Alan Turings Stärke ist der Umstand, nicht an einen Gott zu glauben, sondern an die eigene Vernunft. Die Schwächse seines Landes Grossbritannien besteht in der Verfolgung homosexueller Menschen wie ihn (eine Praxis bis 1967). Turings Stärke bewirkte, dass England den Krieg gegen Deutschland gewann - was wiederum durch die Schwäche seines Heimatlandes fast vereitelt wurde. Turing (Benedict Cumberbatch) entschied den zweiten Weltkrieg für die Allierten durch die Entwicklung einer Maschine, welche die Enigma Codes der Deutschen entschlüsseln konnte. Seine Erfindung ist das Vorbild des digitalen Computers. Dennoch wurde Turing nach dem Krieg aufgrund seiner Homosexualität verhaftet und gezwungen, sich einer Hormon-Kur zu unterziehen, die ihn in den Selbstmord trieb. 50 Jahre lang hielt man die Information über Turings Erfindung geheim. Niemand kannte den Kriegshelden. Turing wird im Film als unfassbar arrogant, humorlos und unfähig, auf Menschen einzugehen, charakterisiert. Die Tatsache, dass er die Gefühle seiner Mitmenschen nicht im geringsten deuten kann, lassen darauf schliessen, dass er Anzeichen von Autismus hatte. Drehbuch-Autor Graham Moore schrieb die Geschichte des Codierungs-Genies wie ein Puzzlespiel. Der Film wird auf drei Zeitebenen erzählt: Die Ermittlungen nach dem Krieg, die Turing schliesslich vor Gericht brachten, seine Schulzeit und die Ereignisse während des Krieges. Der norwegische Regisseur Morten Tyldum mutet uns bei all dem nicht zu viele wissenschaftliche Fakten zu: Turing gewinnt den Krieg mit Hilfe von Menschen, die besonders dazu befähigt sind, Kreuzworträtsel zu lösen. Menschen wie Joan Clarke (Keira Knightley), die Turing ausserdem Wärme und Menschlichkeit vermittelt. Sie ist die einzige Frau im Team, die einzige Frau in einem Männer-Beruf (was immer wieder für Schwierigkeiten sorgt). Turing und Clarke müssen beide ihre wahre Identität verheimlichen. Beide ergänzen einander. Besonders bewundert Turing ihre Fähigkeit, Sympathie zu erregen - was sie kühl erklärt: “I’m a woman in a man’s job. I don’t have the luxury of being an ass.” Nach dem gewonnen Krieg erleben wir Turing unter Drogen-Einfluss, unfähig, ein einfaches Kreuzworträtsel zu lösen. Ironie des Schicksals, denn ohne sein Wirken hätte der Krieg wohl zwei Jahre länger gedauert und ein grosser Teil der Briten wäre einfach verhungert. - Alan Turing's strength is the fact that he does not believe in a God, but in his own reason. The weakness of his country Britain is the persecution of homosexual people like him (a practice until 1967). Turing's strength meant that England won the war against Germany - which in turn was almost thwarted by the weakness of his home country. Turing (Benedict Cumberbatch) decided the Second World War for the Allies by developing a machine that could decipher the Enigma codes of the Germans. His invention is the model of the digital computer. Nevertheless, Turing was arrested after the war because of his homosexuality and forced to undergo a hormone cure, which drove him into suicide. For 50 years, information about Turing's invention was kept secret. Nobody knew the war hero. Turing is characterized in the film as incredibly arrogant, humorless and incapable of responding to people. The fact that he cannot interpret the feelings of his fellow human beings in the slightest suggests that he had signs of autism. Screenwriter Graham Moore wrote the story of the coding genius like a puzzle game. The film is told on three time levels: The post-war investigations that finally brought Turing to justice, his school days and the events during the war. Norwegian director Morten Tyldum does not give us too many scientific facts about all this: Turing wins the war with the help of people who are particularly qualified to solve crossword puzzles. People like Joan Clarke (Keira Knightley), who also conveys warmth and humanity to Turing. She is the only woman in the team, the only woman in a male profession (which is always causing difficulties). Turing and Clarke both have to hide their true identities. The two complement each other. Turing especially admires her ability to arouse sympathy - which explains her cool: "I'm a woman in a man's job. I don't have the luxury of being an ass." After the war we experience Turing under the influence of drugs, unable to solve a simple crossword puzzle. Irony of fate, because without his work the war would probably have lasted two years longer and a large part of the British would have simply starved to death.
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All you want to know about
All you want to know about today's morality is in there. A didactic film on how bad it is to judge people who are different or discriminate women. Touchy though)
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"The Imitation Game - Ein
"The Imitation Game - Ein streng geheimes Leben" von Regisseur Morten Tyldum handelt von dem Forscher Alan Turing, der den Code des Kodiergerätes Enigma zu knacken versucht. Die Hauptrolle spielt Benedict Cumberbatch, der für seine Darstellung eine Oscarnominierung erhielt. Sehr beeindruckend gespielt, auch die Nebendarstellerin Keira Knightley kann überzeugen. Nicht nur darstellerisch, sondern auch spannungsmäßig gelungen, die fast zwei Stunden Laufzeit wird man gut unterhalten, die Kulissen erinnern authentisch an die Zeit des zweiten Weltkriegs, Schauplatz ist London in den 20er bis 50er Jahren. Turing war nicht nur ein intelligenter Forscher, sondern hatte auch mit seiner Homosexualität zu kämpfen, für die man damals bestraft wurde oder durch Hormontherapie behandelt wurde. Turing nahm sich 1952 im Alter von 41 Jahren das Leben. 2013 wurde er posthum von der Queen geehrt. Cumberbatch ist für die Rolle des Alan Turing die ideale Besetzung, mal sehen ob er den Oscar erhalten wird. Darstellerisch und handlungsmäßig hervorragend und absolut sehenswert!
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Ein ungewöhnlich dichter Film
Ein ungewöhnlich dichter Film, den ich auf jeden Fall nochmal sehen werde. Auch wegen der Darstellerleistungen. Für mich ist das die Neuheit des Monats.
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