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pretty in pink
Fr, 10/04/2026 - 11:42
Es gibt nur ganz wenige Regisseure, die ein so einflussreiches wie unverwechselbares Werk erschaffen haben wie John Hughes. Nach wie vor werden seine Teenager Komödien zitiert, so dass wir von einem John Hughes Touch sprechen könnten. John Hughes kommt aus der Vorstadt von Chicago, wo er immer lebte. All seine Filme spielen dort. Hollywood musste zu ihm kommen, nach Illinois. Er prägte den Typus des ganz gewöhnlichen amerikanischen Teenager, am liebsten besetzt mit seinen eigenen Entdeckungen - Schauspieler, die wir später als Brat-Pack bezeichnen sollten, darunter Molly Ringwald oder Mathew Broderick. Seine Teenager nahm er immer ernst, er führte sie immer als Individuen mit ihren Hoffnungen und Problemen und Ambitionen vor. Hughes wusste, dass Teenager in den meisten Teenager Komödien nur ausgebeutet wurden. Er dagegen zeigte sie als Menschen. In seinen Filmen geht es um die Schönheit, erwachsen zu werden. Hughes verstand, dass man im Alter von 16 ernsthafter ist als man es jemals wieder sein wird. - There are very few directors who have created a body of work as influential and distinctive as John Hughes’. His teen comedies are still referenced today, so much so that we could speak of a ‘John Hughes touch’. John Hughes comes from the suburbs of Chicago, where he has always lived. All his films are set there. Hollywood had to come to him, to Illinois. He shaped the archetype of the ordinary American teenager, preferring to cast his own discoveries – ...

Filme in der Liste

FREE ON YOUTUBE Pretty in pink (1986) (Rating 8,0) DVD9026

FREE ON YOUTUBE Pretty in pink DVD9026

Es gibt eine ganze reihe dramatischer Szenen in John Hughes Pretty In Pink, meine liebsten Szenen aber sind die stillen, in denen ein Junge all seinen Mut zusammen nimmt, um das Mädchen anzusprechen. Wer erinnert sich noch, wenn die Träume so viel grösser sind als das eigene Selbstvertrauen? Um dieses Dilemma der Teenager-Zeit geht es in Pretty In Pink. Um diese Momente, in denen du denkst, genauso war es damals mit 16. Molly Ringwald spielt Andie Walsh, ein armes Mädchen aus einfachen Verhältnissen. Sie lebt bei ihrem arbeitslosen Vater (Harry Dean Stanton), dessen erste Worte morgens sind "Where Am I?" Andie arbeitet in einem Schallplatten Laden. Ihre Highschool ist voller reicher Snobs und in einen der reichen Jungs - Blane (Andrew McCarthy) - hat sich Andie verknallt. Ih bester Freund heisst Duckie (Jon Cryer). Ein Parade Beispiel für den Typ jungen, der meint, er könnte sich in das Herz eines Mädchens albern. Oder Iona (Annie Potts), die eine radikale Frisur nach der anderen trägt. Die Handlung ist alt: Das arme Mädchen verliebt sich in den reichen Jungen. Sie will nicht, dass er heraus findet, in welchem schäbigen Haus sie wohnt. Am Ende soll sie dann ihre wahre Liebe finden... LINK FULL MOVIE
Das darf man nur als Erwachsener - Sixteen candles (1984) (Rating 9,0) DVD6326

Das darf man nur als Erwachsener - Sixteen candles DVD6326

Sam passieren die schlimmsten Dinge, die ein Teenager mit 16 erleben kann: Ihre Grosseltern streuen Salz in die Wunden ihres geringen Busen-Wachstums; ihre gesamte Familie vergisst den Geburtstag, weil die Schwester einen öligen Osteuropäer heiratet; ihr Traum-Mann ist ein paar Semster älter und vergeben (scheinbar!) - dafür verfolgt sie ein junger Geek, ein Freshman! John Hughes filmt Teenager so, wie sie auch im Leben sind. 16 Candles ist keine Teenie-Klamotte, sondern einfühlsam und romantisch. Molly Ringwald spielt die Rolle der Sam, dass bestimmt jedes Mädchen ein Teil ihrer selbst in Sam entdeckt. Umgeben ist sie von skurrilen Grosseltern, einem dicken und gemeinen Bruder und jeder Menge Vollidioten. Hughes hält aber immer die Balance zwischen Party Slapstick und schüchternen Annäherungsversuchen des Paares. Sein Ensemble hält Hughes traumwandlerisch sicher zusammen und nie führt eine seiner Ideen weg von der Liebesgeschichte. So wild 16 Candles auch inszeniert zu sein scheint, in Wahrheit ist Hughes Film sehr treffsicher. Waren wir auch mal so? Sicher!
The breakfast club (1985) (Rating 8,5) DVD2903

The breakfast club DVD2903

Nichts passiert in The Breakfast Club, das überraschend wäre. Fünf Teenager müssen einen Samstag nachsitzen in der High School unter Bewachung des Direktors. Die Prom Queen (Molly Ringwald), der Physik Geek (Anthony Michael Hall), der muskelbepackte Sportler (Emilio Estevez), die Neurotikerin, die ihr Gesicht versteckt (Ally Sheedy) und der aggressive Underdog (Judd Nelson), dessen Anfeindungen das Gespräch ins Rollen bringen. An sich haben diese Fünf nichts miteinander zu tun und tragen das auch offensiv aus. Jeder hat etwas angestellt, weshalb er Samstags nachsitzen muss, das ist die einzige Gemeinsamkeit. The Breakfast Club ist keine Komödie und braucht keine Rahmenhandlung. Hier geht es nur um die Gespräche untereinander, den Abbau anfänglicher Vorurteile und Rollenbilder bis zum Happy Ending. The Breakfast Club unternimmt einen ehrlichen Versuch, Teenager so darzustellen, wie sie im Leben sind - und hat damit eine ganze Generation berührt!
L.I.S.A - Weird Science (1985) (Rating 8,0) DVD5408

L.I.S.A - Weird Science DVD5408

John Hughes, der Autoren-Filmer, der wirklich weiss, wie Teenager denken und fühlen, landet seinen dritten Hit in Folge: Sein Rezept ist die Kombination aus Teenager Fantasien und Frankenstein! Zwei Nerds (Hughes würde korrigieren: Geeks!) träumen von der perfekten Frau, die sie in echt nie haben können (so meinen sie). Es gelingt ihnen aber, ein perfektes Playmate am Computer zu entwerfen und auf einmal steht sie vor ihnen: aus Fleisch und Blut! L.I.S.A. ist aber viel mehr als nur eine wunderschöne Blondine, sie ist auch eine sensible Frau und Beraterin. Hughes dritter Film spielt mit Fantasy Elementen, folgt aber einer einfachen Wahrheit: Das Träume eben doch wahr werden! Vorausgesetzt man ist ein Geek wie eben die beiden Hughes Spezies in Weird Science: "A geek is a guy who has everything going for him, but he's just too young. By contrast, a nerd will be a nerd all of his life."
Ferris macht blau - Ferris Bueller's Day Off (1986) (Rating 9,0) DVD919

Ferris macht blau - Ferris Bueller's Day Off DVD919

In die Videothek gehen, runter zum Regal der 80er Komödien und ein paar Cover herausziehen. Mit der Freundin oder den Kumpels besprechen, welcher es denn heute sein darf. Natürlich! Eine John Hughes Teenager Komödie (selbstverständlich haben wir sie alle da in unserer Filmkunstbar Fitzcarraldo)! Ferris Bueller's Day Off ist das Meisterstückchen von Hughes, dem Philosophen der Adoleszenz. Ein reichlich ungewöhnlicher Film über einen Teenager, der die Schule schwänzt, um seinem besten Freund etwas Selbstachtung beizubringen. Die Therapie umfasst eine Chicago Rundfahrt inklusive aller Besichtigungen der Sehenswürdigkeiten wie des Sears Towers oder dem Board Of Trade. Matthew Broderick spielt Ferris, diesen Liebling aller, nicht nur an der Highschool! Mit viel Liebe zum Detail gibt er vor, krank zu sein, um mit seiner Freundin Sloane (die schöne Mia Sara) und seinem besten Freund Cameron (Alan Ruck) einen Tag zu verbringen. Zunächst scheints so, als ob es Ferris tatsächlich nur darum ginge - selbst in dem Moment, da er Cameron überredet, den Ferrari seines Vaters zu borgen. Es beginnt eine Tour durch Chicago, während der Ferris sogar auf der German-American-Day-Parade zum Mikro greift, um "Twist & Shout" zu singen (begleitet von der Marschmusik-Kapelle). Natürlich ist auch ein Besuch im Art Institute noch drin. Dann, ganz oben auf dem Sears Tower, drücken die Teenies ihre Gesichter an die Scheiben und betrachten die Autos unten, gross wie Ameisen. Das ist der richtige Moment, in dem Ferris seinem Freund Cameron etwas Selbst-Respekt im Angesicht seines materialistischen Vaters mitgeben kann! "Life goes by so fast"; sagt Ferris, der wie ein Priester klingt. Es verletzt ihn regelrecht, dass Cameron beschreibt, wie sein Vater den roten Ferrari herrichten liess, um dem Wagen einen ehrenvollen Platz in seinem Leben einzuräumen. Einen Platz, der Cameron selbst verwehrt blieb. In allen John Hughes Filmen stellen Erwachsene merkwürdige, fremde Kreaturen dar. Sämtliche Erwachsene, ganz besonders der Schuldirektor (Jeffrey Jones), sind stumpfe und eindimensionale Charaktere. Deshalb fällt auch die Lösung für alle Probleme Camerons denkbar simpel aus... Genau deshalb ist Ferris Bueller's Day Off ein so niedlicher, leichter, aber auch ziemlich skurriler Klassiker, den ich mir etwa ein Mal pro Jahr immer und immer wieder ansehe!
Ist sie nicht wunderbar? - Some Kind of Wonderful (1987) (Rating 7,6) DVD6756

Ist sie nicht wunderbar? - Some Kind of Wonderful DVD6756

Die meisten Filme sind nicht über Menschen. Sie handeln von Dingen. Zu diesen Dingen zähle ich auch Stars, die zum "Kult" wurden. Sie stehen nicht mehr für ihren Charakter, den sie spielen, sondern das Abenteuer des Films. Meistens gehts in Hollywood Filmen auch nicht um die Fragen des Lebens, sondern - Tak-Tak-Tak - um Handlung! John Hughes bildete mit seinen Teenager Filmen eine Ausnahme. Er hat sich immer interessiert für die kleinen Probleme des Heranwachsens und wie man zum "fertigen" Menschen reift. Some Kind of Wonderful, den Hughes produzierte und schrieb, ist so ein Film. Kein grosser Film, denn die Charaktere wirken fast wie Hughes Standarts und manchmal kommt er auch etwas schleppend in die Gänge. Es geht darum, ob der Held sein Mädchen kriegt - und mal im Ernst, wann gabs eigentlich zuletzt einen Film, der sich einzig um diese Frage herum bewegte? Eric Stoltz spielt Keith, einen etwas zotteligen Teenie, der - wie bei Hughes so üblich - der Aussenseiter in der Schule ist. Keith könnte eher als Künstler durchgehen, als Popularität an der High School zu erringen. Seine beste Freundin, die etwas jungenhaft wirkt (Mary Stuart Masterson) ist ebenfalls Aussenseiterin. Keith ist verknallt in Amanda Jones (Lea Thompson), die Sexbombe der Schule. Keith hat sogar einen Song für Amanda komponiert, doch sie ist zusammen mit einer ziemlich simplen Jungen reicher Eltern. Ich denke, das wären alle Zutaten für einen weiteren John Hughes Teenie Film nach bewährter Art. Alle Figuren, sie haben hier ein Recht darauf, "echt" zu sein und am Ende mochte ich sie alle! Amanda zum Beispiel ist nicht einfach nur ein unerreichbares, fernes Symbol, sondern eine junge Frau mit Gefühlen. In einer Szene spielt die beste Freundin von Keith den Chauffeur und ihr Dialog mit Amanda handelt nicht einfach bloss von Sex, sondern davon, ehrlich zu sich selbst zu sein.

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