Feedback senden

Logo Cinegeek

Logo Cinegeek

Hauptnavigation

  • Home
  • Filmlisten
  • Filme
  • News & Events
  • Filmkunstbar
Login

Irreversible - Irreversibel - Irréversible (2002) (Rating 7,5) DVD1315

Sortierung
Datum
A-Z
Likes
aufsteigend
absteigend
Irreversible
0
Zum Liken bitte hier einloggen
Do, 27/03/2014 - 16:53
Directed by: Gaspar Noé
Schauspieler: Monica Bellucci (Alex) Vincent Cassel (Marcus) Albert Dupontel (Pierre) Jo Prestia (La Tenia) Philippe Nahon (Philippe) Stéphane Drouot (Stéphane) Mourad Khima (Mourad)
Video: Trailer

Es gibt niemanden, den Irreversible kalt lässt. Immer, wenn ich die DVD zurückbekomme, gibt's eine Diskussion an unserem Video Tresen der Filmkunstbar Fitzcarraldo. Warum muss die Kamera, unbeweglich und eine halbe Ewigkeit, zeigen, wie eine Frau vergewaltigt wird? Weshalb wird das Gesicht eines Mannes mit dem Feuerlöscher zerschlagen? Muss man das ertragen? Zunächst - und das ist für mich wesentlich: Irreversible wird rückwärts erzählt. Wir kennen das von anderen Filmen aus der Zeit, aber nie kam es mir wirkungsvoller vor. Warum? Nun, wäre eine traurige Liebesgeschichte nicht noch tragischer, könnte man die Zukunft sehen? Man überlege einmal, Irreversible wäre "normal" gefilmt worden. Wir würden also ein Liebespaar sehen bei ungezwungenem Sex. Glücklich. Alex (Monica Bellucci) und Marcus (Vincent Cassel)lieben sich über alle Massen. Sie verbringen Zeit miteinander, haben Spass und dann wieder Sex. Dann erleben wir sie auf einer Party. Alex trägt ein Kleid, das kein Geheimnis daraus macht, wie schön ihr Busen ist. Dann folgen wir Alex in einen dunklen Tunnel. Sie ist ganz allein. Ein Zuhälter spricht sie an, belästigt sie, vergewaltig und schändet sie minutenlang. Die Kamera verharrt. Es gibt keine Schnitte. Dann folgen wir Marcus, wie er den Zuhälter in einen S&M Club verfolgt. Ein Mann, der dem Peiniger ähnlich sieht, wird brutal zusammengeschlagen, ja gefoltert. Kaum erträglich. Was für ein Film wäre Irreversible geworden, der nicht mit diesen zwei Gewaltszenen beginnt, sondern langsam darauf aufbaut? Wäre das nicht ein fundamental anderes Werk geworden? Irreversible mutet uns das Schlimmste zu Beginn zu und endet schliesslich in den Tagen der wahren Liebe. Wir nehmen diese Tage ganz anders wahr. Und die Gewalt? Vor jeder Rache steht Gewalt. Hier aber wird der Vergewaltiger bestraft, bevor er seine Tat begangen hat. Stattdessen erleben wir Marcus als das brutale Monster. Ironischerweise rächt er sich sogar an dem falschen Mann! Rückwirkend betrachten wir auch die Partyszenen in einem anderen Licht. Alex, in ihrem irren Kleid, wirkt weniger sexy als vielmehr in Gefahr. Irreversible zeigt Alex nie als Sex-Objekt, sondern las liebevolle Partnerin. Später wird sie sich heftig gegen die Vergewaltigung wehren, jedoch umsonst. Jede Taktik probiert sie aus - erfolglos. Alex ist eine Überlebens-Kämpferin, eine starke Frau. Argumentiert Irreversivle durch seine Struktur nicht viel heftiger gegen Gewalt als hätte Regisseur Gaspar Noe ihn geradlinig erzählt? Entgeht er so nicht der Falle, uns zu blinder Rache anzuheizen? Noe treibt uns nicht dazu, eine Rache-Geschichte befriedigt zu konsumieren. Er verlangt von uns, das Gesehene viel stärker zu reflektieren. Irreversible ist eben kein Exploitation Film, sondern ein moralischer Film. - There's no one Irreversible would leave cold. Whenever I get the DVD back, there's a discussion at our video counter of the film art bar Fitzcarraldo. Why does the camera, immobile and half an eternity, have to show how a woman is raped? Why is a man's face smashed with a fire extinguisher? Does one have to endure that? First of all - and this is essential for me: irreversible people are told backwards. We know this from other films from that time, but it never seemed more effective to me. Why? Well, wouldn't a sad love story be even more tragic, could one see the future? Think about it, irreversible people would have been filmed "normally". So we would see a couple of lovers having casual sex. Happy. Alex (Monica Bellucci) and Marcus (Vincent Cassel) love each other above all else. They spend time together, have fun and then have sex again. Then we experience them at a party. Alex wears a dress that makes no secret of how beautiful her breasts are. Then we follow Alex into a dark tunnel. She is all alone. A pimp approaches her, harasses her, rapes her and rapes her for minutes. The camera remains. There are no cuts. Then we follow Marcus chasing the pimp into an S&M club. A man who looks like the tormentor is brutally beaten up, even tortured. Hardly bearable. What kind of film would have become irreversible, which doesn't start with these two violent scenes, but slowly builds on them? Wouldn't that have been a fundamentally different work? Irreversible ones are the worst for us at the beginning and finally end in the days of true love. We perceive these days quite differently. And the violence? Every revenge is preceded by violence. But here the rapist is punished before he has committed his deed. Instead we experience Marcus as the brutal monster. Ironically, he even takes revenge on the wrong man! Retroactively we also look at the party scenes in a different light. Alex, in her crazy dress, looks less sexy than in danger. Irreversible never shows Alex as a sex object, but read loving partner. Later she will defend herself violently against the rape, but for nothing. She tries every tactic - without success. Alex is a survival fighter, a strong woman. Doesn't Irreversivle's structure argue more strongly against violence than director Gaspar Noe would have told him in a straight line? Doesn't he escape the trap of fuelling our blind revenge? Noe doesn't drive us to consume a revenge story satisfied. He asks us to reflect what we have seen much more strongly. Irreversible is not an exploitation film, but a moral film.

Kommentare

Eure letzten Kommentare
Rising Alice
Rising Alice
Do, 25/02/2016 - 18:03

Wenn Irreversible mit einem

Wenn Irreversible mit einem fertig ist, möchte man sich in eine warme decke wickeln und seine mutter anrufen.

Ein film, der sich geschmeidig um eine, einzig bedeutsame szene herumwindet:
Ein Tunnel. Vergewaltigung. Ungeschnitten.
Die kamera kniet sich aus nächster nähe vor das geschehen und die darbietung kriecht dahin ohne eile,
sie will sichergehen dass der moment in dem man versucht sich mit dem opfer zu identifizieren, nicht nur gewöhnlich oberflächlich distanziert streifen kann.
Sie will dass man innerlich splittert vor scham zuzusehen ohne die augen niederzuschlagen, und sich zugleich unendlich beschmutzt, klein und hilflos gegenüber dem Ereignis zurückgelassen wiederfindet.
Die zerrenden klänge die diese bilder untermalen, hallen wie ein sägewerk im kopf wider, während man versucht sich zu sammeln und zu ergründen, was genau dieses werk in einem anrichtet und erzeugt.
Ob es nun blutige fantasien entkoppelt, oder aber gänzlich nicht verstört, so sind wir doch gezwungen der unschönen und so gar nicht sozialen, moralischen, pazifistischen fratze unserer wahren natur zu begegnen. Zweifelsohne, ein sardonischer geniestreich.

Simona
Simona
Do, 14/01/2016 - 19:35

Mir war die

Mir war die Vergewaltigungsszene einfach zu viel. Ich weiß nicht, ob man so etwas so lange zeigen darf. Nichts gegen den Film als Ganzes.

Werde Teil der Community

Schreibe Kommentare, vote für Deine Favoriten oder sende uns Deinen Film-Vorschlag.
Jetzt loslegen

Cinegeek.de

  • Startseite
  • Filmlisten
  • Filme
  • Filmkunstbar Fitzcarraldo
  • Impressum
  • Datenschutzerklärung
  • AGB

Erreiche uns

  • Feedback
  • Google-Maps

Folge uns

  • Facebook
  • Instagramm
  • Tripadvisor
  • Yelp

Cinegeek ist ein soziales Netzwerk für Filmgeeks.

  • ...und gehört zu unser kleinen Videothek in Berlin-Kreuzberg
Webdesign by: schiene3_logo.png

Main navigation

  • Home
  • Filmlisten
  • Filme
  • News & Events
  • Filmkunstbar
  • Login
  • Feedback senden