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Jules and Jim - Jules und Jim - Jules et Jim (1962) (Rating 9,0) DVD1752

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Jules and Jim
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Do, 27/03/2014 - 16:53
Directed by: François Truffaut
Schauspieler: Jeanne Moreau Oskar Werner Henri Serre Marie Dubois Vanna Urbino Boris Bassiak
Video: Trailer

 Jules Et Jim eröffnet mit einer furiosen Karussell-Musiksequenz und einer atemlosen Einführung über zwei junge Männer, Jules und Jim, die sich in Paris um 1912 treffen. Einer ist Franzose, einer Österreicher. Sie bringen einander ihre Sprachen bei und übersetzen sich Gedichte. Jules sucht nach einer Freundin, doch nie klappt es so recht. Die Mädchen, die er "datet", sind entweder zu still oder sie reden zu viel oder es passt sonst etwas nicht. Also versucht ers mit einer Professionellen, aber das ist natürlich auch nicht der Weisheit letzter Schluss. Truffaut erzählt das alles ausgesprochen überschwänglich und immer so, als wüsste er bereits das Ende der Geschichte... 1962, mitten in der kreativen Explosion der Nouvelle Vague, kam Truffauts dritter Film in die Kinos. Wahrscheinlich der einflussreichste und auch beste Film dieser Reihe, die so radikal mit der Vergangenheit brach! So ungeheuer wirkte dieser Schub der Nouvelle Vague, dass ein paar Jahre später auch das amerikanische Kino mit den Stereotypen der Vergangenheit brechen sollte. Der Legende nach fand Truffaut den Original-Roman von Henri-Pierre Roche in einem Antiquariat. Der wiederum hatte die Dreiecksbeziehung um Jules und Jim nach eigenen Erlebnissen entworfen. Das bedeutet, dass die Original Catherine noch lebte, während der Film in den Kinos anlief. Die Original-Geschichte verlief wohl so, dass Catherine Jules heiratete und Jim erschoss. In Truffauts Umsetzung wird Catherine aber nicht zur Mörderin. Jim (Henri Serre) überlebt und nur einmal richtet Catherine (Jeanne Moreau) eine Pistole auf ihn. Alles beginnt heiter und beschwingt, doch der erste Weltkrieg naht, der nicht nur Europa brechen sollte, sondern auch unser Trio. Jules (Oskar Werner) und Jim wurden dazu geboren, um Freunde zu sein. Beide leben in Paris und beide wählen ein Leben aus Freiheit. Zunächst glaubt Jules in Therese (Marie Dubois) seine ideale Frau gefunden zu haben, nachdem sie einen anarchistischen Slogan an die Wand schreibt und daraufhin von ihrem Freund geschlagen wird. Therese ist eine, die Zigaretten mit dem brennenden Ende in den Mund nimmt, um den Rauch aus dem anderen Ende zu blasen. Letztlich findet Jules allerdings heraus, dass Therese wohl doch nicht die ideale Frau für ihn ist und erklärt es Jim so, dass sie Mutter als auch Tochter für ihn sei. In einer Skulptur entdecken die Freunde ihr Ideal: Ein Antlitz, schön, aber auch undurchschaubar. Diesen Ausdruck sollen sie im Gesicht von Catherine wiederfinden. Normalerweise teilen sich die Beiden ihre Freundinnen, diesmal aber nicht, wie Jules betont. Dennoch gehen die drei überall gemeinsam hin. Nach einem Strindberg Stück versucht Catherine ihren Freunden zu verdeutlichen, wie beeindruckend sie die Heldin fand (ganz anders als die Jungs). Catherine springt dafür einfach in die Seine. Das reicht als Erklärung! Natürlich haben sich beide in sie verliebt. Jules aber nimmt Catherine mit nach Österreich, um sie zu heiraten. Schliesslich trennt sie der Krieg: Jules und Jim stehen sich nun in feindlichen Lagern gegenüber. Erst nach dem Krieg besucht Jim das Ehepaar wieder, die mittlerweile eine Tochter haben. Die Ehe aber verläuft (natürlich) unglücklich. Obwohl Catherine davonläuft und Affären pflegt, bleibt Jules bei ihr - einfach, weil er ihre Natur versteht und sie liebt! Jules würde alles tun, um sie glücklich zu machen! Er würde Catherine nun sogar mit Jim teilen! Vielleicht wäre sogar eine Scheidung das Klügste, damit Jim Catherine heiraten könnte? Auch das würde die Freundschaft überleben! Catherine aber scheint wild entschlossen, sich immer so zu verhalten, wie es niemand erwartet. Sie schockiert die Freunde - wohl auch, um sie zu testen. Truffaut filmt entsprechend und wir müssen seinen Regie-Stil im Jahr 1962 als Offenbarung begreifen! Mit Leichtigkeit springt er durch das Geschehen, niemals verweilt er. Den Krieg erzählt er durch Footage Materialien (ganz so wie Welles' "Citizen Kane"), während sich die Kamera immerzu bewegt. Im Grunde bricht Truffauts Handkamera jede geltende Hollywood Regel. In dem Moment, da keine Zeit bleibt, uns das Geschehen zu zeigen, muss der Erzähler herhalten. Fast hechelt er hinterher. Der Erzähler soll später zu Truffauts Erkennungsmerkmalen werden. So atemlos schildert er die Geschichte, dass wir meinen, das Ende schon zu kennen, bevor es überhaupt begonnen hat. Manchmal frage ich mich, wie Jules Et Jim wohl geworden wäre, hätte Truffaut ihn traditionell gefilmt? Womöglich mit einer Psychoanalyse von Catherine? Besser? Wohl kaum. Im Grunde handelt Jules Et Jim doch von drei Menschen, die nicht akzeptieren wollen, dass ihr kurzer Moment des Glücks vorüber geht. Uns wird dieser kurze Moment in genauso rasanter Geschwindigkeit vorgeführt, so dass wir meinen, eine Komödie zu sehen. Falsch! Was bleibt ist Trauer. Womöglich ist es allein diese Trauer, die uns an das vergangene Glück erinnert.-  Jules Et Jim opens with a furious carousel music sequence and a breathless introduction to two young men, Jules and Jim, who meet in Paris around 1912. One is French, the other Austrian. They teach each other their languages and translate poems. Jules is looking for a girlfriend, but it never really works out. The girls he "dates" are either too quiet or they talk too much or something else doesn't fit. So he tries with a professional, but of course that's not the wisdom of the end. Truffaut tells it all very exuberantly and always as if he already knew the end of the story... In 1962, in the middle of the creative explosion of the Nouvelle Vague, Truffaut's third film came into the cinemas. Probably the most influential and also the best film in this series, which so radically broke with the past! This thrust of the Nouvelle Vague seemed so tremendous that a few years later American cinema would also break with the stereotypes of the past. Legend has it that Truffaut found the original novel by Henri-Pierre Roche in an antiquarian bookshop. He, in turn, had designed the triangular relationship around Jules and Jim based on his own experiences. This means that the original Catherine was still alive while the film was running in the cinemas. The original story was probably that Catherine married Jules and shot Jim. But in Truffaut's realization Catherine does not become a murderer. Jim (Henri Serre) survives and only once Catherine (Jeanne Moreau) points a gun at him. Everything begins cheerfully and upbeat, but the First World War is approaching, which should not only break Europe, but also our trio. Jules (Oskar Werner) and Jim were born to be friends. Both live in Paris and both choose a life of freedom. First, Jules thinks he has found his ideal wife in Therese (Marie Dubois), after she writes an anarchist slogan on the wall and is beaten by her boyfriend. Therese is one who puts cigarettes with the burning end in her mouth to blow the smoke out of the other end. In the end Jules finds out that Therese isn't the ideal woman for him after all and explains it to Jim that she is his mother as well as his daughter. In a sculpture the friends discover their ideal: a face, beautiful, but also inscrutable. They should find this expression in Catherine's face. Normally they share their friends, but not this time, as Jules points out. Nevertheless, the three go everywhere together. After a Strindberg play, Catherine tries to show her friends how impressive she found the heroine (very different from the boys). Catherine simply jumps into the Seine. That's enough to explain it! Of course both have fallen in love with her. But Jules takes Catherine to Austria to marry her. Finally the war separates them: Jules and Jim are now facing each other in hostile camps. Only after the war does Jim visit the couple again, who now have a daughter. But the marriage is (of course) unhappy. Although Catherine runs away and has affairs, Jules stays with her - simply because he understands her nature and loves her! Jules would do anything to make her happy! He would even share Catherine with Jim now! Maybe even a divorce would be the smartest way for Jim to marry Catherine? That, too, would survive the friendship! But Catherine seems wildly determined to always behave as nobody expects. She shocks the friends - probably also to test them. Truffaut films accordingly and we must understand his directing style in 1962 as a revelation! He jumps through the events with ease, never lingers. He tells the war through footage materials (just like Welles' "Citizen Kane"), while the camera keeps moving. Basically, Truffaut's handheld camera breaks every Hollywood rule. In the moment when there is no time to show us what is happening, the narrator has to serve. He almost pants afterwards. The narrator is later to become Truffaut's distinctive feature. He portrays the story so breathlessly that we think we already know the end before it has even begun. Sometimes I wonder how Jules Et Jim would have turned out if Truffaut had filmed him traditionally? Possibly with a psychoanalysis of Catherine? Better? Hardly. Basically, Jules Et Jim is about three people who don't want to accept that their brief moment of happiness passes. We are presented with this short moment at the same speed that we think we are seeing a comedy. Wrong! What remains is grief. Perhaps it is this sadness alone that reminds us of the happiness of the past.

Kommentare

Eure letzten Kommentare
wild and innocent
wild and innocent
Sa, 14/05/2016 - 13:30

Still Truffaut's best. What

Still Truffaut's best. What was so impressive about this film -- which I saw when it first came out -- was that it was a "period" picture that didn't seem "period" at all. Jules, Jim and Catherine were exactly like contemporary bohemians. Hitchcock once said he disliked "period" films because "You can never imagine people goign to the bathroom." Well in this one you can definitely imagine that.

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redonthehead
redonthehead
Mo, 12/10/2015 - 20:18

»Ich liebe dich, ich habe dir

»Ich liebe dich, ich habe dir gesagt warte. Fast hätte ich gesagt nimm mich, du hast mir gesagt: Geh...«

Kommen wir nun also zum großen Abschluss eines kleinen Rückblick auf Francois Truffaut und seinen Filmen, dem man der das Nouvelle Vague bildete, das gemeinsam mit Chabrol und Godard, und so kann man sich vor diesem Mann doch nur tief verbeugen für seine grandiosen Filme (u.a. dem Doinel-Zyklus), die er uns schenkte und so möchte ich nun abschließen mit einem seiner bedeutendsten Filme, einem Klassiker wie auch Meilenstein des Nouvelle Vague, "Jules und Jim" von Truffaut aus dem Jahre 1962, Truffauts bereits dritter Spielfilm und zudem basierend auf dem gleichnamigen Roman von Henri-Pierre Roché.

Und so bildet Truffauts erstmal einige Merkmale, man würde wohl sagen eines Liebesfilms bzw. um präziser zu werden einer Dreiecksgeschichte und ich möchte insofern fast behaupten, auf diese Art und Weise wie Truffaut jene Story regelt, ist für mich im Grunde genommen zeitlos. Und vielleicht sogar der Schönsten, die Handlung zwar schnell erklärt, aber auch faszinierend und vielschichtig gestaltet, ein Film um die Liebe, Freundschaft und das Leben dazwischen und die Tragik des Todes: Truffaut führt uns zurück in die Vergangenheit und ins Jahr 1912, in Paris: Österreicher Jules und der Franzose Jim sind Freunde, was sie einst verband war die Literatur und doch würden sie alles füreinander tun. Beide verlieben sich in diesselbe Frau, die unberechenbare und schöne Catherine, diese entscheidet sich aber anfangs noch für Jules...

Anderweitig stimmt natürlich auch die Besetzung bei diesem munteren Stück einer verzwickten Dreiecksgeschichte, so einmal legendär selbstredend und ohne Gleichen Jeanne Moreau in ihrer nahezu einzigartigen Rolle der Catherine, welche sie bis zum heutigen Tage berühmt machte und ich würde nicht zögern, jene Darstellung als eine ihrer besten zu bezeichnen und vergessen wir bitte nicht allein ihr Gesang ist bezaubernd und wundervoll. Und als Jules und Jim trumpfen einerseits der unvergessene Oskar Werner als Jules, sein Spiel hierbei wirklich und gerade erst durch jene Rolle lerne ich ihn lieben, sehr liebevoll und mit Einsatz verkörpert, genauso bestechend agierend dann letztlich auch Henri Serre als Jim, welcher wie die Liebe zu Catherine in sich spürt, doch gerade ihm wird, trotz späteren Glück, das tragischste von allen Schicksalen zugesprochen. Eine wahre Freundschaft und ein perfektes Zusammenspiel jener drei Akteure man spürt die Freude, man fühlt das Leid und auch rief in mir eine besondere Faszination hervor. Das was Freunde füreinander tun, Konflikte, Kontakte, aber auch Verständnis und Hilfsbereitschaft.

Truffaut selbst zeigt sich so natürlich in einer seiner großen Schaffensphasen, nicht umsonst wählte ich jenen Film hierbei als Abschluss so elitär aus. Und was Truffaut hier mit "Jules und Jim" kreierte ist selbstredend für mich auch großes Nouvelle Vague-Kino. Zugeben möchte ich an dieser Stelle, dass ich ehrlich gesagt auch recht wenig von diesem Film erwartete, muss wohl an dem Genre gelegen haben, aber schon in den erstem Sekunden zeigte sich mir, das was manche virtuoses und nahezu einzigartiges Truffaut-Kino nennen. Anfang einem Rauschzustand ähnlich, es beginnt mit solch Schwung, mut solchen Tempo mit so viel Heiterkeit und Eleganz (wie immer bei Truffaut). Wirklich grandios. Dennoch entwickelt Truffaut auch einen gewissen Grad an Melancholie, welche ab dann stets mitschwingt und auch leise zwischen Töne werden hierbei nicht gescheut. Truffaut hat nun mal Feingefühl und bietet genug faszinierender Aspekte, für mich besonders durch den ständigen Bilderrausch, fesselnd gehalten und ich bin mir fast sicher, dass es hierbei einige Sequenzen gab, die ich wohl nie vergessen werde, ob Anfang, ob Ende. Und doch mag sein Film trotz aller naiver Spielfreude und Charme, letztlich auch düstere Töne anschlagen und Truffauts Ader für einen Hauch von Poesie sollte eh allerseits bekannt sein. Ein weitreichender und vielfältig zu betrachtender Film. Dazu jedes Bild wie ein Fest (sicher: Kamera Raoul Coutard) und von einer solchen Schönheit geprägt, ich kann es nur mit den Worten ganz einfach: wunderbar beschreiben. Diese Präzision stets bemerkenswert wie auch Truffauts Regie.

Was sollte man nun noch erwähnen? Was darf man nun nicht vergessen? Ich bin verwirrt. Ich bin unsicher, so wohl Bewertung als Beschreibung des Gesehenen. Ich weiß es wieder...und auch hier wird wieder kräftig in der Literatur gestöbert, auch wenn nette Telefonzellen somit auch ausfallen müssen, aber auch hier wird der Chanson gewürdigt und Jeanne Moreau singt, das allein ist es doch schon Wert.

Abschließend möchte ich hier dann nur noch gesagt haben, dass "Jules & Jim" in seiner Machart absolut einbandfrei gestaltet ist, stets elegant schwingend zwischen heiterem Frohsinn und melancholisch-düsteren Ton, das ist großes Kino. Eine Aufwertung wird noch erfolgen, denn dieser Film zählt so zunächst für mich einmal zu den schönsten Liebesgeschichten der weiten Filmwelt. Am 6. Februar wäre Francois Truffaut 80 Jahre alt geworden, er starb bereits 1984 und doch lebt sein Vermächtnis weiter, in Form seiner Filme und ich bin ihm dankbar für jene. Und "Jules & Jim" ist dabei kurzum gesagt: Truffautstisch...

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