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Greenberg (2010) (Rating 8,1) DVD1777

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Greenberg
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Do, 27/03/2014 - 16:55
Directed by: Noah Baumbach
Schauspieler: Ben Stiller Greta Gerwig Rhyas Ifans Jennifer Jason Leigh
Video: Trailer

Wenn du dich selbst nicht leiden kannst und deinen Weltschmerz auslebst, kostet es permanent Energie, sich versuchen zusammenzureissen. Du stösst die Menschen vor den Kopf, sie fühlen sich persönlich angegriffen. Irgendwann geben sie dich ganz auf. Wenn sie nur wüssten! Spätestens mit Greenberg ist mir klargeworden, was offensichtlich ist: Noah Baumbach gehört zu den Filmemachern, die einen zynischen Blick auf die Menschen werfen. Roger Greenberg ist ein Zyniker. Es war mir auch nie bewusst, welchen Typus der Komiker Ben Stiller am besten verkörpern könnte. Nun weiss ich es! Irgendwann einmal war Greenberg Mitglied einer Rockband, die kurz vorm Durchbruch stand. Durch seine Schuld kam es nie dazu. Er verliess L.A. und lebte wie ein Vertriebener in New York. Nun aber kehrt er zurück, um auf die Villa seines Bruders aufzupassen. Das ist nicht leicht für Greenberg. Er hat keinen Führerschein und ist nie erwachsen geworden. Ständig muss er die junge Haushälterin Florence Marr (Greta Gerwig) anrufen, um zu fragen, wo was liegt. Florence ist eine, die wir hier in Berlin gut kennen. Fertig mit der Uni, aber für den Arbeitsmarkt nicht zu gebrauchen (wie man so schön ausdrückt). Nun versorgt sie Greenbergs Bruder, macht die Einkäufe, versorgt die Kinder. Wäre Baumbachs Film eine romantische Komödie, müsste Florence die liebende Erlösung für Greenberg sein. Die Frau zum Heiraten. Es ist aber keine "RomCom". Florence sucht nach keiner Beziehung, sie hat gerade erst mit ihrer abgeschlossen. Ich habe eine Schwäche für Schauspielerinnen wie Greta Gerwig. Sie wirkt so vernünftig und offen. Nicht so künstlich zurechtgemacht wie ein Hollywood Star! Greenberg aber behandelt sie schlecht. Beide haben Sex miteinander, aber er kann seine Wutausbrüche nicht kontrollieren und weiss gar nicht, wie verletzend er ist. Greenberg erlebt auch die Reunion mit seinem alten Band-Freund Ivan (Rhys Ifans), einem schüchternen Briten, den er mal sehr verletzt hat. Ivan lebt in Scheidung und es geht ihm nicht gut - und trotzdem trifft er sich mit Greenberg! Wie gross die Schwierigkeiten Greenbergs sind, seine Mitmenschen zu verstehen, verdeutlicht auch das Treffen mit seiner ehemaligen Liebe Beth (Jennifer Jason Leigh). Was auch immer er sich verspricht - kann er den Ekel in ihren Augen nicht sehen? Die zentrale Beziehung des Films ist die zwischen Florence und Greenberg. Florence ist glücklich, wenn sie einfach nur etwas zu tun hat. Es geht ihr wahrlich nicht darum, ihrem Leben eine Richtung zu geben. Greenberg aber kreist ausschliesslich um sein Elend und reisst sie mit. Er ist genau derjenige, der ihr nicht gut tut, wie man so sagt. Es ist Ben Stillers Verdienst, einen aufregenden Spagat in der Rolle zu vollbringen: Wir mögen Greenberg nicht und doch beginnen wir, uns um ihn zu sorgen. Es ist nicht so, dass Stiller um Sympathie bettelt - er stiftet Identitfikation. Man muss den Helden eines Films unbedingt mögen. Es reicht, ihn zu verstehen. -

If you can't stand yourself and live out your world-weariness, it permanently costs energy to try to pull yourself together. You push people in the face, they feel personally attacked. At some point they give you up completely. If only they knew! At the latest with Greenberg it became clear to me what is obvious: Noah Baumbach is one of those filmmakers who take a cynical look at people. Roger Greenberg is a cynic. I was also never aware of what type of comedian Ben Stiller could best embody. Now I know! At some point Greenberg was a member of a rock band on the verge of a breakthrough. Due to his guilt it never happened. He left L.A. and lived like a displaced person in New York. But now he returns to look after his brother's villa. This is not easy for Greenberg. He has no driver's license and has never grown up. He constantly has to call the young housekeeper Florence Marr (Greta Gerwig) to ask where something is. Florence is one we know well here in Berlin. Done with university, but not usable for the job market (as one puts it so beautifully). Now she takes care of Greenberg's brother, does the shopping, takes care of the children. If Baumbach's film were a romantic comedy, Florence would have to be Greenberg's loving salvation. The woman to marry. But it is not a "RomCom". Florence isn't looking for a relationship, she's just finished with hers. I have a weakness for actresses like Greta Gerwig. She seems so reasonable and open. Not as artificially made up as a Hollywood star! But Greenberg treats her badly. Both have sex with each other, but he can't control his outbursts of rage and doesn't even know how hurtful he is. Greenberg also experiences reunion with his old band friend Ivan (Rhys Ifans), a shy Brit, whom he once hurt very much. Ivan lives in divorce and he is not well - and yet he meets Greenberg! How big Greenberg's difficulties are to understand his fellow men is also shown by the meeting with his former love Beth (Jennifer Jason Leigh). Whatever he promises - can't he see the disgust in her eyes? The central relationship of the film is that between Florence and Greenberg. Florence is happy when she simply has something to do. It's really not about giving direction to her life. Greenberg, however, revolves exclusively around his misery and sweeps her along. He is exactly the one who does her no good, as they say. It is Ben Stiller's merit to perform an exciting balancing act in the role: We don't like Greenberg and yet we start to worry about him. It's not that Stiller is begging for sympathy - he's creating identity. You have to like the hero of a movie. It's enough to understand him.

 

Kommentare

Eure letzten Kommentare
fitz
fitz
So, 06/03/2016 - 15:07

ch kann auch nach

ch kann auch nach mittellangem Sackenlassen nicht wirklich begreifen, warum der ersten Baumbach-Gerwig-Kollaboration "Greenberg", einer tragikomischen Odyssee mit Mumblecore-Infusion, so viel Unverständnis und Hass entgegenschlagen. Erklärungsversuche beginnen bei falschen Erwartungshaltungen - viele erwarteten sich eine Ben-Stiller-Paraderolle wie in "Night at the Museum" oder "Zoolander" oder... ach, es gibt ja so viele, und bekamen dann gänzlich anders gearteten Humor. Außerdem ist die Anschauung, Stillers Titelcharakter sei unglaublich unsympathisch, sehr weit verbreitet, und Kommentare wie "absoluter Freakfilm" disqualifizieren sich bei aller Liebe ohnehin von selbst.

Die Geschichte des verhinderten Musikers Roger Greenberg, der nach einem Nervenzusammenbruch einige Wochen lang auf das Haus seines Bruders aufpassen soll und dabei ein sehr eigenes Verhältnis zu dessen Haushälterin aufbaut, bietet sicherlich nicht für jeden Zuseher Einfühlungspotenzial, und man kann sich sicherlich darüber streiten, warum das so ist. Ein sehr interessanter Kommentar im IMDb-Forum hierzu konstatierte, die Menschen, die Greenberg für seinen Narzissmus anprangern, seien selbst zu narzisstisch, um Verständnis für ihn zu entwickeln und in direkter Folge den Film wertschätzen zu können.

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