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The Kidnapping of Michel Houellebecq - Die Entführung von Michel Houellebecq - L'enlèvement de Michel Houellebecq (2014) (Rating 7,2) (OmeU) DVD8293

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The Kidnapping of Michel Houellebecq - Die Entführung von Michel Houellebecq - L'enlèvement de Michel Houellebecq (2014) (Rating 7,2) (OmeU) DVD8293
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Mi, 18/11/2015 - 19:39
Directed by: Guillaume Nicloux
Schauspieler: Michel Houellebecq Mathieu Nicourt Maxime Lefrançois
Video: Trailer

Es war eine cinephile Stammkundin, die mich auf den Film aufmerksam machte. Dabei hatte ich die ersten drei Romane Houellebecqs verschlungen! Mehrfach! Seine Literatur ist wie er selbst: Verdorben. Er strahlt das auch aus, während er in seiner Küche sitzt, um einem Innenarchitekten Anweisungen zu geben. Wie er da sitzt, zittrig seine Zigarette hält, muss ich unwilkürlich an ein Crystal Meth Opfer denken. Dieser Film von Guillame Nicloux (der selbst auch Schriftsteller ist) wurde inspiriert durch eine Episode in Houellebecqs Leben, da er selbst bedroht war, entführt zu werden. Houellebecq, der ein Taxi ablehnt, weil der Fahrer Afrikaner ist und in der nächsten Szene eine schwarze Freundin herzlich umarmt. Plötzlich wird das Leben des Schriftstellers angestossen wird von drei schwachköpfigen Brüdern. Einer fett, die beiden anderen gepflegt, wobei der dritte ein Martial Arts Kenner ist. Sie entführen Houellebecq auf ihren Landwohnsitz und ketten ihn an. Er hätte seit Ewigkeiten nicht geraucht, lügt er die Entfürer an, doch bald wird klar, dass ihm hier nichts geschehen wird. Die Drei sind zuvorkommend und sogar empfindsam. Sie reichen ihm nicht nur sein Essen, sondern auch die überlebensnotwendigen Zigaretten. Sogar eine Nutte wird geliefert. Man philosophiert über die unmögliche Existenz der Polen, Alexandriner und den Literaturbetrieb. Während alle auf das Lösegeld warten, weisen die Entführer Houellebecq in die Geheimnisse des Kampfsports ein. Wer hat die Entführung überhaupt befohlen? Als Houellebecq vor drei Jahren wochenlang wie vom Erdboden verschluckt blieb, verdächtigte man Al-Kaida. In der Öffentlichkeit tritt der Dichter als verwahrloster Mensch mit zwanghaften Angewohnheiten auf. Im Film pendelt er zwischen genial und debil. Er wähnt Brüssel als Ort für einen Bürgerkrieg, dann schreibt er einige Gedichte neider. Es scheint ihm grosse Freude zu bereiten, sich lächerlich zu machen. Ganz nebenbei: Der Schriftsteller erweist sich dabei als grosser Komödiant! Die Fiktion des Films besteht darin, Houellebecq herabzustufen. Hier ist er nicht der renommierte Autor, der grosse philosphische Thesen aufstellt, sondern nur ein Typ, der ungewöhnliches Zeug daher redet. Warum auch nicht? Der Philosoph als gesellschaftlicher Schachspieler. Das beweist er vor allem mit der Leistung, dass man ihm eine Prostituierte beschafft. Fatima heisst sie und jemand sagt über sie, im Dorf übte sie noch andere merkwürdige Beschäftigungen aus. Ob der Film allerdings auch für diejenigen unterhaltsam ist, denen Michel Houellebecq nicht als Überfigur des Literaturbetriebs gilt (so wie den Franzosen) und die nicht so viel über seine Person wissen? Die meisten Witze im Film sind ausgesprochen frankophil. Denen, die sich mit dem Dichter auskennen, mag dagegen der lockere Stil dieser Doku-Komödie nicht schmecken? L'enlèvement de Michel Houellebecq ist das Gegenteil einer Vollblut Komödie - eher ein bisschen schwach auf der Brust. - It was a cinephile regular customer who drew my attention to the film. I devoured Houellebecq's first three novels! Multiple! His literature is like himself: Corrupted. He also radiates this while sitting in his kitchen giving instructions to an interior designer. Sitting there, shaking his cigarette, I involuntarily think of a crystal meth victim. This film by Guillame Nicloux (who is also a writer) was inspired by an episode in Houellebecq's life, as he himself was threatened with kidnapping. Houellebecq, who refuses a taxi because the driver is African and embraces a black friend in the next scene. Suddenly the life of the writer is toasted by three dunderheaded brothers. One fat, the other two well-groomed, the third being a martial arts connoisseur. They kidnap Houellebecq to their country residence and chain him up. He would not have smoked for ages, he lies to the kidnappers, but soon it becomes clear that nothing will happen to him here. The three are courteous and even sensitive. They serve him not only his food, but also the cigarettes he needs to survive. Even a hooker gets delivered. They philosophize about the impossible existence of the Poles, Alexandrians and the literary world. While everyone waits for the ransom, the kidnappers introduce Houellebecq to the secrets of martial arts. Who ordered the kidnapping, anyway? When Houellebecq was swallowed up for weeks three years ago, al Qaeda was suspected. In public, the poet appears as a neglected person with obsessive habits. In the film he oscillates between ingenious and moronic. He thinks Brussels is a place for civil war, then he writes some poems more envious. He seems to take great pleasure in making a fool of himself. By the way: The writer proves to be a great comedian! The fiction of the film is to downgrade Houellebecq. Here he is not the renowned author who draws up great philosophical theses, but only a guy who speaks unusual things. Why wouldn't I be? The philosopher as a social chess player. He proves this above all with the achievement that a prostitute is procured for him. Her name is Fatima and someone says about her, she did other strange things in the village. But is the film also entertaining for those who don't regard Michel Houellebecq as a superstar of the literary world (like the French) and who don't know so much about him? Most of the jokes in the movie are very Francophile. For those who are familiar with the poet, on the other hand, the relaxed style of this documentary comedy may not taste good? L'enlèvement de Michel Houellebecq is the opposite of a thoroughbred comedy - rather weak on the chest.

Kommentare

Eure letzten Kommentare
rnrigrunrig
rnrigrunrig
Fr, 20/11/2015 - 13:44

Ganz tolle Anschaffung und so

Ganz tolle Anschaffung und so weit ich nachvollziehe, nicht ganz einfach bzw. billig. also, grosses Lob!

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