Am besten passt die Beschreibung "Stunt" für Steven Knights Drama, obwohl es keine Action-Szenen gibt. Sein Film Locke ist so etwas wie ein transzendenter Stunt. Wir sehen dabei eine einzige Person, Ivan Locke (Tom Hardy) - und sonst niemanden. Er fährt Auto. Die Kamera bleibt nicht immer im Mobil, konzentriert sich aber ausschliesslich auf ihn, Locke. Er fährt nachts von Birmingham nach London. Locke steigt in seinen BMW, um seiner Frau entgegenzufahren. Er ist mit ihr telefonisch verbunden, genau wie mit all den Menschen, die er fluchtartig verlässt. In Echtzeit erleben wir diese Fahrt, während der er permanent telefoniert. Schritt für Schritt erfahren wir Lockes Hintergründe und Motive dabei. Er lässt als Bauleiter seine Kollegen im Stich am Vorabend einer wichtigen Lieferung und hofft, alles aus der Ferne dirigieren zu können. Er wird auch seine Familie im Stich lassen. Wieso unternimmt ein so gewöhnlicher Typ einen solchen Schritt, der ihn seinen Job kosten kann? Warum bricht Locke aus seiner geordneten Existenz aus? Der Film ist nicht perfekt und manchmal neigt Regisseur und Drehbuchautor Knight dazu, etwas abzuschweifen. Meistens passiert ihm das, weil er sich mit ästhetischen Spielereien aufhält. Dafür trifft der Film genau den richtigen Ton zwischen dem alltäglichen Horror und der Farce, die dem ganzen inne wohnt. Ein Anruf jagt den nächsten! So wird ein ziemlich detailliertes Bild unserer modernen Welt und diesem Mann gezeichnet. Im Grunde gleicht Knights Film einem Hörspiel aus dem Radio, so verknappt ist das alles inszeniert. Ein Hörspiel mit orangem Licht, das sich an der Windschutzscheibe spiegelt. - The description "Stunt" fits best for Steven Knights drama, although there are no action scenes. His movie Locke is something of a transcendental stunt. We see one person, Ivan Locke (Tom Hardy) - and no one else. He drives a car. The camera doesn't always stay in the mobile, but it's all about him, Locke. He goes from Birmingham to London at night. Locke gets in his BMW to meet his wife. He is connected to her by telephone, as well as to all the people he leaves in a hurry. We experience this journey in real time, during which he is constantly on the phone. Step by step we learn Locke's backgrounds and motifs. As site manager, he abandons his colleagues on the eve of an important delivery and hopes to be able to conduct everything remotely. He will also abandon his family. Why does such an ordinary guy take such a step that can cost him his job? Why is Locke breaking out of his orderly existence? The movie is not perfect and sometimes director and screenwriter Knight tends to digress a little. Most of the time this happens to him because he is busy with aesthetic gimmicks. But the movie hits the right note between the everyday horror and the farce inherent in the whole thing. One call follows another! Thus a rather detailed picture of our modern world and this man is drawn. Basically, Knights film resembles a radio play from the radio, it's all staged in such short relief. A radio play with orange light reflected on the windscreen.
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A fascinating portrait of
A fascinating portrait of contemporary working class (anti)hero, Locke is the demonstration that the quality of cinema is not directly dependent to the amount of money invested. Here with two cameras and one (great) actor the director is able to give rise to a whole world of anger, lost opportunities and sudden bursts of humour.
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Erfrischendes Kammerspiel um
Erfrischendes Kammerspiel um die Themen Loyalität, Ehrlichkeit und Verbindlichkeit. Die Geschichte, die diese Keywords hervorbringt, mag vielleicht ein wenig konstruiert wirken, hat aber ein entscheidendes Spannungsmoment. Dabei hat die Kamera keinen leichten Job, denn beim Filmen dieser Autofahrt bleibt nicht viel mehr, als mit Unschärfen und Lichtreflexionen zu jonglieren, was aber gelingt. Hardy macht es einem sehr einfach, Empathie für seine ausweglose Situation zu empfinden und letztlich steht er in diesem Licht aus Straßenlaternen und Scheinwerfen da wie ein tragischer Held. Nur der Schluss hätte eine gewisse Wendung vertragen können.
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A well-done character study,…
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