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Liebe geht seltsame Wege - Love Is Strange (2014) (Rating 7,4) DVD7407

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Liebe geht seltsame Wege - Love Is Strange (2014) (Rating 7,4) DVD7407
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So, 07/08/2016 - 22:32
Directed by: Ira Sachs
Schauspieler: John Lithgow Alfred Molina Marisa Tomei
Video: Trailer

Love Is Strange von Ira Sachs vertraut seiner wundervollen Geschichte so sehr, dass sie simpel erzählt wird. Es geht ums Altwerden, die New Yorker Mieten, Familie, Arbeit, vor allem aber um die Liebe. Letztlich ist die Liebe gar nicht seltsam. Liebe ist natürlich. Sie ist das, was wir fühlen, wenn wir das Glück haben, es zu erleben! Ben (John Lithgow) und George (Alfred Molina) heiraten nach fast vierzig Jahren. George, ein Lehrer, sorgt vor allem dafür, dass Ben das Leben leichter nimmt. Die Grösse des Films besteht darin, dass wir ganz genau wissen, wie die Beiden sind und was sie füreinander bedeuten! Wegen der Heirat aber verliert George seinen Job an der katholischen Schule und das Paar kann sich die Miete nicht mehr leisten. Sie müssen nun auf Couches von Freunden schlafen, um eine neue Obdach zu suchen. Zeitweise (wie man so schön sagt) trennen sie sich - nachdem sie ihr halben Leben gemeinsam verbrachten! Wir erkennen die Bequemlichkeit einer solchen Beziehung, bemerken aber auch, wie instabil das alles ist (die flüchtigen schnellen Blicke nach anderen Männern). Love Is Strange funktioniert in einem ganz eigenen Rhythmus. Hör dir die Dialoge an, wie sie fast wie Musikstücke treiben! Immer ist da dieser Unterton von Melancholie, ja Schmerz. Sachs führt seine Regie nicht wie ein Angeber, sondern erlaubt uns, dass wir ganz langsam das Seelenleben seiner Helden erforschen. Wir dürfen uns ein eigenes Bild machen, nicht alles wird zugespitzt. Da ist diese Szene, in welcher George einem jungen Schüler Chopin beibringt. Etwas ist da in dem Stück, dass ihm die Tränen ins Gesicht treibt. Tränen, die er verbirgt. Love Is Strange ist ein Film, der beobachtet. Ein Werk, in dem jedes Detail wichtig ist. Letztlich sinds die Einzelteile, die hier ein Gefühl von Transzendenz vermitteln. Sachs lässt diese Momente zu; er muss nicht jedes Gefühl betonen. Ein geduldiger Film, der seinen Protagonisten immer einen privaten Raum lässt. - Love Is Strange by Ira Sachs trusts his wonderful story so much that it is told in a simple way. It's about growing old, New York rents, family, work, but above all love. At the end of the day, love isn't strange. Love is natural. It is what we feel when we are lucky enough to experience it! Ben (John Lithgow) and George (Alfred Molina) get married after almost forty years. George, a teacher, makes Ben's life easier. The size of the movie is that we know exactly how they are and what they mean to each other! But because of the marriage George loses his job at the Catholic school and the couple can no longer afford the rent. You now have to sleep on couches of friends to look for a new shelter. At times (as they say) they split up - after spending half their lives together! We recognize the comfort of such a relationship, but we also notice how unstable it all is (the fleeting quick glances at other men). Love Is Strange works in its own rhythm. Listen to the dialogues, how they drive almost like pieces of music! There's always this undertone of melancholy, yes pain. Sachs doesn't direct it like a show-off, but allows us to slowly explore the soul life of his heroes. We are allowed to form our own opinion, not everything is exaggerated. There's this scene where George teaches Chopin to a young student. There's something in that piece that drives tears to his face. Tears he's hiding. Love Is Strange is a film that watches. A work in which every detail is important. Ultimately, these are the individual parts that convey a sense of transcendence. Sachs allows for these moments; he does not have to emphasize every emotion. A patient film that always leaves its protagonist a private room.

Kommentare

Eure letzten Kommentare
nellybourgeois
nellybourgeois
Mo, 08/08/2016 - 18:27

eine schöne entdeckung und

eine schöne entdeckung und der beste ira sachs film.

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