Ob sie es eigentlich genossen hätte, vergewaltigt zu werden? Derartige Fragen stellt Tsukio (Michio Akiyama) seiner neuen Freundin, der Nihilistin Poppo (Mimi Kozakura), während er neben ihr liegt auf dem Dach eines Wolkenkratzers in Tokyo. Ihre Gesichter werden gerahmt von betörend schönen Schwarzweiss-Aufnahmen. In der Nacht zuvor fiel eine Gang über sie her (die Mitglieder hatten zuvor Kleber inhaliert). Immer noch zeugen Kratzer in ihrem Gesicht von dem Verbrechen. Tsukios Frage befremdet noch stärker, angesichts der Tatsache, dass er ja dabei war! Tsukio aber griff nicht ein. Er sah einfach nur zu. Tsukio fühlt sich angezogen von Poppo und sie von ihm. Er hat ähnliche Erfahrungen gemacht; auch Tsukio ist ein Vergewaltigungsopfer. Kann man das Liebe nennen zwischen den Beiden? Für mich wirken sie eher wie eine eingeschworene Gemeinschaft, die einfach nichts und niemanden im Leben hat. Es gibt nichts zu tun und nichts, woran man sich klammern könnte! Das Gefühl des Schmerzes eint sie. Verbunden in Agonie, dem Trauma ihrer Vergangenheit. Sie sprechen über das Leid, nicht etwa über ihre Hoffnungen und Träume. Die Welt draussen, ein grausamer Ort, und unverhofft geschieht etwas, das alle ins Unglück stürzen wird... Koji Wakamatsu scheint diese Gefühle zu kennen und so darf sein Werk als Liebesfilm bezeichnet werden, dem das Gefühl der Liebe vollkommen fremd ist. Über hundert Filme hat er bis heute gemacht und sie handeln von aggressivem Sex, Gewalt und radikalen politischen Forderungen. Sein existentielles Teenager Drama wird wie ein Gedicht vorgeführt. Eisige Schwarzweiss-Bilder und überwältigende Metaphern kehren das Innerste der Protagonisten nach aussen. Wann nur soll man sich einen solchen Film ansehen? Immer dann, wenn das Bedürfnis lockt, einen wahrhaft GROSSEN FIlm zu bestaunen. - Would she have enjoyed being raped? Tsukio (Michio Akiyama) asks such questions to his new friend, nihilist Poppo (Mimi Kozakura), while he lies next to her on the roof of a skyscraper in Tokyo. Their faces are framed by beguilingly beautiful black and white photographs. The night before, a gang attacked them (the members had previously inhaled glue). Scratches on her face still testify to the crime. Tsukio's question is even more strange given the fact that he was there! Tsukio, however, did not intervene. He just watched. Tsukio is attracted to Poppo and she to him. He has had similar experiences; Tsukio is also a rape victim. Can you call that love between them? To me they seem more like a sworn community that simply has nothing and nobody in life. There is nothing to do and nothing to cling to! The feeling of pain unites them. Connected in agony, the trauma of her past. They talk about suffering, not their hopes and dreams. The world outside, a cruel place, and unexpectedly something happens that will plunge everyone into misfortune... Koji Wakamatsu seems to know these feelings and so his work can be called a love story, to which the feeling of love is completely foreign. He has made over a hundred films to date and they deal with aggressive sex, violence and radical political demands. His existential teenage drama is presented like a poem. Icy black and white images and overwhelming metaphors turn the innermost part of the protagonists outwards. When can you watch a movie like this? Whenever the need lures to admire a truly BIG Film. (tansl. deepl.com)
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