Das hier ist nicht nur der beste Film von Tom Lass und auch eine der schönsten Mumblecore Produktionen aus Berlin - es ist eine der tollsten deutschen RomComs (=romantischen Komödien) überhaupt! Alles ist hier in Bewegung und auch die beiden Hauptfiguren scheinen zielgerade aufeinander zuzulaufen (natürlich rumpelt auch der Schnitt ganz gewaltig). Ferdi (Lass selbst) ist ein Soziopath, der durch den Wald streunt, Regenwürmer verspeist und keine Nähe aushält. Jona (Naomi Achternbusch - wow! Wer sich wegen des Nachnamens fragt; ja, sie ist auch die Tochter) hat ihr Abi geschmissen und ist von Zuhause abgehauen. Nun kam sie in der Blinden WG ihrer Cousine unter und gibt vor, ebenfalls blind zu sein. Dann trifft Jona Ferdi, der sich gerade von der Brücke stürzen will und voila: Das originellste deutsche Liebespaar seit Ewigkeiten trifft aufeinander. Ferdi wurde neben der Babyklappe abgelegt und Jona baut darauf, dass sie ihn nicht sehen kann - schliesslich ist er so hässlich! Eine provisorische Liebe, die auf einer Lüge aufbaut. Kann das gut ausgehen? Eine Komödie lebt besonders von ihren Nebenfiguren und das weiss auch Tom Lass. Er stellt uns freundliche Polizisten vor, die ihr Bier mit der Knarre öffnen oder Ferdis Therapeutin (Eva Löbau), deren Therapiesitzungen sich anhören wie psychologisches Dada. Richtig romantisch wirds dann aber doch nie. Vielleicht ist das Liebespaar dafür zu verschroben? Oder die Schnitte zu hart? Immer dann, wenn das Pathos der Liebe einstzen könnte, kommt bei Lass das nächste Bild. Man könnte meinen, er fände das überflüssig. Vielleicht sollte sein Film aber auch in Bewegung bleiben. Ich jedenfalls gönne Tom Lass dieselbe Karriere wie seinem Bruder. Schliesslich ist er doch unser Kiez "Godard"! Und wozu gründet man überhaupt eine Videothek, wenns nicht dem Anlass dient, Filmproduktionen aus der Nachbarschaft zu verleihen? - This is not only the best film by Tom Lass and also one of the most beautiful Mumblecore productions from Berlin - it is one of the greatest German RomComs (=romantic comedies) ever! Everything is in motion here and also the two main characters seem to run straight towards each other (of course the cut also rumbles quite enormously). Ferdi (Lass himself) is a sociopath who roams the forest, eats earthworms and cannot stand closeness. Jonah (Naomi Achternbusch - wow! Whoever is wondering about her last name (yes, she is also her daughter) has finished high school and has left home. Now she found shelter in her cousin's blind shared flat and pretends to be blind as well. Then Jona meets Ferdi, who is about to jump off the bridge and voila: The most original German lover couple since eternities meets. Ferdi was put down next to the baby door and Jonah relies on her not being able to see him - after all, he is so ugly! A makeshift love based on a lie. Can this end well? A comedy lives especially from its subordinates and Tom Lass knows that. He introduces us to friendly policemen who open their beer with a gun or Ferdi's therapist (Eva Löbau), whose therapy sessions sound like psychological Dada. But it never gets really romantic. Maybe the lovers are too weird for that? Or the cuts too hard? Whenever the pathos of love could take hold, the next picture comes at Lass. You'd think he'd find that superfluous. Maybe his movie should keep moving, too. Anyway, I begrudge Tom Lass the same career as his brother. After all, he is our neighborhood "Godard"! And what's the point of setting up a video store if it's not an occasion to rent out neighbourhood film productions? (transl. deepl.com)
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Ein ganz schöner Film ist das
Ein ganz schöner Film ist das und Naomi Achternbusch so toll!
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