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Der Pate 2 - The Godfather: 2 (1974) (Rating 9,1) DVD7861

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Der Pate 2 - The Godfather: 2 (1974) (Rating 9,1) DVD7861
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Do, 31/08/2017 - 10:10
Directed by: Francis Ford Coppola
Schauspieler: Al Pacino Diane Keaton Robert De Niro Lee Strassberg Robert Duvall John Cazale Talia Shire Michael Gazzo G. D. Spradlin Richard Bright Gastone Moschin Morgana King Marianna Hill Leopoldo Trieste Troy Donahue James Caan Abe Vigoda Danny Aiello Roger Corman Harry Dean Stanton
Video: Documentary

(DU FINDEST DIE DOKU "The Godfather" Reunion" AUF YOUTUBE) The Godfather II ist ein musikalischer Film. Der Score spielt eine noch grössere Rolle als im ersten Teil, klingt nostalgisch, klagend, so als wollte die Musik die Vergangenheit heraufbeschwören. Ein Klagelied, das unser Mitleid provoziert? Warum aber sollten wir Mitleid verspüren, dafür, dass ein Verbrecher-Regime unterging? Immerhin beruhte es auf Mord! Nino Rotas Musik aber bringt uns dazu, ganz andere Gefühle zu hegen. Im ersten Godfather erlebten wir, wie Michael Corleone (Al Pacino), der sich von seiner Familie absetzen wollte, schliesslich die Kontrolle über das Familien-Unternehmen übernahm. Er liess jegliche moralische Bedenken hinter sich und wandelte sich zu einer leeren Hülle. Was war noch menschlich an Michael? Steht der Soundtrack für sein Selbstmitleid? Als Michael in die Fussstapfen seines Vaters trat, verlor den Blick dafür, was Vito Corleone ausmachte: Vito Corleone war zuletzt ein Grossvater und Familienmensch, nur so gefährlich bzw. schlecht wie es eben nötig war. Er starb glücklich im Garten beim Spiel mit den Enkeln. Und Michael? Er ist nicht mehr als ein Geschäftsmann. Das wird pathetisch durch die Filmmusik unterlegt, aber kennt man so etwas nicht aus der Oper? Die Musik erweckt Gefühle, die unangemessen sind. Immer wieder wird diese Verkümmerung Michael unterbrochen durch Rückblenden, in denen wir den jungen Vito (Robert De Niro) in Italien erleben. Die Szenen in Sizilien und New York zeigen den Aufstieg eines jungen Mannes, der den Mafia Kodex in seinem Blut aufnimmt. Es ist Vito, der über die Dächer New Yorks klettert, einen Mann hinterrücks überfällt, ermordet und entkommt. Das Perfide an FILM an sich: Wir identifizieren uns mit dem Mörder. Dadurch, dass wir den jungen Vito kennenlernen, verstehen wir auch den alten viel besser. Sein Leben beruht auf dem, was man gemeinhin "Omerta" nennt: Es ist das Schweigegelübde der Mafia. Auch Michael ist davon betroffen. Er verändert sich, weil er das MUSS. Michael ist gezwungen, die Regeln einzuhalten. Nun sind es vor allem die Szenen mit Michael, die unsere Gefühle anregen. Coppola und sein Co-Autor Mario Puzo lassen uns teilhaben an den schwierigen, ja delikaten Entscheidungen Michaels. Er trifft auf Hyman Roth (Schauspiel-Lehrer Lee Strasberg), den Boss von Miami oder Sonny (James Caan), auf den geschossen wurde. Wer ist der Schuldige? Wie bei einem Schachspiel muss Michael seine Züge vorausplanen. Die gegnerischen Figuren aber sind oft verdeckt. Dann wohnen wir der Kommunion von Michaels Sohn bei, bis ihn seine Frau Kay (Diane Keaton) verlässt. Sie spürt es am meisten, wie kalt ihr Mann geworden ist. Ganz im Gegensatz zu Vito, vernachlässigt Michael die Familie, ist ganz und gar "Business"-Mann. Er kämpft darum, seinen Sohn zu behalten, doch um Michael herum wird es einsam. Zuletzt verdächtigt er sogar Tom Hagen (Robert Duvall), der stets wie ein Bruder zu ihm stand. Paranoia beherrscht Michaels Leben. Paranoia ist sein Verteidigungs-Reflex. Coppola zeigt, wie der einst stolze Kriegsheld unter dem Druck zusammenbricht. Er, der erfolgreiche Student, der ein ganz anderes Leben geplant hatte! Es ist Kay, die auch als Erste erkennt, was der Corleone Clan für ein kontrollierendes Monster darstellt! Ein Monster, das ihren Mann verschlang! Am Ende bleibt Michael niemand mehr, mit dem er reden könnte, dem er vertraut - bis auf seine alte Mutter (Morgana King). Die Konversation beider zeigt am deutlichsten, wie es um Michael letztlich steht... The Godfather II ist ein trauriger, bedrückender Film. Ein Werk, das den Verlust beklagt. Teil II bildet einen Kontrast zum ersten Godfather, in dem es darum ging, wie Don Corleone alte Werte gegen die moderne Gier verteidigte. Auch der junge Vito war ein simpler Mörder. Er reifte aber zu einem weisen, diplomatischen Mann heran und als er neben einem Strauch Tomaten im Garten verstarb, bedauerten wir das zutiefst. Ein ganzes Zeitalter war damit abgeschlosen. Für Michael hegen wir diese Gefühle nicht. Der grösste Unterschied der beiden Filme ist der, dass Vito sympathisch war, während sich Michael zum Bösewicht wandelte. Übrigens: Im All Time Ranking unserer Videothek stehen The Godfather I und II unter den Top 10, wobei der zweite Pate auf Platz 3 rangiert, während der erste "nur" die Nummer 9 einnimmt. Wer auf imdb recherchiert, erfährt, dass The Godfather I dort den zweiten Rang und The Godfather II den vierten einnimmt. Woher rührt dieser Erfolg? Immerhin kann uns Coppola nur einen höchst unsympathischen Charakter bieten? Ist es einzig wegen der handwerklichen Vorzüge? Der Kamera von Gordon Willis, dem Meister der Finsternis? Wegen Coppolas virtuoser Regie und dem epischen Drehbuch? Scheinbar ist es doch vor allem für unsere männlichen, nicht mehr ganz jungen Kunden ein Bedürfnis, ab und an in das Gehirn eines Paten abzutauchen.

Kommentare

Eure letzten Kommentare
Mimi-Leitz
Mimi-Leitz
Sa, 05/12/2020 - 15:10

Der zweite Teil macht den…

Der zweite Teil macht den Paten zum Epos
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