Kenneth Branagh widersteht der Postmoderne mit all ihren kleinen Referenzen und Links. Seine Cinderella ist schön altmodisch und das bedeutet warmherzig. Er meidet auch unpassende Schattierungen in Cinderellas (Lily James) Charakter: Sie bleibt das verschmähte Waisenkind und gewinnt das Herz des Prinzen. Nichts Dunkles oder Störendes trübt dieses Vergnügen, keine Girlie-Power Züge, keine feministische Botschaft. Branagh nimmt dafür jedes Detail der romantischen Geschichte wahr: Die Asche, nach der sie benannt wurde, den Kürbis, der sich in eine goldene Kutsche verwandelt und natürlich die gläsernen Schuhe. Wer einige der modernen Hollywood Märchenfilme gesehen hat, mag sich wundern, weshalb Branagh und sein Team die Geschichte nicht auch abändern? Schliesslich wissen wir, was geschehen wird! Diese 2015er Cinderella Verfilmung aber richtet sich an die Kinder, die vielleicht noch nie die Möglichkeit hatten, das Märchen zu lesen oder zu sehen. Die wenigen Erzählstränge, die er hinzufügt, erhöhen nur die Magie der Legende! Viel wichtiger noch: Cinderella, die im Disney Original nicht einen Hauch von Persönlichkeit hatte, bekommt in der neuen Verfilmung das Mantra ihrer toten Mutter mit auf den Weg: “Have courage and be kind.” Ich hatte mich immer gefragt, warum sie in der alten Verfilmung nicht einfach aus der Sklaverei ausbricht und davon läuft? Möglich wäre das gewesen! In der neuen Verfilmung wird genau dieser Punkt durch ihr Mantra verständlich. Aufgrund ihres Mitgefühls für Andere bleibt Cinderella. Das ist einer der kontroversesten Punkte, denn Mitleid hat sie mit ihrer degenerierten Stiefmutter (Cate Blanchett) samt der bösartigen Töchter bis zum Ende. Ich ertappte mich sogar selbst, eine tiefe Trauer im Gesicht der bösen Stiefmutter zu entdecken. Es ist das Verdienst der britischen Schönheit Lily James, Cinderella neues Leben eingehaucht zu haben. Branagh gebürt ein lautes Bravo!, sich auf die Fabel verlassen zu haben, ohne dem Märchen zuviele Extravaganzen anzudichten. - Kenneth Branagh resists postmodernism with all its small references and links. His Cinderella is pretty old-fashioned and that means warmhearted. He also avoids inappropriate shades in Cinderella's (Lily James) character: She remains the spurned orphan and wins the heart of the prince. Nothing dark or disturbing clouds this pleasure, no girlie power traits, no feminist message. Branagh perceives every detail of the romantic story: the ashes after which she was named, the pumpkin that turns into a golden carriage and of course the glass shoes. Anyone who has seen some of the modern Hollywood fairy tale films may be surprised why Branagh and his team don't also change the story? After all, we know what will happen! This 2015 Cinderella film adaptation, however, is aimed at children who may never have had the opportunity to read or see the fairy tale. The few narrative strands he adds only increase the magic of the legend! More importantly, Cinderella, who did not have a hint of personality in the Disney Original, gets her dead mother's mantra in the new film version: "Have courage and be kind". I always wondered why she didn't just break out of slavery in the old film version and run away? That would have been possible! In the new film version, exactly this point becomes understandable through her mantra. Because of her compassion for others, Cinderella remains. This is one of the most controversial points, because she has pity on her degenerated stepmother (Cate Blanchett) and her evil daughters until the end. I even caught myself discovering a deep grief on the evil stepmother's face. It is thanks to the British beauty Lily James that Cinderella has breathed new life into her. Branagh breeds a loud bravo! to have relied on the fable without adding too much extravagance to the fairy tale.
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Nach der Disney-Verfilmung
Nach der Disney-Verfilmung von "Cinderella" aus dem Jahr 1950, folgt jetzt die Realverfilmung unter der Regie von Kenneth Branagh. Es könnte keine bessere und passendere Rolle der Cinderella geben als Lily James, die ihre Rolle überzeugend spielt und eine zauberhafte, charmante Ausstrahlung besitzt. Auch Cate Blanchett als böse Stiefmutter zeigt wieder ihr Talent, meiner Meinung nach noch besser als die aus der Trickfilmversion. Helena Bonham Carter als gute Fee überzeugt ebenfalls wie Richard Madden als Prinz Charming, weiter erwähnenswert sind auch Stellan Skarsgard und Derek Jacobi in Nebenrollen. Die optische Ausstattung, die Kulissen fantasievoll und schön umgesetzt, ein echtes Zucker für die Augen, die Kostüme schick und prunkvoll gemacht, die Musik passend und die Handlung keinesfalls langweilig, wenn man romantische Märchen mag. Für Fans von Cinderella und Disneyfilmen und für die ganze Familie sehenswert! Schon jetzt einer der besten Filme des Jahres!
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schön für kenneth brannagh,
schön für kenneth brannagh, dass er thor macht, cinderella oder sonstwas. nur keinen shakespeare mehr. dabei konnte er das wirklich gut.
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