Fast niemand in Kevin Smiths Clerks arbeitet - es sei denn als Dealer oder Einbrecher. Dabei ist das Charmante an Clerks, dass der Film fast rund um die Uhr während der Arbeit abläuft. Der "Held" heisst Dante Hicks und er arbeitet in einem Laden, sein Kumpel Randal gleich nebenan in einem Videogeschäft in einer Mall in Asbury Park, New Jersey. Dante und Randal sind frustrierte, schlecht bezahlte Bedienungen. Sie sehen so aus, als ob sie sich von Kleinauf nur von Burgern und Junk ernährt hätten. Beide sind müde und gelangweilt, haben kein Glück mit der Liebe und ihr "Service" den Kunden gegenüber wirkt eher wie ein langer psychologischer Test (für Bekloppte). Brian O'Halloran spielt Dante, dessen Job und Privatleben eins sind. Dante ist 22, hat das College geschmissen und trifft sich manchmal mit Veronica (Marilyn Ghigliotti), die immerzu redet, während er aber noch an seine Ex denkt und was sie gerade so macht (sie hat sich gerade verlobt!). Dantes Leben gleitet ihm davon. Es führt zu Nichts und nach Nirgendwo. In der Dämmerung beginnt sein Tag. Dante schläft in seinen Klamotten. Dann trinkt er Kaffee. Mit den Kunden redet er über Pornos und darüber, dass einer wohl ein Metall Star aus Russland ist. Randal im Laden nebenan, hat solch eine schlimme VHS Auswahl zu bieten, dass er selbst eher zur nächsten richtigen Videothek muss, um einen Film zu bekommen. Die Kunden fragen nach Filmen mit "dem Typen, der das und das an hatte und das oder jenes tat". Alles klar? Die meisten Kunden sind verschroben und stellen Theorien auf, wie und ob Star_Wars fortgesetzt werden kann (damals stand das ja noch buchstäblich in den Sternen). Draussen wartet zu jeder Zeit Silent Bob (Kevin Smith selbst), ein äusserst erfolgloser Dealer. Das Kunststück von Clerks besteht darin, dass es zwar nur einen Spielort gibt (den Laden) - Smith es aber dennoch immer wieder schafft, neue frische Bilder aus dieser Konstellation zu präsentieren. Ganz nebenbei: Clerks entstand im MTV Zeitalter, der Epoche, in der ständig geschnitten wurde und die Bilder der Musikvideos im Stakkato an uns vorbeirauschten. Smith dagegen stellt für seine No-Budget Produktion, die er mit dem Verkauf seiner Comic-Sammlung finanzierte, die Kamera gern mal auf dem Stativ ab. Sie bleibt statisch - genauso wie das Leben der Clerks. Ein schlechterer Regisseur hätte aus Cerks eine eine fortlaufende Kette von Dialogen zusammen gefilmt. Schau dir dagegen an, wie Smith allein die Dialoge zwischen Dante und Veronica INSZENIERT! Clerks beweist ein Gespür für die ganz normale menschliche Alltags-Komödie - die Komödie des gemeinen Lebens! Merkwürdige, manchmal sogar phantastische Dialoge, das sind Smith Stärken! In den 90ern konnte man viel über die "Generation X" lesen. Ich bin mir sicher, dass die Clerks davon noch nie was gehört haben. -
Almost nobody works in Kevin Smith's Clerks - except as a dealer or burglar. What's charming about Clerks is that the film runs almost around the clock during work. The "hero" is called Dante Hicks and he works in a shop, his buddy Randal right next door in a video shop in a mall in Asbury Park, New Jersey. Dante and Randal are frustrated, poorly paid waitresses. They look as if they've been fed only on burgers and junk from Kleinauf. Both are tired and bored, have no luck with love, and their "service" to customers is more like a long psychological test (for the nutcase). Brian O'Halloran plays Dante, whose job and private life are one. Dante is 22, has quit college and sometimes meets Veronica (Marilyn Ghigliotti), who keeps talking, while he still thinks about his ex and what she's doing (she just got engaged!). Dante's life slips away. It leads to nothing and nowhere. His day begins at dusk. Dante sleeps in his clothes. Then he drinks coffee. He talks to the customers about porn and about the fact that one of them is probably a metal star from Russia. Randal in the store next door, has such a bad VHS selection to offer that he has to go to the next real video store to get a movie. The customers ask for movies with "the guy who wore this and that and did this or that". All right? Most customers are cranky and put up theories about how and if Star_Wars can be continued (at the time it was literally in the stars). Outside, Silent Bob (Kevin Smith himself), an extremely unsuccessful dealer, waits at all times. The trick of Clerks is that there is only one venue (the shop) - but Smith manages to present new fresh pictures from this constellation again and again. By the way: Clerks was created in the MTV age, the epoch in which editing took place all the time and the images of the music videos rushed past us in staccato. Smith, on the other hand, likes to put the camera on a tripod for his no-budget production, which he financed by selling his comic collection. It remains static - just like the life of the clerks. A worse director would have filmed a continuous chain of dialogues together from Cerks. Look at Smith alone INSCENING the dialogues between Dante and Veronica! Clerks proves a flair for everyday human comedy - the comedy of mean life! Strange, sometimes even fantastic dialogues, these are Smith's strengths! In the 90s you could read a lot about "Generation X". I'm sure the Clerks have never heard of it.
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Kommentare
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An incredibly well-written
An incredibly well-written film. And that's about it.
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Immer wieder gemischt mit
Immer wieder gemischt mit Sequenzen von Jay und Silent Bob, permanent außerhalb des Ladens am Weed verkaufen, die jeder verklemmter Spießer mit Verachtung strafen würde und die doch die sind, die vielleicht am meisten Herz beweisen weil sie das Wunderbare in einer Freundin erkennen, die ihrem Freund Lasagne zur Arbeit bringt.
CLERKS von Kevin Smith ist pure Independent-Magie. S/W lediglich wegen zu teurer Farbkamera, fast nur bei Nacht gefilmt (deswegen sind die Rollläden des Ladens auch andauernd unten)
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