Immer wieder vergewaltigt und ohne Verbindung zur äusseren Welt. Sie überlegt, wie sie vor dem Monster fliehen soll,d er sie gefangen hält - Das ist nur ein einfacher Entwurf aus dem, was sich in Room vor uns entfaltet als intensiv spürbares filmisches Experiment: Die 24jährige Joy (Brie Larson) und ihr kleiner Sohn Jack leben in einem schäbigen Raum mit Kochecke, Bett, Tisch und Toilette. Alles wirkt ramponiert und schmutzig. Irgendwann merken wir, dass die beiden Insassen eines Gefängnisses sind und den Raum niemals verlassen. Joy seit ihrer Entführung vor sieben Jahren, der Junge seit seiner Geburt. Er ist der Sohn des Entführers, das Ergebnis einer von zahlreichen Vergewaltigungen. Trotzdem liebt Joy ihr Kind über alles. Sie lässt es in dem Glauben aufwachsen, der Raum sei die ganze Welt. Und die Fernsehbilder? Nur ein Spiel. Wir bleiben mit Joy und Jack in dem Verliess. Wir sind gezwungen, uns auf ihr klaustrophobisches Leben einzulassen. Joy schwankt zwischen leiser Hoffnung, Panik und Depressionen. Das Geschehen wird aber vor allem durch die Perspektive von Jack erzählt. Dem Film gelingt das Kunststück, die unschuldige Sicht dieses Kindes nachzuempfinden. Im Gegensatz zu Jack wissen wir aber, dass der regelmässig auftauchende "Old Nick" (Sean Bridges) kein böser Zauberer ist. Schliesslich erträgt Joy die Lügen nicht mehr und erzählt ihrem Sohn die Wahrheit. Jack erlebt panisch wie sein Weltbild erschüttert wird. Für den Täter interessiert sich der Film dagegen nicht. Was mir an Room mit am besten gefiel, ist die Tatsache, wie es ein solch intimer Film leistet, die grossen Fragen zu stellen. Was brauchen wir wirklich zum Leben? Weshalb sind Kinder so erstaunlich belastbar unter Zwang? Was geschieht, wenn alle Qualen schliesslich verschwinden und sich Zufriedenheit dennoch bloss als Illusion erweist? Und was machen Eltern, wenn die Kinder herauswachsen aus ihrer Fürsorge? Am Ende werden wir wieder allein sein mit Mutter und Sohn - aber diesmal vor einer dämmernden Zukunft... - Raped again and again and without connection to the outside world. She thinks about how to escape the monster he's holding her captive - This is just a simple design from what unfolds in Room before us as an intensely perceptible cinematic experiment: 24-year-old Joy (Brie Larson) and her little son Jack live in a shabby room with a kitchenette, bed, table and toilet. Everything looks battered and dirty. At some point we realize that the two inmates are in a prison and never leave the room. Joy since she was abducted seven years ago, the boy since he was born. He is the kidnapper's son, the result of one of many rapes. Nevertheless, Joy loves her child more than anything. She makes it grow up thinking that space is the whole world. What about the TV pictures? Just one game. We'll stay in the dungeon with Joy and Jack. We are forced to engage in their claustrophobic life. Joy wavers between quiet hope, panic and depression. But what is happening is mainly told through Jack's perspective. The film succeeds in recreating the innocent view of this child. But unlike Jack, we know that the regular "Old Nick" (Sean Bridges) is no evil wizard. After all, Joy can no longer bear the lies and tells her son the truth. Jack experiences in panic how his view of the world is shaken. However, the film is not interested in the perpetrator. What I liked most about Room is the fact how such an intimate film does it to ask the big questions. What do we really need to live? Why are children so surprisingly resilient under duress? What happens when all torments finally disappear and satisfaction still proves to be an illusion? And what do parents do when the children grow out of their care? In the end we will be alone again with mother and son - but this time before a dawning future...
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Kommentare
Eure letzten KommentareEigentlich ist dem Thema nach
Eigentlich ist dem Thema nach dem Film "3096 Tage" zum Kampusch-Fall nichts mehr wirklich hinzuzufügen. Besonders ist jedoch, dass Raum den Täter nahezu ausblendet und sich auf die Post-Raum Phase fokussiert.
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