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The Leopard - Der Leopard - Il gattopardo (1963) (Rating 9,3) DVD728

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The Leopard
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Do, 27/03/2014 - 16:52
Directed by: Luchino Visconti
Schauspieler: Burt Lancaster (Fürst Fabrizio Salina) Alain Delon (Tancredi) Claudia Cardinale (Angelica Sedara) Paolo Stoppa (Calogero Sedara) Rina Morelli (Maria Stella)
Video: Trailer

Giuseppe Tomasi di Lampedusa, ein sizilianischer Aristokrat, schrieb sich die Geschichte eines alternden sizilianischen Adeligen (wohl nach dem Vorbild seines Grossvaters) vom Herzen. Nur einer kam später in Frage, dieses Epos zu verfilmen: Luchino Visconti, seines Zeichens sizilianischer Adeliger. Die Hauptbesetzung, die heute genauso alternativlos scheint, war 1963 allerdings ein Skandal: Warum durfte Hollywood Star Burt Lancaster Don Fabrizio, den Fürsten von Sizilien, spielen? Man raunte, ohne Lancaster wäre dieses Projekt nicht finanzierbar gewesen. Schliesslich erfolgte die Premiere von Il Gattopardo in einer um 40 Minuten gekürzten Fassung in Amerika - englisch synchronisiert! Welcher Teufel ritt Visconti da wohl? Als wir die Filmkunstbar Fitzcarraldo eröffneten, kam man an keine gepflegte DVD des Films heran. Seit der europäischen Premiere 1963 wurde das Werk eher stiefmütterlich behandelt. Ich zog während der 80er durch die West-Berliner Videotheken und suchte. Im Videodrom gabs schliesslich eine ordentliche Fassung. Dann die Sensation: Eine deutsche VÖ mit den geschnittenen 40 Minuten! Genau die könnt ihr heute bei uns für einen Euro leihen. Wer Il Gattopardo wiedersieht, bewundert vor allem Burt Lancaster. Ein Hollywood Star, der bereits "Indie" Filme machte, bevor es den Begriff überhaupt gab! Er spielt den Fürsten, der einen Lebensstil tief und innig liebt, der seinem Ende zugeht. Sein Don Fabrizio ist ein natürlicher Patriarch. Seine Autorität wurde ihm mit in die Wiege gelegt. Natürlich ist er sich seines Alters und auch gewisser amoralischer Tendenzen bewusst. Wir erleben ihn während eines philosophischen Gesprächs mit seinem Freund, dem Pater Pirrone. Fabrizio erklärt dem Kirchenmann, wie er in Zukunft Kompromisse eingehen muss, um das Wohl, den Stand seiner Sippe zu halten. Genau wie der Roman beginnt auch der Film während eines Familien-Gebets. Plötzlich findet man einen toten Soldaten draussen im Garten. Garribaldis Revolution hat vom italienischen Festland auf Sizilien übergegriffen. Die Tage der alten Ordnung, sie sind gezählt. Die Frau Don Fabrizios heisst Maria Stella und es ist offensichtlich, dass in ihrem Leben der eigene Status mehr zählt als ihre Person. Beide haben drei Töchter von mässiger Schönheit und einen nutzlosen Sohn. Don Fabrizios ganzer Stolz gilt deshalb seinem charmanten Neffen Tancredi (Alain Delon). Nur er wird die Sippe in eine verheissungsvolle Zukunft überführen. Tancredi ist ein Hitzkopf, der sich Garribaldi anschloss. Natürlich ist er kein Revolutionär, sondern Realist, der letzten Endes in der königlichen Armee Victor Emmanuels uniformiert sein wird. Don Fabrizio weiss genauso um die Zeitenwende, vor allem um die kommende Landreform. Er glaubt, dass es Zeit ist für seine Familie, eine vorteilhafte Heirat zu arrangieren. Während seiner sommerlichen Jagdpartien hört er von Don Calogero (Paolo Stoppa), der zu Reichtum durch kluge Investitionen kam. Er lädt Don Calogero zum Dinner ein, woraus Visconti eine scharf beobachtete Gesellschaftskomödie werden lässt. Der neureiche, plumpe und abgrundtief hässliche Geschäftsmann, der glaubt, Geld verliehe ihm Status, trifft auf den alten Adel. Visconti deutet vieles an, verliert sich jedoch nicht darin, zu sehr zuzuspitzen. Wir schmunzeln, wahren die Perspektive Don Fabrizios. Don Calogeros Frau erscheint nicht, da nicht repräsentativ, wohl aber seine wunderschöne Tochter Angela (Claudia Cardinale). Cardinale auf dem Gipfel ihrer Schönheit! Natürlich verstehen wir, weshalb Tancredi sich sofort verliebt. Don Fabrizio seinerseits ist bezaubert und so darf es zur arrangierten Ehe kommen zwischen Tancredi und Angela. Jeder andere Regisseur hätte daraus eine Seifenoper gemacht, nicht aber Visconti. Im Vordergrund steht die Sorge Fabrizios, in Zukunft ein weniger standesgemässes Leben führen zu können. Natürlich verstehen wir, dass der Adel die arbeitende Klasse ausbeutete (Visconti, ein Marxist, wusste das genauso!). Der Fürst aber ist ein so guter und stolzer Mann, der sich seiner Schwächen so deutlich bewusst ist und eine solche Liebe zum traditionellen Leben hegt - wie könnten wir ihn verurteilen? Die Sorgen, die seine Kompromisse bewegen, wir teilen sie! Da ist aber noch etwas anderes: Der Fürst ist ein Alpha-Tier, geboren, um zu führen. Weibliche Schönheit berührt ihn (obwohl er auch die Kritik der Kirche an seinem dekadentem Sein versucht, anzunehmen). Angelas Schönheit fasziniert ihn - genauso wie seinen Neffen Tancredi. Visconti kann ihm allerdings nicht erlauben, sein Entzücken in gesalbten Reden auszudrücken. Fabrizio drückt es einzig in Blicken und Gesten aus. Immerhin, der Fürst war bereits 45 Jahre alt - um 1860 zu alt, um seine Gefühle in Worte zu fassen. Il Gattopardo mündet in einer 40minütigen Ball-Szene. Ich denke, in der Geschichte des Kinos wurde die menschliche Sterblichkeit nie wieder so faszinierend gezeigt! Alles, was im Film vorkommt, wird in dieser Szene noch einmal verdichtet - und dafür sind keine Dialoge notwendig. Visconto kann darauf verzichten, irgendetwas zu verbalisieren - er lässt seine prachtvollen Bilder sprechen. Dieser Ball dokumentiert den Untergang des goldenen Zeitalters. Wir sehen es in den Gesichern der alten herrschenden Klasse Siziliens: Ihre Zeit ist gekommen. Sie sind nunmehr Geschichte. Während die Jungen unermüdlich tanzen, sehen die Alten zu, wie sich die Romanzen und Liaisons der Zukunft zusammen finden. Der Fürst schreitet wie ein Schatten durch die einzelnen Räume, isoliert vom bunten Treiben. Seine Gedanken, seine Leidenschaften, seine Trauer - wir sehen sie in Lancasters Gesicht. Bis zu der Szene, da wir unmittelbar teilhaben! Am Ende schenkt uns Visconti einer dieser Szenen, wegen der wir überhaupt ins Kino gehen! Wir haben den Fürsten, seine Persönlichkeit und Überzeugungen kennengelernt, und werden nun unverhofft in sein Gefühlsleben geworfen! Im besten Fall verleiht uns das Kino die Illusion, jemand anderen Lebens gelebt zu haben. Genau das geschieht am Ende von Il Gattopardo. - 

Giuseppe Tomasi di Lampedusa, a Sicilian aristocrat, wrote the story of an aging Sicilian nobleman from his heart (probably following the example of his grandfather). Only one person later came into question to film this epic: Luchino Visconti, his sign of a Sicilian nobleman. However, the main cast, which today seems just as alternative, was a scandal in 1963: why was Hollywood star Burt Lancaster allowed to play Don Fabrizio, the Prince of Sicily? It was whispered that without Lancaster this project would not have been financially viable. Finally the premiere of Il Gattopardo took place in America in a version shortened by 40 minutes - dubbed in English! What devil rode Visconti there? When we opened the Filmkunstbar Fitzcarraldo, you couldn't get a good DVD of the film. Since its European premiere in 1963, the work has been rather neglected. During the 80s I went through the West Berlin video stores and searched. Finally there was a good version in the Videodrom. Then the sensation: A German release with the edited 40 minutes! Exactly these you can borrow today for one Euro. If you see Il Gattopardo again, you'll admire Burt Lancaster. A Hollywood star who already made "Indie" movies before the term even existed! He plays the prince who loves a lifestyle deeply and intimately that is nearing its end. His Don Fabrizio is a natural patriarch. His authority was placed in his cradle. Of course, he is aware of his age and of certain amoral tendencies. We experience him during a philosophical conversation with his friend, Father Pirrone. Fabrizio explains to the churchman how, in the future, he will have to make compromises in order to maintain the welfare of his clan. Just like the novel, the film begins during a family prayer. Suddenly you find a dead soldier outside in the garden. Garribaldi's revolution has spread from mainland Italy to Sicily. The days of the old order, they are numbered. The woman Don Fabrizios is called Maria Stella and it is obvious that in her life her own status counts more than her person. Both have three daughters of moderate beauty and a useless son. Don Fabrizio's pride is with his charming nephew Tancredi (Alain Delon). Only he will transfer the clan into a promising future. Tancredi is a hothead who joined Garribaldi. Of course, he is not a revolutionary, but a realist who will eventually be uniformed in Victor Emmanuel's royal army. Don Fabrizio also knows about the change of times, especially about the upcoming land reform. He believes that it is time for his family to arrange a beneficial marriage. During his summer hunting season, he hears of Don Calogero (Paolo Stoppa), who made wealth through clever investments. He invites Don Calogero to dinner, which turns Visconti into a sharply observed social comedy. The nouveau riche, clumsy and abysmally ugly businessman, who believes that money gives him status, meets the old nobility. Visconti hints at many things, but doesn't get bogged down in overdoing it. We smile, keep Don Fabrizios perspective. Don Calogero's wife doesn't appear, because not representative, but his beautiful daughter Angela (Claudia Cardinale) does. Cardinale at the peak of her beauty! Of course we understand why Tancredi falls in love immediately. Don Fabrizio, for his part, is enchanted and so it may come to an arranged marriage between Tancredi and Angela. Any other director would have made it a soap opera, but not Visconti. In the foreground is Fabrizio's concern to be able to live a less befitting life in the future. Of course we understand that the nobility exploited the working class (Visconti, a Marxist, knew that as well!). But the prince is such a good and proud man who is so clearly aware of his weaknesses and has such a love for traditional life - how could we condemn him? The worries that move his compromises, we share them! But there is something else: the prince is an alpha animal, born to lead. Feminine beauty touches him (although he also tries to accept the Church's criticism of his decadent being). Angela's beauty fascinates him - as does his nephew Tancredi. But Visconti can't allow him to express his delight in anointed speeches. Fabrizio expresses it only in looks and gestures. After all, the prince was already 45 years old - around 1860 too old to put his feelings into words. Il Gattopardo leads into a 40-minute ball scene. I think in the history of cinema, human mortality has never been shown so fascinating again! Everything that occurs in the film is condensed once again in this scene - and there are no 

Translated with www.DeepL.com/Translator

Kommentare

Eure letzten Kommentare
nadescha.kontra
nadescha.kontra
So, 13/09/2015 - 21:49

danke für die kundige

danke für die kundige rezension eines films, den ich immer schon sehen wollte.

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