheridan diese Gegend beschrieben, dieses Mal führt er auch Regie und ein bisschen hatte ich den Eindruck, Sheridan hätte bereits eine filmische Trilogie vorgelegt. In Wind River tauchen wir ein in eine weite Schneelandschaft. Wir können das Knirschen des Schnees hören und spüren förmlich die grimmige Kälte, die tödlich sein kann. Sheridan wirft uns hinein in diese Landschaft und sofort meinen wir zu begreifen, wie das Leben dort sein muss. Ein äusserst effizienter Geschichtenerzähler, der uns Zeit gibt, seine Charaktere kennen zu lernen, bevor Wind River in einem Rausch der Gewalt mündet. Gar nicht mal so unauffällig, ist Wind River auch ein Film voller Symbole. Im Mittelpunkt; Jeremy Renners Cory Lambert, ein Tracker in der Wildnis von Wyoming. Er liegt auf der Lauer mit seinem Gewehr, beobachtet einen Wolf, der sich einer Herde nähert. Er beschützt die Herde, denn das ist sein Job. Bald aber begreifen wir, dass es für Cory auch eine tiefes persönliches Anliegen ist, zu beschützen. Die Dialoge in Wind River sind minimalistisch, fast klingen sie poetisch in ihrer Klarheit. Die stärksten Momente aber sind die, in denen die Charaktere gar nicht miteinander sprechen müssen. Dann findet Cory den Körper einer toten Frau in der Wildnis. Wir hatten sie bereits zu Beginn des Films gesehen, wie sie barfuss und wahnsinnig vor Angst in die Schneewüste flieht. Mitten in der Nacht unter dem Vollmond. Er erkennt die Tote. Sie heisst Natalie (Kelsey Asbille), die beste Freundin seiner ebenfalls vor ein paar Jahren unter mysteriösen Umständen verstorbenen Tochter. Cory findet die Tote im Indianer Reservat am Wind River. Sie war eine Native American, genau wie seine Tochter. Deshalb wird der Fall von der Polizei des Indianerstamms untersucht, angeführt von einem Chief mit trockenem Humor und einer No-Nonsense Ausstrahlung (dem tollen Graham Greene). Unterstützung bekommt er von der jungen und blonden FBI Agentin Jane Banner (Elizabeth Olsen), die eben aus Las Vegas eingeflogen wurde ohne Winterkleidung. Einmal verlangt Jane nach Verstärkung, doch man erklärt ihr: “This is the land of: You’re on your own.” Unterstützt wird sie dann aber doch von Cory. Gemeinsam finden sie heraus, was mit Natalie geschah - während Cory endlich auch Klarheit bekommt, was seiner eigenen Tochter widerfahren war. Cory und Jane sind einander ähnlich. Sie brauchen sich und lernen voneinander. Zwischen den Beiden besteht eine natürliche Chemie, zum Glück aber, wird uns eine Romanze erspart. Eine besondere Beziehung unterhält Cory ausserdem zu Martin (Gil Birmingham), dem trauernden Vater von Natalie. Manchmal sprechen Sheridans Charaktere etwas zu offen darüber, was sie denken. Doch besonders die Gespräche zwischen Cory und Martin sind so wahrhaftig und schön, dass es uns doch schwer fällt, nicht bewegt zu sein. Sie machen Wind River zu einem zeitlosen und eindringlichen Film.

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