Do, 27/03/2014 - 16:52
Directed by:
Claude Berri
Schauspieler:
Yves Montand
Gérard Depardieu
Daniel Auteuil
Elisabeth Depardieu
Ernestine Mazurowna
Marcel Champel
Emmanuelle Béart
Video:
Trailer
Was für ein heuchlerischer Bastard! Mitten in der schlimmsten Dürre benötigt der Bauer, der neu ist im Ort, einen Esel. Er muss Wasser aus der nahe gelegenen Quelle holen. Er bittet seinen Nachbarn um eine Leihgabe. Voller Mitgefühl und Sympathie erwidert der Nachbar, dass er leider nicht auf sein Maultier verzichten könnte. Er lehnt die Bitte ab mit einem Ausdruck tiefsten Bedauerns. Ganz so als wäre er einer der edelsten Menschen weit und breit... In Wahrheit aber nimmt er dem Bauern, der neu ist im Ort, jede Freude, jede Hoffnung und sogar die Zukunft. Jean de Florette ist eine gnadenlose Studie der menschlichen Natur. Diese Verfilmung nach Marcel Pagnol spielt in der Provence während der 20er Jahre. Es ist die Geschichte zweier Bauern, die das Glück ihres Nachbarn aus der Stadt systematisch zerstören, um ihm sein Land zu nehmen. Der Mann aus der Stadt heisst Jean de Florette (Gerard Depardieu), ein buckeliger Steuer-Beamter, der aus Idealismus aufs Land zog. Zusammen mit seiner schönen Frau und der Tochter versucht er einen Neuanfang als Bauer. Laut Karte gehört zu dem stück Land, das er erwirbt auch eine Wasser-Quelle. Dort will er Gemüse anbauen und Kaninchen züchten. Der alte örtliche Bauer (Yves Montand) und sein Sohn (Daniel Auteuil) aber haben schon lange ein Aug auf das Land geworfen. Nun sehen sie ihre Chance, es billig zu kaufen. Deshalb blockieren se die Quelle mit Beton und tun alles dafür, den Neuankömmling zu entmutigen. Jean de Florette gelingt der Start. Es regnet, das Gemüse gedeiht, die Kaninchen vermehren sich. Dann aber beginnt die Zeit der Dürre. Mit letzter Kraft versucht Jean de Florette, Wasser zu seinem Land zu schleppen. Es ist aussichtslos, das Land wird sterben. Da bittet er den Nachbarn um das Maultier und wird abgewiesen. Regisseur Claude Berri erzählt diese Geschichte nicht als Melodram, weil alle Motive von vorn herein klar sind. Es geht ihm nicht darum, Spannung zu erzeugen, sondern sämtliche Facetten menschlicher Gier aufzuzeigen. Der Mensch wird dem Land geopfert. Dafür hält sich die Kamera weit zurück. Im Mittelpunkt steht die Landschaft, etwa, wenn sich Regenwolken über Florettes Land sammeln und doch woanders abregnen. Er reckt seine Faust gen Himmel, fragt, weshalb er von Gott verlassen wurde. Doch es war nicht Gott, der ihn im Stich liess, sondern seine Nachbarn. Die Ungeheuerlichkeit ihres Verbrechens wird durch das langsame Tempo des Films noch unterstrichen. Ein unerträgliches Ende, doch dafür gibt es den zweiten Teil des Epos, Manon Des Sources DVD482 - What a hypocritical bastard! In the middle of the worst drought, the farmer, who is new to the village, needs a donkey. He needs to fetch water from the nearby spring. He asks his neighbour for a loan. Full of compassion and sympathy, the neighbour replies that unfortunately he could not do without his mule. He refuses the request with an expression of deep regret. As if he were one of the noblest people far and wide... In reality, however, he deprives the farmer, who is new to the village, of all joy, hope and even the future. Jean de Florette is a merciless study of human nature. This film adaptation after Marcel Pagnol is set in Provence during the 1920s. It is the story of two peasants who systematically destroy the happiness of their neighbour from the city in order to take away his land. The man from the city is called Jean de Florette (Gerard Depardieu), a hunchbacked tax official who moved to the countryside out of idealism. Together with his beautiful wife and daughter, he tries a new start as a farmer. According to the map, the piece of land he acquires also includes a water source. There he wants to grow vegetables and breed rabbits. But the old local farmer (Yves Montand) and his son (Daniel Auteuil) have had their eyes on the land for a long time. Now they see their chance to buy it cheaply. So they block the spring with concrete and do everything to discourage the newcomer. Jean de Florette succeeds in getting started. It rains, the vegetables thrive, the rabbits multiply. But then the time of drought begins. With his last ounce of strength, Jean de Florette tries to carry water to his land. It is hopeless, the land will die. So he asks the neighbour for the mule and is refused. Director Claude Berri does not tell this story as a melodrama because all the motives are clear from the start. His aim is not to create suspense, but to show all the facets of human greed. Man is sacrificed to the land. For this, the camera holds back a long way. The focus is on the landscape, for example when rain clouds gather over Florette's land and yet rain down somewhere else. He raises his fist to the sky, asking why he was abandoned by God. But it was not God who abandoned him, but his neighbours. The enormity of their crime is underlined by the slow pace of the film. An unbearable ending, but for that there is the second part of the epic, Manon Des Sources DVD482
Kommentare
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Do, 26/03/2015 - 17:42
Teil 1 des Epos nach Marcel
Teil 1 des Epos nach Marcel Pagnol über einen Idealisten aus der Stadt, der auf dem Land nicht das Paradies auf Erden findet, sondern missgünstige Nachbarn und den Tod.
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