Christopher Nolans Interstellar, in dem einige Astronauten zum anderen Ende des Universums aufbrechen, um einen Ersatz für die ausgeplünderte Erde zu suchen, ist ohrenbetäubend laut und ungeheuer rasant. Die Musik ballert nur so, auf dass in jeder Szene maximale Aufregung herrscht. Die einzelnen Charaktere posieren eitel vor uns und dürfen allerlei philosphisches Geschwurbel von sich geben. Dennoch mochte ich Interstellar, weil er sich ernsthaft um ein vollständiges Gedankengebilde bemüht. Ich kann mich an keinen SciFi erinnern, in dem derartig viele Figuren auflaufen: Vorneweg Matthew McConaugheys Cooper und Anne Hathaways Amelia Brand, Coopers Kollegin. Sie werden von allem getrennt, was ihnen lieb ist: Von ihren Angehörigen, ihrer Kultur, ihrer Geschichte. Nolan und sein Bruder Jonathan Nolan scheinen fest entschlossen, dem kühnen Rationalismus der ganz grossen Klassiker des Genres zu folgen. Science Fiction bedeutet hier, die Träume und Wünsche der menschlichen Rasse zu entwerfen, wie sie in Zukunft fort existieren möchte. Nolans Film scheint dabei die Idee einer nicht-rationalen Welt nie in Erwägung zu ziehen. Christopher Nolan, ein Logiker, ein reiner Ingenieur. Das Kabinettstück von Interstellar stellt die Befolgung der Prinzipien der Relativitäts-Lehre dar. Die Astronauten nehmen die Zeit wahr, abhängig von der eigenen Geduld. Wenige Minuten können hier Monaten auf dem Raumschiff entsprechen. Hier bedeutet Zeit alles! "I'm afraid of time."; ist eines der Argumente Amelia Brands gegenüber Cooper. Das trifft auf jeden zu in Interstellar. Die Uhr tickt und betrifft jeden möglichen Aspekt menschlicher Existenz. Offensichtlich fällt es mir schwer, eine zusammen hängende Rezension für Interstellar zu verfassen. Irritierend wirkt auf mich, dass hier die Schale weich ist und der Kern rauh. Im Gewande eines Films, der für meinen Geschmack zu sehr Blockbuster sein will, verbirgt sich eine interessante Science Fiction Idee. - Christopher Nolan's Interstellar, in which some astronauts set off to the other end of the universe to find a replacement for the plundered Earth, is deafeningly loud and incredibly fast. The music just blasts so that there is maximum excitement in every scene. The individual characters pose vainly in front of us and are allowed to give off all kinds of philosphic buzz. Nevertheless, I liked Interstellar, because he seriously strives for a complete construct of thoughts. I can't remember a SciFi with so many characters in it: First of all Matthew McConaughey's Cooper and Anne Hathaway's Amelia Brand, Cooper's colleague. They are separated from everything that is dear to them: from their relatives, their culture, their history. Nolan and his brother Jonathan Nolan seem determined to follow the bold rationalism of the great classics of the genre. Science fiction here means designing the dreams and desires of the human race as it wants to continue to exist in the future. Nolan's film never seems to consider the idea of a non-rational world. Christopher Nolan, a logician, a pure engineer. Interstellar's cabinet piece represents the observance of the principles of relativity. The astronauts perceive time, depending on their own patience. A few minutes here can correspond to months on the spaceship. Here time means everything! "I'm afraid of time."; is one of Amelia Brand's arguments to Cooper. This applies to everyone in Interstellar. The clock ticks and concerns every possible aspect of human existence. Obviously it is difficult for me to write a coherent review for Interstellar. I am irritated that the shell is soft and the core is rough. In the garb of a movie, which for my taste wants to be too much blockbuster, hides an interesting science fiction idea.
Kommentare
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Man kann ja sagen was man
Man kann ja sagen was man will, aber bereits bei dem Zitat "Du bist der beste Raumpilot den wir je.." überkam mich das dringende Gefühl den Kinosaal zu verlassen - was ich nicht tat - dennoch aber darin ausartete, dass wir nach den gefühlten fünf Stunden Orgelsoli dann uns in der riesigen Fensterscheibe des Kinos gespiegelt ebenfalls versuchten eine Botschaft zukommen zu lassen. Bitte nicht, geht doch einfach in den Hobbit. Der steht wenigstens zu seiner miesen Aufmachung. Was für grober Unfug.
Etwas später dann der Geistesblitz: Es ist doch etwas Gutes daran, das die Gravitation Zeit und Raum überwindet und wir dadurch Raumschiffe bauen können um die Erde zu verlassen: Das wir weiter machen können wie bisher.
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Leider etwas vorhersehbar und
Leider etwas vorhersehbar und sehr langsam inszeniert, ohne dabei viel an Tiefgang beizusteuern. Absolut kein Vergleich zu seinen früheren Filmen, vor allem nicht Memento. Kann man anschauen, muss man aber nicht.
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pseudo wissenschaft!
pseudo wissenschaft!
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Ein Science Fiction
Ein Science Fiction Meisterwerk, dass es mit den naturwisschenschaftlichen Fakten so ernst meint, wie Soylent Green oder andere Klassiker. Christopher Nolans absolut bester Film bisher!
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