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Cesar & Rosalie - Cesar et Rosalie (1972) (Rating 8,2) (french only) DVD7292

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Cesar & Rosalie
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Do, 27/03/2014 - 16:54
Directed by: Claude Sautet
Schauspieler: Yves Montand Romy Schneider Sami Frey Umberto Orsini Isabelle Huppert Eva Maria Meineke
Video: Trailer

Yves Montand ist der Inbegriff des franzöischen Intellektuellen mit linksliberalen Überzeugungen. Romy Schneider ist der Traum eines jeden Jungens meiner Generation (nicht nur meiner!). Claude Sautet hat mit beiden einen Film über Liebe und Hass gemacht. Montand spielt einen Alteisenhändler mit internationalen Verbindungen, Schneider eine Frau, die manchmal bei ihm lebt und ihn manchmal liebt. Diese Manchmal-Phasen müssen aber nicht zwingend zeitgleich ablaufen. Es ist ein typisch französischer Film mit der besonderen (französischen) Qualität, etwas Simples wie die Liebe furchtbar kompliziert darzustellen. Zum Vergleich: In einem "normalen" Film liebt man und nichts anderes zählt mehr. Natürlich ist man auch jung. Die Liebe eines reifen Mannes wie Montand mag dagegen lächerlich erscheinen. Oder nicht? Bei Claude Sautet mit Sicherheit nicht. Romy Schneider hat auch einmal geliebt (Sami Frey), heiratete aber jemand anderen, nachdem der Eine ohne Erklärungen verschwand. Im heutigen Sprachgebrauch würden wir von "Ghosting" sprechen, der schlimmsten Art, andere Menschen zu verletzen. Zu dem Zeitpunkt, da der Film eröffnet lebt sie bereits in Scheidung und trifft Montand. Dann aber kehrt der jüngere Liebhaber zurück und Montand reagiert unvorstellbar eifersüchtig. Alle Tricks probiert er, den Nebenbuhler unmöglich zu machen, Erfolg hat er aber nur damit, seine Frau in dessen Arme zu treiben. Jedoch: Die Passion der Eifersucht kann auch attraktiv wirken und Montand IST attraktiv, so knurrig, verletzbar und doch männlich. Sie jedenfalls kehrt zurück zu Montand und fühlt sich verloren und einsam. In seiner Verzweiflung bietet er dem Nebenbuhler an, mit ihnen gemeinsam in seinem Sommerhaus zu wonen. Eine klassische (sehr französische) Falle... Beide lieben Schneider und Schneider liebt beide. Das Glück aber ist nirgendwo in Sicht. Ein Labyrinth, in dem beide Männer sich sogar lernen, zu mögen. Sautet beherrscht sein Sujet bis hin zum perversen Finale. Er ist einer der ganz grossen Beobachter in der Geschichte des Kinos. - Yves Montand is the epitome of the French intellectual with left-liberal convictions. Romy Schneider is the dream of every boy of my generation (not only mine!). Claude Sautet made a film about love and hate with both of them. Montand plays a scrap iron merchant with international connections, Schneider a woman who sometimes lives with him and sometimes loves him. But sometimes these phases don't have to happen at the same time. It's a typical French film with the special (French) quality to make something simple like love terribly complicated. For comparison: In a "normal" movie you love and nothing else counts more. Of course, you are also young. The love of a mature man like Montand might seem ridiculous. Or isn't it? Claude Sautet certainly doesn't. Romy Schneider once also loved (Sami Frey), but married someone else after the one disappeared without explanation. In today's language we would speak of "ghosting", the worst way to hurt other people. By the time the film opens she is already divorced and meets Montand. But then the younger lover returns and Montand reacts unimaginably jealous. He tries all tricks to make the rival impossible, but he only succeeds by driving his wife into his arms. However: The passion of jealousy can also be attractive and Montand IS attractive, so grumpy, vulnerable and yet masculine. She returns to Montand and feels lost and lonely. In desperation, he offers the rival to live with them in his summer house. A classic (very French) trap... Both love tailor and tailor loves both. But happiness is nowhere in sight. A labyrinth in which both men even learn to like each other. Sautet dominates his subject up to the perverse finale. He is one of the greatest observers in the history of cinema. 

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