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The Phantom of Liberty - Das Gespenst der Freiheit - Le fantôme de la liberté (1974) (Rating 9,0) DVD9187

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The Phantom of Liberty
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Do, 27/03/2014 - 16:54
Directed by: Luis Bunuel
Schauspieler: Adriana Asti Julien Bertheau Jean-Claude Brialy Adolfo Celi Paul Frankeur Michel Piccoli Monica Vitti Michael Lonsdale
Video: Trailer

Alles geriet auf die schiefe Bahn als Napoleon 1908 in Spanien einfiel. Die Soldaten erschossen alle, die nicht befreit werden wollten. "Nieder mit der Freiheit" propagierten sie, so erklärt es uns Bunuel in seiner wilden Komödie. Nach einer typischen Szene von Bunuels Surrealismus, in der ein Soldat eine Frau aus Marmor umarmt und auf den Kopf geschlagen wird von dem Ehemann der Skulptur, springt der Film ins gegenwärtige Frankreich. Le fantôme de la liberté erzählt aber nicht eine Geschichte, sondern lässt uns schwindeln mit vielen kleinen Handlungssträngen und Zufällen. So schnell wechselt Bunuel in die nächste Episode, dass man die vorige kaum für sich geordnet hat. Wegen der Krise treten zuerst wahnsinnige und verdammte Charaktere auf - nachdem die Krise aber als Paradox enthüllt wird, wechseln die Figuren einfach. Ein Versuch, das zu beschreiben: Alles greift ineinander über und ist doch voneinander abgekoppelt. Der Film aber ist dennoch übersichtlich durch die erhöhte Realität eines Traumes. Mit 75 Jahren hat Bunuel seinen Stil noch einmal verfeinert und neue Wege gefunden, seinen Obsessionen Ausdruck zu verleihen (man denke an das schlimme Alterswerk anderer Filmemacher!). Im Grunde aber benutzt Le fantôme de la liberté die typischen Vorurteile und Fetisches Bunuels, bietet Variationen seines Themas: In einer Welt, in der die Freiheit bröckelt, ist Anarchie der einzig logische Schritt. In fast allen Bunuel Filmen gibt es Spuren eines schuldbewussten Sadomasochismus. Oft verlangen seine erwachsenen Charaktere danach, kleine Jungs oder Mädchen zu sein. Er inszeniert das mit so exaktem Timing und offenem Hohn in Richtung korrekten Anstandes, das wir lachen müssen. In der schönsten Szene beten vier Affen für den kranken Vater einer Frau. Man lädt sie ein, die Frau und die Affen. Ihre Gastgeber, ein Mann und seine Frau, verschwinden. Nach kurzer Zeit tauchen sie wieder auf im Fetisch-Kostüm, ausgerüstet mit einer Peitsche. Die schockierten Gäste rennen davon und das Fetisch Opfer fragt traurig, ob nicht wenigstens die Affen bleiben dürfen? In einer weiteren Szene tritt ein verurteilter Massenmörder auf, der Autogramme unterzeichnet. Dann erleben wir ein Mädchen, das die Schule schwänzt, obwohl sie offensichtlich im Klassenraum sitzt... Es ist imponierend, wie uns Bunuel von einer bekloppten Parabel zur nächsten führt. Wir würden gerne mal Luft holen, aber das ist unmöglich. Mit unausweichlicher Logik werden wir bereits zum nächsten Bild geleitet. Logik? Eigentlich doch nicht! Das aber ist ein Mängel der Freiheit. Sofern die Menschen Freiheit wünschen, sollten sie auf alles gefasst sein. Aus diesem Grund ist Le fantôme de la liberté eine Tour De Force aus unmöglichen Komplikationen und Widersprüchen. Ich musste oft lachen, aber es tat auch weh. - 

Everything went wrong when Napoleon invaded Spain in 1908. The soldiers shot all those who did not want to be liberated. They propagated "Down with freedom", as Bunuel explains in his wild comedy. After a typical scene of Bunuel's surrealism, in which a soldier embraces a marble woman and is beaten on the head by the husband of the sculpture, the film jumps into contemporary France. However, Le fantôme de la liberté does not tell a story, but makes us cheat with many small plot lines and coincidences. So quickly Bunuel changes into the next episode that the previous one has hardly been arranged for himself. Because of the crisis, the first characters to appear are insane and damned - but after the crisis is revealed as a paradox, the characters simply change. An attempt to describe it: Everything overlaps and yet is disconnected from each other. The film, however, is nevertheless clearly structured by the heightened reality of a dream. At the age of 75, Bunuel once again refined his style and found new ways to express his obsessions (think of the terrible old work of other filmmakers!). Basically, however, Le fantôme de la liberté uses the typical prejudices and fetishes of Bunuel and offers variations on his theme: in a world where freedom crumbles, anarchy is the only logical step. In almost all Bunuel films there are traces of a guilty sadomasochism. Often his adult characters want to be little boys or girls. He stages it with such exact timing and open mockery towards correct decency that we have to laugh at. In the most beautiful scene four monkeys pray for the sick father of a woman. You invite them, the woman and the monkeys. Their hosts, a man and his wife, disappear. After a short time they appear again in a fetish costume, equipped with a whip. The shocked guests run away and the fetish victim sadly asks if the monkeys are not allowed to stay? In another scene a convicted mass murderer appears who signs autographs. Then we see a girl skipping school, even though she is obviously sitting in the classroom... It is impressive how Bunuel leads us from one crazy parable to the next. We would like to take a breath, but that is impossible. With inevitable logic we are already led to the next picture. Logic? Actually not! But that is a lack of freedom. If people want freedom, they should be prepared for everything. That is why Le fantôme de la liberté is a tour de force of impossible complications and contradictions. I often had to laugh, but it also hurt.

Translated with www.DeepL.com/Translator

Kommentare

Eure letzten Kommentare
Nada
Nada
Di, 23/02/2016 - 11:15

Mit "Das Gespenst der

Mit "Das Gespenst der Freiheit begann etwas, das ich mittlerweile getrost Buñuel-Fandom nennen kann (aber nicht so oft tue) - geniale Überleitungen in zunächst offenbar überhaupt total sinnlose und grotesk wirkende Spinnereien, die sich am Ende in etwas verwirren, was man fast einen Zusammenhang nennen kann und gleichzeitig (mehr als) genug Spielraum für weitere Gedankensprünge freilässt. In dieser Szene im Zoo hatte ich wahnsinniges Herzklopfen und das passiert mir nicht so häufig, zumindest nicht bei Filmen.

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