Die Rezensionen zu Ryan Goslings Debüt Lost River waren so durch und durch ätzend und hasserfüllt, dass ich ein narzistisches Kabinett-Stück erwartete. Die gute Neuigkeit: Lost River ist weit davon entfernt, schrecklich zu sein, denn dafür gibt es zu viele Ideen und visuelle Kompositionen. Die schlechte Neuigkeit ist die, dass Ryan Gosling seine Ideen aber nicht durch seine Regie zu ordnen vermag. An dieser Stelle könnte man eine Reihe grosser Regisseure nennen, von denen Gosling beeinflusst wurde - ein Anfänger wie er war allerdings schlecht beraten, sich gleich beim Debüt in solche Höhen schrauben zu wollen. In Lost River wird alles nur oberflächlich zusammen gehalten. Eine Vision ist an keiner Stelle erkennbar. Der sadistische Gangster Bully (Matt Smith) fährt nachts im Cadillac durch die Strassen einer verfallenen Stadt. Bones (Iain De Caestecker), ein ärmlicher Teenie sucht nachts in den Katakomben nach Kupferdraht, um seine arbeitslose Mutter Billy (Christina Hendricks) zu unterstützen. Der Familie droht die Zwangsräumung durch die Bank. Das Territorium aber, in dem sich Bones bewegt, gehört Bully. Er fackelt das Fahrrad ab von Bones und später das Haus seiner Freundin. Auf der Flucht vor Bully entdeckt Bones eine Allee, die von der Wildnis überwuchert wurde und im Wasser endet. Währenddessen macht Dave (Ben Mendelsohn), der neue Bank-Manager der Familie das Angebot, ihr Haus doch nicht räumen zu müssen. Derselbe Dave ist nachts in einem Fetisch Club aktiv, in dem die Lust bis an die Grenze zum Mord reicht. Lost River ist einer dieser sonderbaren Filme, den einige wenige bestimmt verehren für seine Bilder und schrägen Ideen und die es nicht kümmert, ob das alles nun zusammen gehalten wird oder nicht. Ich bin gespannt auf Goslings nächsten Film, denn eines hat er nun hinter sich: Alles riskiert, nichts gewonnen. - The reviews of Ryan Gosling's debut Lost River were so thoroughly corrosive and hateful that I expected a narcissistic cabinet piece. The good news: Lost River is far from being horrible, because there are too many ideas and visual compositions. The bad news is that Ryan Gosling is not able to arrange his ideas by his direction. At this point one could mention a number of great directors who influenced Gosling - a beginner like him, however, was ill-advised to screw his way to such heights on his debut. In Lost River everything is kept together only superficially. A vision is not discernible at any point. The sadistic gangster Bully (Matt Smith) drives at night in a Cadillac through the streets of a dilapidated city. Bones (Iain De Caestecker), a poor teenager is looking for copper wire in the catacombs at night to support his unemployed mother Billy (Christina Hendricks). The family is threatened with eviction by the bank. But the territory Bones moves in belongs to Bully. He burns down Bones' bike and later his girlfriend's house. On his escape from Bully, Bones discovers an avenue overgrown by the wilderness and ending in the water. Meanwhile, Dave (Ben Mendelsohn), the family's new bank manager, makes the offer not to have to vacate her house after all. The same Dave is active at night in a fetish club where the lust reaches the border of murder. Lost River is one of those weird movies that a few definitely adore for his pictures and weird ideas and doesn't care if it's all kept together or not. I'm looking forward to Gosling's next film, because he's now got one thing behind him: Risk everything, win nothing.
Kommentare
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Da will wohl jemand seinen
Da will wohl jemand seinen Mentor Nicolas Winding Refn kopieren.
Leider geht hier das Regie-Debut von Gosling, gehörig den Bach runter.
Außer den Audiovisionen, ist hier meiner Meinung nach, alles grottenschlecht.
Die Story zu abstrakt, zu intellektuell, zu pompös.
Was will uns der gute Ryan sagen?
Es ist einfach von allem zu viel.
Diese übertriebenen Darstellungen, total überzogene Charaktere.
Zusätzlich alles in Metaphern verschachtelt.
Für mich einfach ein typischer Blender.
Ich mag keine skurrilen Filme, doch dieser schießt blind die Taube vom Dach ab.
Was Refn noch ab und zu mit Story, unglaublicher Präsenz und Audiovisueller stärke vermittelt, besonders in "Drive", macht hier Gosling fast alles falsch.
Wieso bekommt so ein Ausnahme
Wieso bekommt so ein Ausnahme Thriller nur 6,5! Mindestens 7,00!
superschnell seid ihr! bin
superschnell seid ihr! bin ganz gespannt, obwohl die kritiken eher schlecht sind


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