Heute, am 3.2.1889 wurde der dänische Regisseur Carl Theodor Dreyer geboren, 1968 verstarb er. Zwischen 1919 und 1964 inszenierte er 14 Langfilme, vier davon waren Major Produktionen. Passionsgeschichte, Horror, Melodram oder Lustspiel - Dreyers Filme unterschieden sich fundamental voneinander. Dreyer selbst glaubte nicht an einen einheitlichen Stil. Er forderte, man müsse seinen Stil für jeden Film neu erfinden. Nur gültig für eben diesen Film! Entscheidend für Dreyer: Die selbst verfassten Drehbücher (auf Grundlage von Romanen), die Wahl der Darsteller (bei Dreyer nicht zwingend Schauspieler) und seine Detailgenauigkeit. Alle seiner Werke reduzieren Film auf das Wesentliche. Immer war Dreyer auf der Suche nach einer modernen kinematographischen Ausdrucksform. Dreyer wollte nie das äussere Leben aufzeigen, sondern stets das Innere. Er konzentrierte sich auf den Menschen. Er versuchte, das Unsichtbare sichtbar zu machen, die Seele zu visualisieren. Dreyers Filme spielen fast ausnahmslos in der Vergangenheit, können aber nie als "Kostümfilme" bezeichnet werden. Sie sind angesiedelt in einem Niemandsland, weder gegenwärtig, noch vergangen. In dieser wenig freundlichen Umgebung kämpft der Einzelne gegen Intolleranz, Unterdrückung (in der Familie oder der Kirche) und Ungerechtigkeit. Dreyer folgt seinem eigenen radikalen Moralismus, der sich der Moral widersetzt. Immer sind es die Frauen, die sich widersetzen. Ihnen gebührt seine Hoffnung, die Welt zu verändern durch ihre Liebe: "Amor omnia", so die Inschrift von Getruds Grabstein. Liebe ist alles. (Wir stellen nicht die Filme, nur die links zur Verfügung) - Today, on 3.2.1889, the Danish director Carl Theodor Dreyer was born, he died in 1968. Between 1919 and 1964 he directed 14 feature films, four of which were major productions. Passion history, horror, melodrama or comedy - Dreyer's films differed fundamentally from each other. Dreyer himself did not believe in a uniform style. He demanded that you have to reinvent your style for each film. Only valid for this very film! Crucial for Dreyer: the scripts he wrote himself (based on novels), the choice of actors (not necessarily actors for Dreyer) and his attention to detail. All his works reduce film to the essentials. Dreyer was always looking for a modern form of cinematographic expression. Dreyer never wanted to show the outside life, but always the inside. He concentrated on the human being. He tried to make the invisible visible, to visualize the soul. Dreyer's films play almost without exception in the past, but can never be called "costume films". They are set in a no-man's-land, neither present nor past. In this unfriendly environment, the individual struggles against intolerance, oppression (family or church) and injustice. Dreyer follows his own radical moralism, which opposes morality. It is always women who resist. They deserve his hope to change the world through their love: "Amor omnia", according to the inscription of Getruds gravestone. Love is everything. (We do not provide the films, only the links)
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Literatur: Paul Schrader -
Literatur: Paul Schrader - Transcendental Style in Film: Ozu, Bresson ... Dreyer
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Danke für die Streams und
Danke für die Streams und wahrlich ein willkommenes Angebot!
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Ruhige Kamera, editorialer
Ruhige Kamera, editorialer Schnitt, gehemmtes Spiel.
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