FREE ON YOUTUBE (DU FINDEST DEN GANZEN FILM FREI AUF YOUTUBE) Stagecoach aus dem Jahr 1939 markiert den Beginn zweier Karrieren. John Ford hatte bereits einen Namen als Western Spezialist, doch Stagecoach sollte der erste wahrhaft grosse Western in der Geschichte Hollywoods sein. John Wayne kannte man nur aus einigen B-Movies. Stagecoach ist sein erster John Ford Western. Nach einigen Jahren kehrte John Ford hier zu dem Genre zurück, aus dem alle seine Ideen entsprangen. Gemeinsam mit John Wayne sollte er ein paar der grössten Western aller Zeiten drehen. Beide stellen eine der ikonischen Partnerschaften der Geschichte Hollywoods dar. Sie fanden zusammen an einem verheissungsvollen Punkt in Fords Karriere: Er war bereits 45 Jahre alt, hatte kurz zuvor den Oscar gewonnen und seit 1917 eine Reihe von Western inszeniert, einige stumm, andere mit Ton. Stagecoach aber markiert den Beginn eines Triumphs! Wohl kein zweiter Regisseur der Tonfilm-Ära vermochte so viele Meisterwerke in so kurzer Zeit aufeinander folgen lassen. Kein zweiter Autor war so oft für den Oscar nominiert bzw. erhielt ihn. Seit geraumer Zeit hatte Ford ein Auge auf Wayne geworfen, der noch Marion Morrison, Spitzname Duke, hiess. Für Stagecoach sah Ford Waynes Zeit gekommen und er entschied sich für den Neuen - gegen den Willen des Studios. Heute mag Stagecoach vielleicht nicht mehr besonders originell erscheinen, doch das liegt nur daran, dass der Western wie kein zweiter nachfolgende Filmemacher beeinflusste. Manchmal meint man, eine ganze Sammlung von Klischees zu sehen. In Wahrheit aber, handelts sich um Original-Erfindungen Fords: Die Hure mit dem Herz aus Gold, der gemeine Banker, der grissene Zocker oder die Heroine reinen Herzens. Ferner erlebt man Verfolgungsjagden mit der Kutsche und Fords geliebte U.S. Kavalerie. Kurz, es sind die Zutaten von Fords Weltbild einer paradiesischen Vergangenheit. John Ford war ein konservativer Utopist. Stets hält Stagecoach unserer Interesse aufrecht und ist dabei so elegant gemacht wie eine Symphonie. Ford gibt nicht alle Schlüsselszenen an Wayne, er führt eine ganze Reihe von Charakteren ein, mit denen er etwas zu erzählen hat. Dabei gewichtet er sie in etwa gleich. Hier kommen John Carradine als der Zocker, Thomas Mitchell als versoffener Doktor oder Donald Meek als reisender Geschäftsmann. Alle diese Figuren haben ihre eigene Geschichte und ihre guten Gründe, voller Wagemut durch das Indianer Gebiet zu reisen. Die stärkste Szene von Waynes Charakter, The Ringo Kid, ist die, als er sich als er sich für die Prostituierte Dallas stark macht und im Saloon insistiert, sie möge einen Tisch und ein Glas Wasser bekommen. Hier erleben wir John Wayne mit seiner mühelosen Autorität. "There's a cabin half built. A man could live there... and a woman. Will you go?", fragt Ringo Dallas. "But you don't know me--you don't know who I am", zögert sie. "I know all I wanna know." Wir zweifeln keine Sekunde, dass er meint, was er sagt. Wayne war 32 Jahre alt, gross und dünn; er konnte schön knurren, redete nicht zuviel und das, was er sagte, das nahm man ihm ab. Ford inszeniert ohne Eile und übertreibt es nie mit Schnitten. Immer achtet er auf den Hintergrund einer Action-Szene. Die Szenen mit Stunts aber sind grandios! Nehmen wir die, in welcher ein Apache zwischen zwei Pferden reitet. Keine Effekte hier - fällt er, könnte er sein Leben verlieren! Wayne spielt einen Helden, aber keinen Action-Helden. Er wird manifestiert als "Bad Guy" - The Ringo Kid wird per Anschlag gesucht - dennoch beschützt er die Kutsche und ihre Passagiere, insbesondere die Frauen. Das Bild der Native Americans im Film ist unaufgeklärt. Indianer sind schlicht die mörderischen Wilden. Die Frage, ob die Weissen ihnen ihr Land genommen haben, stellt sich nie. Ford sollte dieses Bil in den folgenden 25 Jahren hinterfragen und ins Gegenteil verkehren. Im Jahr 1939 aber teilte er diese simple Perspektive mit allen anderen Western. Zu Unrecht hatte man aber Ford lange als "Rechten" gesehen, vielleicht auch, weil er so lange mit Wayne arbeitete. In Wahrheit aber war er ein Liberaler. Er bewies das vor allem während der Hexenjagd zu Zeiten McCarthys. Weder Ford, noch Wayne waren Rassisten. Das Eingeborenen-Bild in Stagecoach ist eben schlicht naiv! Tief im Herzen ist Stagecoach ein sehr humanistischer Film. Alle Insassen dieser Reise bekommen ihr Gewicht, keiner wird abgelehnt oder bevorzugt. Stagecoach ist ein zivilisierter Western. - FREE ON YOUTUBE (DU FINDEST DEN GANZEN FILM FREI AUF YOUTUBE) Stagecoach from 1939 marks the beginning of two careers. John Ford already had a name as a Western specialist, but Stagecoach was to be the first truly big Western in Hollywood history. John Wayne was only known from a few B-movies. Stagecoach is his first John Ford Western. After some years John Ford returned here to the genre from which all his ideas originated. Together with John Wayne, he was to shoot some of the greatest westerns of all time. Both represent one of the iconic partnerships in Hollywood history. They found together at a promising point in Ford's career: He was already 45 years old, had won the Oscar shortly before and had staged a series of westerns since 1917, some silent, others with sound. But Stagecoach marked the beginning of a triumph! Probably no other director of the sound film era was able to produce so many masterpieces in such a short time. No other author was so often nominated for or received an Oscar. For quite some time Ford had been keeping an eye on Wayne, who was still called Marion Morrison, nicknamed Duke. For Stagecoach, Ford thought Wayne's time had come and he decided on the new one - against the will of the studio. Today Stagecoach may no longer seem particularly original, but that's only because the Western influenced like no other subsequent filmmaker. Sometimes you think you see a whole collection of clichés. In truth, however, it's about Ford's original inventions: The whore with the heart of gold, the mean banker, the big gambler or the heroine of the pure heart. Furthermore one experiences chases with the carriage and Ford's beloved U.S. cavalry. In short, they are the ingredients of Ford's world view of a paradisiacal past. John Ford was a conservative utopian. Stagecoach always upholds our interest and is made as elegant as a symphony. Ford doesn't give all key scenes to Wayne, he introduces a whole series of characters with whom he has something to tell. He weights them in about the same way. Here come John Carradine as the gambler, Thomas Mitchell as the drunken doctor or Donald Meek as the traveling businessman. All these characters have their own story and their own good reasons to travel through the Indian territory full of daring. The strongest scene in Wayne's character, The Ringo Kid, is when he insists that she be given a table and a glass of water when he stands up for Dallas the prostitute in the saloon. Here we experience John Wayne with his effortless authority. "There's a cabin half built. A man could live there... and a woman. Will you go?" asks Ringo Dallas. "But you don't know me--you don't know who I am," she hesitates. "I know all I wanna know." We don't doubt for a second that he means what he says. Wayne was 32 years old, tall and thin; he could growl nicely, didn't talk too much and what he said was taken away from him. Ford stages without haste and never exaggerates with cuts. He always pays attention to the background of an action scene. But the scenes with stunts are terrific! Take the one in which an Apache rides between two horses. No effects here - if he falls, he could lose his life! Wayne plays a hero, but not an action hero. He is manifested as "Bad Guy" - The Ringo Kid is searched for by a touch - yet he protects the carriage and its passengers, especially the women. The image of the Native Americans in the film is unsolved. Indians are simply the murderous savages. The question of whether the whites have taken their land away from them never arises. In the following 25 years, Ford was to question this image and turn it upside down. In 1939, however, he shared this simple perspective with all the other Westerners. But Ford had wrongly been seen as a "right wing" for a long time, perhaps because he had worked with Wayne for so long. In truth, however, he was a liberal. He proved this especially during the witch hunt in McCarthy's time. Neither Ford nor Wayne were racists. The native picture in Stagecoach is simply naïve! Deep in the heart, Stagecoach is a very humanistic film. All passengers of this trip get their weight, nobody is rejected or preferred. Stagecoach is a civilized western.
Kommentare
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Fulminanter Ur-Western an dem
Fulminanter Ur-Western an dem kritikbeeinflussende Faktoren einer undifferenzierten Darstellung der Indianer abperlen wie Wasser am Entenschwanz, da diese nur als Ur-Bedrohung und Motor installiert sind um die großartigen verschiedenen Charaktertypen und deren Individualitäten zu entwickeln...
Gut ist Böse, und Böse wird Gut...
(Natürlich nicht unbedingt seinerzeit... aber doch mittlerweile im Wandel der Zeit...;-) )
Die Stunts sind ebenfalls zeitlos in Größe und Erhabenheit, und nicht umsonst wird dieser Film eins ums andere in den Kritiken des neuesten Mad Max erwähnt...
Großes Schwarz-Weiss Kino in vielerlei Hinsicht...
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