Dave Eggers ist Pflichtlektüre für diejenigen, die so gern als "Hipster" (per Definition ein Nachfolger der Hippies, aber mit Geschäftssinn) verschrien werden. Wer also auch dazu gehören möchte, der lese den gleichnamigen Roman. Tom Tykwer ist kein "Hipster", sondern der ehemalige Programmdirektor des Kreuzberger Moviementos, der jetzt mit Tom Hanks arbeitet! Hier kommen also die Nebenwirkungen der Globalisierung! Alan Clay (Tom Hanks) ist die Personifikation der "Old Economy". Er fuhr ein paar Jahre ganz gut mit seiner eigenen Geschäftsidee verchromter Fahrräder, wird aber nun vom Markt verdrängt. Jetzt klammert er sich ausgerechnet an einen Job der "New Economy". In Dschidda, Saudi Arabien, soll er als amerikanischer Vertreter, dem König der Saudis ein Telefonkonferenz-System verkaufen. Dschidda soll zum neuen Dubai werden! Da der König aber nicht auftauchen will, hat Alan Zeit, über sein Leben nachzudenken. Während der ersten Hälfte sehen wir einen Geschäftsmann in der Wüste, der sich versucht, zurechtzufinden. In der zweiten Hälfte aber, gerät er unter die Räder... Tom Hanks spielt das mit einem einzigen Gesichtsausdruck: Er wirkt angewidert. Wer den Roman gelesen hat, wird feststellen, dass Tom Tykwer an den falschen Stellen gekürzt hat: Der Alan im Roman hat kein gutes Verhältnis zu seiner Tochter und ein spannungsgeladenes zu seiner Ex-Frau. Der Film ist da viel versöhnlicher. Der Roman-Alan leidet unter Existenzangst, die wir beim Film-Alan nicht spüren. Tykwers Film erzählt letztlich von der grossen Leere, die er aber atmosphärisch nicht recht füllen kann. Dabei hat Tykwer bereits so bildgewaltige Filme gemacht! Tom Hanks aber hat sich bereits die Rechte an einem weiteren Eggers Roman gesichert. Auf ein Neues! - Dave Eggers is a must read for those who like to be labeled as "hipsters" (by definition a successor to the hippies, but with business sense). So whoever wants to be part of it, read the novel of the same name. Tom Tykwer is not a "hipster", but the former program director of the Kreuzberg Moviemento, who now works with Tom Hanks! So here come the side effects of globalisation! Alan Clay (Tom Hanks) is the personification of the "Old Economy". He rode quite well for a few years with his own business idea of chrome bicycles, but is now being ousted from the market. Now he is clinging to a job in the "new economy" of all things. In Jeddah, Saudi Arabia, he is to sell a conference call system to the King of Saudis as an American representative. Jeddah is to become the new Dubai! But since the king doesn't want to show up, Alan has time to think about his life. During the first half we see a businessman in the desert trying to find his way around. But in the second half, he goes under the wheels... Tom Hanks plays it with a single expression: He seems disgusted. Anyone who has read the novel will find that Tom Tykwer has cut in the wrong places: Alan in the novel has no good relationship with his daughter and a tense relationship with his ex-wife. The film is much more conciliatory. The novel-alan suffers from fear of existence, which we don't feel in the movie-alan. Tykwer's film ultimately tells of the great emptiness, which he cannot really fill atmospherically. Tykwer has already made such visually stunning films! But Tom Hanks has already secured the rights to another Egger novel. Here we go again!
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