Ein Darsteller, ein Chamäleon, das war er. Ein Schauspieler versuchte er zu werden. Nicolas Roeg besetzte ihn 1976 in The Man Who Fell From Earth als sein Alter Ego. Bowie spielte einen Ausserirdischen. Er spielte Ziggy Stardust, also wiederum Bowie. In West-Berlin stolperte er 1978 in David Hemmings Schöner Gigolo, Armer Gigolo hinein, dem immer wieder nachwachsende Bowie Jünger eine gute Seite abzugewinnen versuchen. Konzentriert man sich auf die filmische Leistung, wird das misslingen. Bowie steht einfach das Kostüm des Gigolos und es passt in seine Sammlung! 1982 bedeutete für Bowie Fluch und Segen zugleich. Musikalisch arbeitete er an Let's Dance, seinem erfolgreichsten Album und dem Beginn seines Niedergangs als Künstler. Filmisch sah man ihn neben Catherine Deneuve in Tony Scotts Debüt The Hunger. Bowie muss dieser experimentell versponnene New Wave Film gefallen haben, in dem alles Oberflächenglanz ist! Einzig in Oshimas Merry Christmas Mr. Lawrence durfte Bowie im folgenden Jahr tatsächlich schauspielern! Hier sah man nicht mehr den Popstar, sondern den britischen Soldaten Jack Celliers. Zwei Hauptrollen wagte er in Filmen, die ausserhalb der 80er niemals hätten realisiert werden können: Julian Temples Musical Absolute Beginners in knalligen Bonbon-Farben und Jim Hensons Puppenfilm Labyrinth. In beiden Filmen singt Bowie und wird besetzt - als er selbst. Bowie erlitt während der 80er als Musiker Kollateralschäden wie Tonight oder Never Let Me down und durfte keine Hauptrollen mehr spielen. Bemerkenswert aber seine Cameos: In John Landis Into The Night gibt Bowie den Gentleman Killer, in Martin Scorseses The Last Temptation Of Christ Pontius Pilate und in Julian Schnabels Basquiat sogar Andy Warhol. David Lynch war es, der Bowie Karriere rettete. In Twin Peaks: Fire Walk with Me spielte er eine absonderliche Nebenrolle und in Lost Highway schliesslich, schenkte uns David Bowie den phantastischen Titelsong, der sein künstlerisches Comeback als Musiker einläutete. Bowie widmete sich wieder ganz der Musik und auf der Leinwand fiel er mir das letzte Mal auf in Christopher Nolans The Prestige. Bowie wirkte präsent, aber seine Rolle enthielt fast keinen Text. Er war eben ein Darsteller und kein Schauspieler. (Wir stellen nicht die Filme, nur die links zur Verfügung) - A performer, a chameleon, that was him. He tried to become an actor. Nicolas Roeg occupied him in 1976 in The Man Who Fell From Earth as his alter ego. Bowie played an alien. He played Ziggy Stardust, so again Bowie. In West Berlin in 1978 he stumbled into David Hemming's Beautiful Gigolo, Poor Gigolo, which Bowie's disciples are always trying to win over. If you concentrate on the film's performance, you will fail. Bowie simply stands the costume of the gigolo and it fits into his collection! 1982 was both a curse and a blessing for Bowie. Musically he worked on Let's Dance, his most successful album and the beginning of his decline as an artist. In cinematic terms, he was seen alongside Catherine Deneuve in Tony Scott's debut The Hunger. Bowie must have liked this experimentally spun New Wave film in which everything has a surface shine! Only in Oshima's Merry Christmas Mr. Lawrence was Bowie allowed to act the following year! Here you didn't see the pop star anymore, but the British soldier Jack Celliers. He dared to play two leading roles in films that could never have been realised outside the 80s: Julian Temples Musical Absolute Beginners in bright candy colors and Jim Henson's puppet film Labyrinth. In both films Bowie sings and is cast - as himself. During the 80s Bowie suffered collateral damage as a musician like Tonight or Never Let Me Down and was not allowed to play leading roles anymore. Remarkable, however, are his cameos: In John Landis Into The Night Bowie plays the gentleman killer, in Martin Scorsese's The Last Temptation Of Christ Pontius Pilate and in Julian Schnabel's Basquiat even Andy Warhol. It was David Lynch who saved Bowie's career. In Twin Peaks: Fire Walk with Me he played a peculiar supporting role and in Lost Highway David Bowie gave us the fantastic title song that heralded his artistic comeback as a musician. Bowie again devoted himself entirely to the music and on the big screen he struck me for the last time in Christopher Nolan's The Prestige. Bowie was present, but his role contained almost no lyrics. He was an actor, not an actor. (We don't provide the movies, only the links)
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Ich bin wirklich erschüttert!
Ich bin wirklich erschüttert! Ich danke für die Liste, die ja nun posthum ist und für die Empfehlung mit Stream von Baal.
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Oh ja, ein schlimmer Tag! Ich
Oh ja, ein schlimmer Tag! Ich finde es gut, dass ihr euch auch mal mit dem Filmschauspieler beschäftigt, der David Bowie ja auch war.
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Keine Ursache, Baal hatte ich
Keine Ursache, Baal hatte ich auch nur durch Zufall entdeckt. - Klar, die Schauspielerei war ja fast ein wenig traurig in den 80ern als Absolute Beginners anlief.
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sehr inspirierend! vielen
sehr inspirierend! vielen dank! bowie einmal anders. ich hatte nie so richtig über seine zweite karriere nachgedacht.
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Seine besten Alben kamen ganz
Seine besten Alben kamen ganz zum Schluss. Als Schauspieler habt ihr ja ein einige streams von ihm gepostet. Klar, mich interessiert vor allem Die Reise ins Labyrinth, weil ich Jim Hensons Märchen liebe.
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Baal kannte ich noch nicht
Baal kannte ich noch nicht
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