Do, 27/03/2014 - 16:53
Directed by:
Vincent Gallo
Schauspieler:
Vincent Gallo (Billy Brown)
Christina Ricci (Layla)
Anjelica Huston (Janet Brown)
Ben Gazzara (Jimmy Brown)
Kevin Corrigan (Goon)
Mickey Rourke (Bookie)
Rosanna Arquette (Wendy)
Jan-Michael Vincent (Sonny)
Video:
Trailer
Ich denke, Vincent Gallo MUSSTE Buffallo '66 machen. Ein Film, der einem tiefen, inneren Bedürfnis entspringt und viele noch unausgereifte Ideen enthält. Das ist gut, auch wenn es nicht so klingen mag! Denn: Wie viele Filme langweilen, weil sie gelangweilt herunter gefilmt werden? Gallos Billy Brown aber steht unter Druck. Er implodiert fast! Genauso Gallo. Und genauso Christina Riccis Layla. Fast wirkt es so, als ob Ricci tun und lassen durfte, was sie wollte. Gallo jedenfalls spielt Billy Brown, der gerade aus dem Gefängnis entlassen wird. Auf seine eigene Art. Draussen, vor dem Knast, wartet er eine Weile. Dann klopft er an der Tür, fragt den Wärter, ob er noch einmal aufs Clo gehen darf. Dann nimmt er den Bus. Er geht in ein Restaurant, wird abgewiesen und nimmt eine Stunde Stepptanz. Dann entführt er einfach Layla, die dort Schülerin ist. Er erklärt ihr, dass sie entführt wird. Während Billy seine Eltern besucht, muss sich Layla allerdings als seine Freundin ausgeben. Das hat Humor, denn Layla sieht aus wie die Kreuzung aus Barbie und einer Hure. Noch besser; bevor sie eintreten, erkundigt sich Layla ängstlich, ob die Eltern Vegetarier sind. Sie isst kein Fleisch. Billys Vater (Ben Gazzara) spricht kein Wort während des Besuchs. Na, zumindest fast keins. Die Mutter (Anjelica Huston) glotzt ausschliesslich gebannt auf den Fernseher. Dann sagt "Papa" doch etwas: "I love my little daughter. Daddy loves his daughter." Dann legt er Sinatra auf. Gallo hat laut Wikipedia alles in seinem echten Elternhaus gedreht. Leicht vorzustellen, dass Gallos Kindheit eine einzige offene Wunde sein dürfte. Nimm die Szene, da ihn "Mama" mit Doughnuts füttert, obwohl Billy allergisch reagiert. Dann schwillt seine Gesicht an, doch sie füttert ihn einfach weiter. Gallo war damals, 1998, bereits eine Indie Legende. Der unrasierte Typ mit dem gespenstischen Blick mit einem Faible für ausgefallene und experimentelle Regisseure. Er hatte bereits eine Reihe guter Auftritte und durfte nun endlich seinen ersten eigenen Film inszenieren. Klar, dass er versucht, eine ganze Reihe Ideen miteinander zu verbinden, die an sich wenig miteinander zu tun haben. Aber Gallo hat eben nur diesen Film und alles sollte hinein passen! Nach und nach lernen wir Billys Geschichte kennen (ganz im Gegensatz zu Laylas übrigens). Wir erfahren, dass er Geld wettete, dass er gar nicht besass. Sein Buchhalter (Mickey Rourke) erliess ihm die Schulden, unter der Bedingung, dass er für einen anderen Typen ins Gefängnis geht. Wie auch immer; es geht in Gallos Debüt nicht um die Entwicklung einer Geschichte und auch nicht darum, wie man alles auflöst. Alles scheint improvisiert. Allein Riccis Layla: Warum stürzt sie sich so in ihre Rolle der "Frau", wo sie doch Billys Gefangene ist? Einfach aus dem Grund, weil das interessanter ist. Konventionell wäre gewesen, dass sie einfach eine verängstigte Geisel ist. Aber in Buffalo '66 ist nichts konventionell. - I think Vincent Gallo MUST do Buffallo '66. A film that springs from a deep inner need and contains many immature ideas. That's good, even if it doesn't sound like it! Because: How many films are boring because they are bored and filmed down? But Gallos Billy Brown is under pressure. He almost implodes! Just like Gallo. And just like Christina Riccis Layla. It almost seems as if Ricci was allowed to do what she wanted. Gallo plays Billy Brown, who is just being released from prison. In his own way. Outside, in front of the prison, he waits a while. Then he knocks on the door, asks the guard if he can go back to the Clo. Then he takes the bus. He goes to a restaurant, is rejected and takes an hour of tap dancing. Then he simply kidnaps Layla, who is a student there. He explains to her that she is being kidnapped. While Billy is visiting his parents, Layla has to pretend to be his girlfriend. This is humorous, because Layla looks like a cross between Barbie and a whore. Even better, before they enter, Layla anxiously inquires whether the parents are vegetarians. She doesn't eat meat. Billy's father (Ben Gazzara) does not speak a word during the visit. Well, at least almost none. The mother (Anjelica Huston) is staring at the TV. Then "Papa" says something: "I love my little daughter. Daddy loves his daughter." Then he plays Sinatra. According to Wikipedia, Gallo shot everything in his real home. It's easy to imagine that Gallo's childhood might be a single open wound. Take the scene as "Mama" feeds him doughnuts even though Billy is allergic. Then his face swells, but she just keeps feeding him. Gallo was already an indie legend back in 1998. The unshaven guy with the spooky look and a soft spot for fancy and experimental directors. He already had a number of good appearances and was finally allowed to stage his first own film. It goes without saying that he tries to combine a whole series of ideas that have little to do with each other. But Gallo only has this film and everything should fit in! Little by little we get to know Billy's story (in contrast to Laylas by the way). We learn that he bet money, that he didn't own anything. His accountant (Mickey Rourke) forgiven him the debts on the condition that he goes to jail for another guy. Anyway, Gallos debut isn't about developing a story, nor about how to solve everything. Everything seems improvised. Riccis Layla alone: Why does she throw herself into the role of the "woman" when she is Billy's prisoner? Simply because it's more interesting. Conventionally, she would have simply been a scared hostage. But in Buffalo '66 nothing is conventional.
Translated with www.DeepL.com/Translator
Kommentare
Eure letzten Kommentare
Mo, 22/02/2016 - 10:49
Etwas holprig und unbeholfen
Etwas holprig und unbeholfen wird die Hintergrundgeschichte von Billy in die Handlung eingefügt, lässt man sich darauf aber trotzdem ein, hat man einen süßen kleinen Indie-Film, der die Psyche eines sehr distanzierten und kühlen Mannes ergründet. Die Entwicklung am Ende geschieht meiner Meinung nach ein bisschen zu aprupt und lässt die Handlung leider ins unrealistische abrutschen. Für verlorene Seelen trotzdem ein anprechender und evlt. tröstender Film?
- Anmelden oder Registieren, um Kommentare verfassen zu können


Werde Teil der Community
Schreibe Kommentare, vote für Deine Favoriten oder sende uns Deinen Film-Vorschlag.