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Cafe Society (2016) (Rating 7,1) (OmeU) DVD9898

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Cafe Society (2016) (Rating 7,1) (OmeU) DVD9898
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Do, 18/08/2016 - 10:48
Directed by: Woody Allen
Schauspieler: Jesse Eisenberg Kristen Stewart Steve Carell Sheryl Lee Paul Schackman Corey Stoll
Video: Trailer

Deckungsgleich in seinen Filmen und Interviews offenbart Woody Allen die Sicht eines Zynikers (er würde korrigieren: Die eines Realisten) auf den Menschen an sich in einem gott- und bedeutungslosen Universum. Nur einen Aspekt scheint er am Sein zu schätzen: Die Vergangenheit. Vermutlich ist das der Grund, weshalb besonders sein Spätwerk im Präteritum spielt. Cafe Society ist nun eines der verführerischsten Werke seines kontinierlich ablaufenden Spätwerks. Die Eröffnungsszene bestimmt den Tonfall: Ein blauer Swimming Pool mit vornehm gekleideten Menschen darum herum. Trotz Allens bekannter Antipathie gegen Los Angeles, hat der Maestro hinter der Kamera, Vittorio Storaro, seine ganz eigene Vision, wie es damals war, im Hollywood der 30er Jahre. Im Voiceover führt Allen uns selbst ein (schade, dass er nicht mehr mitspielt im Spätwerk!). Wir lernen den Talent Agenten Phil Stern (Steve Carell) kennen. Der soll sich eines befreundeten Sohns namens Bobby (Jesse Eisenberg) annehmen. Bobby, anstatt in das elterliche Juweliergeschäft einzusteigen, hat sich aufgemacht Richtung Westküste, ohne dass dieser vitale junge Mensch auch nur die geringste Ahnung hätte, was er dort überhaupt will? Nebenbei lernen wir so einige Details aus der Familie kennen - in bester Allen Manier. Jesse Eisenberg schliesslich fungiert als eine Art junge Woody Allen Ausgabe. Ein typischer New Yorker, mit unfallartigen Callgirl Erfahrungen (auch das ein Allen Motiv). Dann verliebt sich Bobby in Vonnie (Kristen Stewart, die man immer unterschätzt hat und nun als neue Allen Muse dienen darf). Unglücklich, so dass er zurückkehrt nach New York. Er steigt in das Geschäft seines Bruders Ben (Corey Stoll) ein, der ein typischer Allen Gangster ist (und was für ein aggressiver!). Bobby betreibt nun den Nachtclub Cafe Society. Die letzten Allen Filme machten eine Schwäche deutlich, die ich bei ihm nie für möglich gehalten hätte. Er stellte sich als schlampiger Autor, aber guter Regisseur heraus. Bestimmte Wendungen kamen mir so bekannt vor, dass nur seine Fähigkeit der Schauspielführung überhaupt darüber hinweg halfen. Cafe Society beruht auf einem klarer gefassten Drehbuch (obwohl mir einige Gags bekannt vorkamen, sprich: Recycled). Die Präsenz von Eisenberg und seinen Kollegen hilft aber locker darüber hinweg! Am Ende summiert Allen all die zerstörten Träume, die vergeblichen Hoffnungen und Wünsche. Er selbst spricht aus dem Off und zum ersten Mal hört er sich tatsächlich altersgemäss an. Wie ein 80jähriger Regisseur, der die Bilder kommentiert, die wir bereits zu Beginn sahen. Eine edle Gesellschaft, um einem blauen Pool versammelt. Dieses Mal aber wirkt es so wie das verlorene Paradies... - Congruent in his films and interviews, Woody Allen reveals the view of a cynic (he would correct: that of a realist) of man in a godless and meaningless universe. He seems to appreciate only one aspect of being: The past. Presumably this is the reason why especially his late work plays in the preteritum. Cafe Society is now one of the most seductive works of his continuous late work. The opening scene determines the tone: a blue swimming pool with elegantly dressed people around it. Despite Allen's well-known antipathy to Los Angeles, the maestro behind the camera, Vittorio Storaro, has his very own vision, as it was back then, in Hollywood in the 1930s. In voiceover Allen introduces us himself (it's a pity that he doesn't play in the late work anymore!). We meet the talent agent Phil Stern (Steve Carell). He is to take care of a friend's son named Bobby (Jesse Eisenberg). Bobby, instead of going into his parents' jewelry business, has set off for the west coast without this vital young man even having the slightest idea what he wants there? Besides, we get to know some details of the family - in the best Allen manner. Jesse Eisenberg, after all, acts as a kind of young Woody Allen issue. A typical New Yorker, with accidental call girl experiences (also that an all motive). Then Bobby falls in love with Vonnie (Kristen Stewart, who has always been underestimated and can now serve as the new Allen Muse). Unhappy, so that he returns to New York. He enters the business of his brother Ben (Corey Stoll), who is a typical Allen gangster (and what an aggressive one!). Bobby now runs the nightclub Cafe Society. The last Allen films revealed a weakness that I would never have thought possible for him. He turned out to be a sloppy writer, but a good director. Certain phrases seemed so familiar to me that only his ability to act helped to overcome them at all. Cafe Society is based on a clearer script (although some jokes seemed familiar to me, i.e.: Recycled). However, the presence of Eisenberg and his colleagues easily helps to get over it! In the end, Allen sums up all the destroyed dreams, the futile hopes and desires. He himself speaks offstage and for the first time he actually sounds age-appropriate. Like an 80-year-old director commenting on the pictures we saw at the beginning. A noble society gathered around a blue pool. But this time it looks like the lost paradise...

Kommentare

Eure letzten Kommentare
Count Dracula
Count Dracula
Mo, 03/10/2016 - 07:30

Eine Frage fuer Geeks: Hat

Eine Frage fuer Geeks: Hat Woody Allen in Cafe Society Roman Polanski zitiert? Der Dialog zwischen dem Nachbarn, der zu laute Musik hoert, und Bobbys Famile, scheint mir 1:1 aus dem Mieter kopiert ("Wenn Ihre Frau krank ist, dann soll sie doch zum Arzt gehen"). Ansonsten hat Woody die Allen die kleine Liebegeschichte mit dem grossartigen Jesse Eisenberg konzentriert und lustig abgefilmt!

maria-aleksandria
maria-aleksandria
Fr, 26/08/2016 - 21:13

der letzte woody allen film,

der letzte woody allen film, den ich sah, muss ewigkeiten her sein. vielleicht ists was für mich, da ich nicht jedes jahr einen sehe?

ayuwerder
ayuwerder
Di, 23/08/2016 - 11:20

Ich bin etwas müde von seiner

Ich bin etwas müde von seiner immergleichen Struktur seiner Filme. Fast alle spielen in der vergangenheit, präsentieren Stars, die irgendwo alle gleich spielen. Er tut niemandem mehr weh.

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