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Rio Bravo (1959) (Rating 8,5) DVD8272

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Rio Bravo
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Do, 27/03/2014 - 16:54
Directed by: Howard Hawks
Schauspieler: John Wayne (Sheriff John T. Chance) Dean Martin (Dude) Ricky Nelson (Colorado Ryan) Angie Dickinson (Feathers) Walter Brennan (Stumpy) Ward Bond (Pat Wheeler) John Russell (Nathan Burdette) Pedro Gonzales (Carlos Robante) Estelita Rodriguez (Consuela Robante) Claude Akins (Joe Burdette) Malcolm Atterbury (Jake) Harry Carey Jr. (Harold)
Video: Trailer
Hier kommt der perfekte Western! Alles ist nahtlos, keine einzige Einstellung überflüssig. Über 140 Minuten und jede einzelne ist fesselnd! Am tollsten: Das romantische Kribbeln zwischen John Wayne und Angie Dickinson! Und sogar Ricky Nelson (der Rivale von Elvis-Presley für brave Mädchen) wirkt rührend. Man darf sich vorstellen, wie Original Cowboys auf seine Pompadour reagiert hätten. John Wayne spielt den Sherif John T. Chance, Ricky Nelson Colorado Ryan und Den Martin schlicht den Dude. Und Angie Dickinson das Glücksspielmädchen Feathers. Sie alle leben in einer Stadt, in der niemand ein Wort mit ihnen wechselt. Sie werden wie Aussätzige gemieden. Dabei ist die Stadt übervölkert und vor allem leben ein paar Killer dort, die dich für 50 Dollars hinrichten. Am furchteinflössendsten sind die Szenen nach Sonnenuntergang. Es ist wirklich keine Stadt, in der man abends noch auf die Strasse sollte. Rio Bravo bietet innerhalb dieses Szenarios die Geschichte von Männern, die sich im Sherif Büro verschanzen: Ein alter Kauz, ein Trinker, ein halbes Kind. Jeder Geek wird diese Idee wieder erkennen, nicht nur in Hawks eigenen späten Western, sondern auch in Klassikern wie John-Carpenters "The End". Kurz und gut, sämtliche Artefakten des Western Genres sind in Rio Bravo enthalten, die einzelnen Figuren aber, wirken sehr real. Sie befinden sich in einem geschlossenen System namens "Western", handeln aber so wie echte Menschen, nicht etwa wie Cartoon Charaktere. Mit psychologischer Plausibilität. John Wayne alias John T. Chance trägt genau denselben Hut, den er in allen grossen Auftritten seit 1939 trägt. Nur, ist der Hut zerrissener. Waynes Aufgabe ist es nicht, zu schauspielern. Er muss einfach nur da stehen und die Anderen ansehen. Seine Anwesenheit reicht, Wayne muss sich nicht aufdrängen. Wayne wirkt einfach und füllt die Leinwand. In einem John Wayne Interview las ich mal seinen Lieblings-Ausspruch: "I don’t act, I react". Das stimmt. Selbst Feathers gegenüber agiert er schroff - seine Augen und seine Bewegungen aber sprechen eine ganz andere Sprache. Manchmal meint man fast, er würde weich werden! Einmal bittet Feathers ihn, sie noch einmal zu küssen: "It’s even better when two people do it". Das ist genau der Typus Frau, die mit John Wayne wirkt. Es gibt eine lange Reihe von Darstellerinnen, die mit Wayne Romanzen spielten. Sie alle hatten diesen rauen Humor, diese kumpelhafte Ausstrahlung. Dann der Showdown. Der tapfere Sherif schützt die Stadt vor den Gesetzlosen. Nur er setzt sich zur Wehr. Ich habe das übrigens nie verstanden: Eine Gruppe von Siedlern schlägt sich unter Lebensgefahr durch die Wildnis und erbaut eine Stadt. Endlich lassen sie sich nieder. Dann kommen drei nichtsnutzige Bösewichter in diese Stadt und sie alle erstarren vor Angst. Aber so funktioniert Western eben. Niemand, nur ein Spassverderber, sollte diese Genre Standards hinterfragen. Und John T. Chance? Der verteidigt diese Stadt voller Feiglinge dennoch. Obwohl sie ihn wie einen Aussätzigen behandelten. So ist das eben im Western. - Here comes the perfect Western! Everything is seamless, not a single setting is superfluous. Over 140 minutes and every single one is captivating! Most amazing: The romantic tingle between John Wayne and Angie Dickinson! And even Ricky Nelson (Elvis Presley's rival for good girls) is touching. You can imagine how original cowboys would have reacted to his pompadour. John Wayne plays the sheriff John T. Chance, Ricky Nelson Colorado Ryan and Den Martin simply the Dude. And Angie Dickinson plays the gambling girl Feathers. They all live in a town where nobody talks to them. They're shunned like lepers. But the town is overpopulated and, most of all, there are a few killers who'll execute you for 50 dollars. The scenes are most frightening after sunset. It's really not a city where you should still be on the streets in the evening. Rio Bravo offers within this scenario the story of men hiding in the sheriff's office: An old geezer, a drunk, half child. Every geek will recognize this idea, not only in Hawk's own late Western, but also in classics like John Carpenter's "The End". In short, all the artifacts of the western genre are included in Rio Bravo, but the individual characters seem very real. They are in a closed system called "Western", but act like real people, not like cartoon characters. With psychological plausibility. John Wayne alias John T. Chance wears exactly the same hat that he has worn in all his major performances since 1939. Only, the hat is more torn. Wayne's job is not to act. He just has to stand there and look at the others. His presence is enough. Wayne doesn't have to impose himself. Wayne just acts and fills the screen. In a John Wayne interview I once read his favourite saying: "I don't act, I react". That's right. Even towards Feathers he acts brusquely - but his eyes and his movements speak a completely different language. Sometimes you almost think he's going soft! Once Feathers asks him to kiss her again: "It's even better when two people do it". This is exactly the type of woman who works with John Wayne. There's a long line of actresses who played romances with Wayne. They all had that rugged sense of humor, that chummy aura. Then the showdown. The brave sheriff protecting the town from the outlaws. Only he puts up a fight. I never understood that, by the way: A group of settlers, at the risk of their lives, fight their way through the wilderness and build a town. Finally, they settle down. Then three good-for-nothing villains come to this town and they all freeze in fear. But that's the way Western works. No one, just a spoilsport, should question these genre standards. And John T. Chance? He still defends this town of cowards. Even though they treated him like a leper. That's the way it is in Westerns. Translated with www.DeepL.com/Translator (free version)

Kommentare

Eure letzten Kommentare
yukiko
yukiko
Di, 16/02/2016 - 19:11

Was heisst "Regie führen"?

Was heisst "Regie führen"?
Sieht man eine atemberaubende Kamerafahrt, bei der man sich denkt, "wie wurde das wohl gemacht", bei der die Kamera Kapriolen schlägt, sich dreht, wendet, Schauspieler ins Bild rücken und andere verschwinden, (Birdman, Angelopoulos, Ophüls, ...) - "oh wow", denkt man dann, "die Regie hier ist grossartig. Toll inszeniert."
Und manchmal mag dies zutreffen, aber bei einer solch ins Auge stechenden Kamerafahrt ist nicht mehr "Regie geführt" worden, und schon gar nicht automatisch besser, als bei sonst irgendwas.
Gerade "Rio Bravo" besticht durch eine äusserst unauffällige Regie, gleichwohl besser als praktisch alles. Ein Film, so effizient erzählt, wie es geht. Jede Bewegung im Bild, egal ob "für den Plot wichtig" - ein Griff zur Pistole, ein Schuss - oder "unwichtig" - das Rücken eines Glas`, gar etwas so kleines wie ein unsicherer, verschämter Blick mit den Augen in Richtung Boden - wirkt wie eine Explosion, so kräftig und nötig.

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