Man sollte den Animationsfilm von Ale Abreu nicht so simpel sehen wie seinen Titel. Eine Figur mit einem rot gestreiften Hemd und einem runden Kopf. Obend rauf drei Haare, während die Augen zwei Schlitze sind. Der Junge hat keinen Namen und spricht kaum (manchmal gluckst und kichert er). Es dauert aber nicht lang und der Film entfaltet sich vor uns: Verwirrend, bunt und lebendig! Mit seinen Zeichnungen, die aussehen wie von Kinderhand, wagt der Film eine Parabel zum Thema Haben vs. Nichthaben. Das mag nicht sehr subtil wirken oder gar neuartig, bietet aber ein Wunder an Einfallsreichtum für die Kunst der Animation! Während der moralische Standpunkt des Films klar ist, irritieren einige Sprünge im Plot. Können Kinder der Handlung überhaupt noch folgen? Anfangs lebt der Junge noch eine sorglose Existenz auf der Farm seiner Eltern. Er klettert auf Bäume so hoch, dass er fast die Wolken berührt. Eines Tages aber packt der Vater seinen Koffer und macht sich auf in die grosse Stadt, die Finanzen der Familie zu retten. Weil er seinen Vater vermisst, zieht der Junge in die Stadt, ihn zu suchen. Je näher er dem Stadtzentrum kommt, desto düsterer wird der Tonfall von O Menino e o Mundo. Dementsprechend ändert sich auch die Farbgebung des Films. Wie wird die Stadt vorgeführt? Heimtückisch und überbevölkert, die Favelas scheinen sich übereinander zu stapeln. Zu depressiv, um es noch auszuhalten? Zu hart für einen Kinderfilm? Zum Glück überrascht uns O Menino e o Mundo immer wieder und schlägt seine Haken, die wir nicht voraussehen... - One should not see Ale Abreu's animated film as simple as its title. A figure with a red striped shirt and a round head. Upstairs three hairs, while the eyes are two slits. The boy has no name and hardly speaks (sometimes he chuckles and giggles). But it doesn't take long and the film unfolds in front of us: confusing, colourful and lively! With his drawings, which look like children's hands, the film dares a parable on the subject of having vs. not having. This may not seem very subtle or even novel, but it offers a miracle of ingenuity for the art of animation! While the film's moral standpoint is clear, some jumps in the plot are irritating. Can children still follow the plot at all? At first the boy still lives a carefree existence on his parents' farm. He climbs trees so high that he almost touches the clouds. One day, however, the father packs his suitcase and sets off to the big city to save the family's finances. Because he misses his father, the boy moves to town to look for him. The closer he gets to the city centre, the darker the tone of O Menino e o Mundo. The colouring of the film changes accordingly. How is the city shown? Malicious and overpopulated, the favelas seem to pile up on top of each other. Too depressed to take it? Too hard for a children's film? Luckily O Menino e o Mundo surprises us again and again and beats his hooks, which we do not foresee...
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ein kinderfilm, der ein a
ein kinderfilm, der ein a festival gewinnt und damit den ritterschlag für das genre "kinder" erhielt. unbedingt empfehlenswert und eben auch für erwachsene (kinder)
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