Greta, die Amerikanerin, staunt beim Anblick des englischen Herrenhauses, es sehe ja auch wie im Bilderbuch. Wir, die Zuschauer, möchten sie korrigieren, denn längst wissen wir mehr: Es sieht aus wie in einem Horrorfilm. Bereits während der ersten Minuten hat William Brent Bell gleich eine ganze Reihe Vorbilder aus den 70ern zitiert, ob es nun das Gebäude selbst ist oder die lange Einfahrt dahin. Wie auch in den Klassikern geht es um eine Hauptfigur zwischen Wahn und Wirklichkeit. Greta (Lauren Cohan) soll in den Gothic Haus auf das Kind aufpassen. Der Knabe aber ist eine Puppe (Greta erfährt, dass die Heelshires ihren Sohn Brahms vor 20 Jahren im Feuer verloren). Die Porzellan-Puppe dient als Ersatz und wird behandelt wie ein Mensch. Man liest ihr vor und sie bekommt auch einen Gutenacht-Kuss. Wir können uns solche traumatisierten Eltern durchaus vorstellen. Natürlich denkt Greta gar nicht daran, das penible Programm für die Puppe einzuhalten. Ab dem Moment aber, da Greta sich entscheidet, nicht für Brahms zu sorgen, entwickelt die Puppe ein Eigenleben... Leider vertieft der Film aber weder das Trauerthema, noch die Obsession. Dadurch apeliert der Film nicht an menschliche Urängste, anders als es die Klassiker aus den 70ern vollbrachten. Stattdessen: Konfektions-Kino. - Greta, the American, is amazed at the sight of the English mansion, it looks like a picture book. We, the audience, would like to correct it, because we know more about it: It looks like a horror movie. Already during the first minutes William Brent Bell quoted a whole series of models from the 70s, whether it is the building itself or the long driveway to it. As in the classics, it's about a protagonist between delusion and reality. Greta (Lauren Cohan) is to take care of the child in the Gothic house. But the boy is a doll (Greta learns that the Heelshires lost their son Brahms in the fire 20 years ago). The porcelain doll serves as a replacement and is treated like a human being. You read to her and she gets a good-night kiss, too. We can certainly imagine such traumatised parents. Of course, Greta doesn't even think about keeping to the meticulous program for the doll. But from the moment Greta decides not to take care of Brahms, the doll develops a life of its own... Unfortunately, the film doesn't deepen the topic of mourning or the obsession. As a result, the film does not appeal to human primeval fears, unlike the classics of the 70s. Instead: Ready-made cinema.
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So selten, dass mal ein guter
So selten, dass mal ein guter Horrorfilm mit neuen Ideen kommt. Der ist es nicht. Alles schon mal gesehen, alles nur wiedergekäut.
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