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A man escaped - Ein zum Tode Verurteilter ist entflohen - Un condamné à mort s'est échappé (1956) (Rating 9,3) (OmeU) DVD8344

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A man escaped - Ein zum Tode Verurteilter ist entflohen - Un condamné à mort s'est échappé (1956) (Rating 9,3) (OmeU) DVD8344
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Mo, 03/07/2017 - 09:49
Directed by: Robert Bresson
Schauspieler: François Leterrier Roland Monod Jacques Ertaud Charles Le Clainche Maurice Beerblock
Video: Trailer

Robert Bessons Filme handeln oft von Menschen in gewisser Verzweiflung. Wie verhalten sie sich im Angesicht des Unerträglichen? Bresson geht es nicht darum, ob sie letztlich Erfolg haben werden, sondern wie sie diesen Zustand ertragen. Bressons Filme sind ohne Zier - schnörkellos und schlicht. Gerade dadurch, dass sie alles, was das Publikum befriedigen könnte, aussparen, üben sie eine Wirkung aus wie ein Sog. Seine grössten Filme sind für mich geradezu hypnotisch! Ist es nicht angenehm, sämtliche Elemente, die unserer "Unterhaltung" dienen, die uns nur unnötig ablenken, einfach wegzulassen? Gerade diese Reduktion führt uns doch vor Augen, dass die meisten Filme nichts als Zeitvertreib sind! A Man Escaped handelt von einem zum Tode Verurteilten. Wir schreiben das Jahr 1943 und dieser Mann ist ein Gefangener der deutschen Besatzer in Lyon. Montluc, ein Nazi Camp, in dem pro Jahr 7000 Männer hingerichtet werden. Fontaine (François Leterrier), ein Kämpfer des Widerstands, hat allen Grund anzunehmen, er würde bald einer von ihnen sein. Wir sehen ihn, wie er auf einer Bank sitzt und die Wand anstarrt. Welche Aussichten bleiben ihm? Seine Zelle ist klein, die Wächter der Nazis warten vor den schweren Türen. Ich denke, die Methode, wie er seine Flucht dennoch plant, gleicht der Bressons: Fontaine studiert ganz genau jedes auffällige Detail. Bresson wiederum gebraucht keine schönen Einstellungen, keine Zooms oder physische Präsenz seiner Schauspieler. Genauso untersucht Fontaine seine Zelle. Wie er auf einer Stufe steht und das höher gelegene Fenster betrachtet. Genau wie Fontaine bemerken wir, dass die Wächter ihn durch ein Loch in der Tür beobachten. Genau wie er lernen wir die morgendliche Routine im Gefängnis. Was ausgeblendet wird, sind die Nazis. Manchmal erscheinen sie im Bild, jedoch wird ihre Anwesenheit nie betont. Sie sind keiner Erwähnung wert. Die Nazi Wächter wirken körperlos, fast wie Geister - Bresson verwendet keines der gängigen Klischees. Er zeigt uns keine Sadisten, auch keine freundlichen Wärter. Wir hören, wie Gefangene getötet werden, sehen es aber nie. Sowieso findet alles in Fontaines Zelle statt. Fontaine hofft, durch die Tür zu gelangen, um die Mauern zu überwinden. Ich will von seiner Flucht nicht zuviel verraten. Wichtig ist: Bresson vertraut dem Menschen Fontaine. Bresson glaubt an die Menschlichkeit. Francois Leterrier spielt Fontaine. Er ist ein Schauspieler, ohne besondere Merkmale. Sein Äusseres wirkt fast trivial - das Gegenteil eines Filmstars. Seine Aufgabe: Einen plausiblen menschlichen Charakter zu verkörpern. Er darf dabei keine Aufmerksamkeit erhaschen. Bresson wünscht kein "Schauspiel", keinen "Stil", keine Exzentrik. Es geht nur um das Faktische eines Charakters, seine Situation und die Reaktion darauf. Alles das, was einen "Filmstar" ausmacht, vor allem die Qualität, in Erinnerung zu bleiben (um erneut verpflichtet zu werden), das ist unnötig in einem Bresson Film. Es geht hier also vor allem um die Beschreibung dessen, was NICHT geschieht. Und wie wirkt das nun? Langweilig? Im Gegenteil! Kaum ein Werk hat mich je mehr gefesselt! Ein Mann wird sterben oder fliehen. Wir sehen seine Zelle. Er hat ein Verlangen, benutzt seinen Verstand. Wir folgen ihm während jeder Sekunde seines Weges. Wir sind Zeugen dessen, was geschieht. Es gibt keinerlei abstraktes Denken. Ich bin Videothekar und kein Filmemacher. Müsste ich aber einen Film selbst inszenieren, wäre A Man Escaped die wichtigste Lektion dafür, was einen Film ausmacht und was man weglassen kann. In A Man Escaped gibt es nicht ein unwesentliches Detail. Das ist Existentialismus! In Camus Sysyphos, der sechs Jahre zuvor, 1950, erschien, wird das Leben denkbar einfach beschrieben: Es gleicht der Handlung, einen Stein auf den Berg zu rollen. Ich denke, das Erreichen des Gipfels bedeutet den Tod. 7000 Männer werden jährlich in Montluc hingerichtet. Fontaine beschliesst, keiner von ihnen zu werden und setzt den Stein in Bewegung... - Robert Besson's films often deal with people in certain despair. How do they behave in the face of the unbearable? Bresson is not concerned with whether they will ultimately succeed, but how they will tolerate this state of affairs. Bresson's films are unadorned - plain and simple. Precisely because they leave out everything that could satisfy the audience, they exert an effect like a suction. His greatest films are hypnotic for me! Isn't it pleasant simply to omit all elements that serve our "entertainment" and distract us unnecessarily? It is precisely this reduction that makes us realize that most films are nothing but a pastime! A Man Escaped is about a man sentenced to death. It is 1943 and this man is a prisoner of the German occupying forces in Lyon. Montluc, a Nazi camp where 7,000 men are executed every year. Fontaine (François Leterrier), a resistance fighter, has every reason to believe he would soon be one of them. We see him sitting on a bench staring at the wall. What are his chances? His cell is small, the guards of the Nazis are waiting in front of the heavy doors. I think the way he plans to escape anyway is like the Bressons: Fontaine studies every conspicuous detail. Bresson, on the other hand, does not use nice settings, zooms or the physical presence of his actors. Fontaine also examines his cell. As he stands on a step and looks at the higher window. Just like Fontaine, we notice the guards watching him through a hole in the door. Just like him, we learn the morning routine in prison. What's hidden are the Nazis. Sometimes they appear in the picture, but their presence is never emphasized. They're not worth mentioning. The Nazi guards seem disembodied, almost like ghosts - Bresson does not use any of the common clichés. He doesn't show us sadists or friendly guards. We hear prisoners being killed, but we never see it. Anyway, everything takes place in Fontaine's cell. Fontaine hopes to get through the door to get over the walls. I don't want to tell you too much about his escape. What is important is that Bresson trusts the people of Fontaine. Bresson believes in humanity. Francois Leterrier plays Fontaine. He's an actor with no special characteristics. Its appearance seems almost trivial - the opposite of a film star. His task: to embody a plausible human character. He can't get any attention. Bresson wishes no "acting", no "style", no eccentricity. It's all about the factuality of a character, his situation and the reaction to it. Everything that makes a "film star", above all the quality of being remembered (to be signed again), is unnecessary in a Bresson film. So this is mainly a description of what is NOT happening. And how does that work? Boring? On the contrary! Hardly any work has captivated me more! A man will die or flee. We see his cell. He has a craving, uses his mind. We follow him every second of his way. We are witnesses of what is happening. There is no abstract thinking. I'm a video store owner, not a filmmaker. But if I had to direct a film myself, A Man Escaped would be the most important lesson for what makes a film and what you can omit. In A Man Escaped there is not an insignificant detail. That's existentialism! In Camus Sysyphos, which appeared six years earlier, in 1950, life is described very simply: It's like rolling a stone up a mountain. I think reaching the summit means death. 7000 men are executed annually in Montluc. Fontaine decides not to become one of them and sets the stone in motion... (transl. deepl.com)

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