(NOMADENKINO UND CINEGEEK ZEIGEN DEN FILM AM 11.8.18 IM SCHLOSS SCHWANTE AM SEE, SCHLOSSPLATZ 1-3, 16727 OBERKRÄMER, 21.00) Wut ist die treibende Kraft von Martin McDonaghs Three Billboards Outside Ebbing, Missouri, einem der besten Filme des Jahres! Wir haben es mit einer Südstaaten-Geschichte + irischem Humor zu tun, in der Wut als nicht heilbare Energie wirkt. Herkömmliche Hollywood Filme würden uns dagegen viel lieber beibringen, dass Wut wie eine Sünde schmerzt. Dass Akzeptanz und Verständnis zum wahren Glück führen! Doch das ist leichter gesagt als getan! Wie kann man NICHT wütend werden in einer ungerechten Welt? Schliesslich ist das Leben besonders in den Südstaaten der USA rassistisch, sexistisch und grausam! Wut kann niemand besser verkörpern als Frances McDormand. Sie spielt Mildred Hayes, eine geschiedene Frau, die ihre Tochter Angela vergangenes Jahr verlor. Angela wurde vergewaltigt und ermordet. Man hat den Fall nie aufgeklärt, es gab nicht einmal eine passende DNA. Der zuständige Polizei Chef ( Woody Harrelson) sieht sich ausserstande, Mildred Antworten zu liefern und deshalb mietet sie drei Werbetafeln vor der Stadt an: "Raped while dying", "And still no arrests" sowie "How come, Chief Willoughby?" prangt nun vor den Toren der lieben Gemeinde und die örtliche Presse wird darauf aufmerksam. Falls du nun meinen solltest, du wüsstest, was als nächstes geschieht, wirst du allerdings eines besseren belehrt. McDonaghs schlicht und ergreifend perfektes Drehbuch wird dir nie das liefern, was du erwartest... In anderen Filmen hätte wohl das Geheimnis von Angelas Schicksal die Geschichte bestimmt. Mildred gibt ihrer Wut eine Richtung, Angelas Fall voranzutreiben. Ihr Gegenspieler scheint das rassistische Muttersöhnchen Dixon (Sam Rockwell). Dixon hat beim besten Willen keine Idee, wie er diesen Fall lösen könnte, jedoch so eine Ahnung. Eine Ahnung, die ihn seinen Job kosten könnte... Dabei ist Dixon wie besagt ein rassistischer, gewalttätiger Cop. Einer, der sich Nacht für Nacht in den Schlaf trinkt und vom Leben nichts mehr erwartet. Sam Rockwell und Woody Harrelson machen ihre Sache gut; der Film aber gehört Frances McDormand! Ein einziger Augenaufschlag von ihr erzählt uns mehr als ganze Monologe anderer Schauspieler! Am ergreifendsten, die Momente, wenn die Trauer sich hinter ihrer Wut zeigt! Wie aber können wir nun lernen, tolerant zu sein? Natürlich sollte keine Tochter so grausam sterben wie Angela - doch wie gehen wir nun mit diesem Wissen um? Wie können wir selbst unsere Wut lenken? Three Billboards Outside Ebbing, Missouri ist einer dieser ganz seltenen Werke, die uns weiterhelfen. Der Film ist tiefgründig, aber auch geerdet. Er inspiriert uns, versucht aber nie, manipulativ zu wirken. Überhaupt liessen mich nur ganz wenige Filme in einem solchen Masse lachen und zugleich weinen! Nur ganz, ganz wenige Filme sind so gut wie dieser! - (NOMADENKINO AND CINEGEEK SHOW THE FILM ON 8/11/18 AT THE LOCK SWANTE AM SEE, SCHLOSSPLATZ 1-3, 16727 OBERKRÄMER, 21.00) Anger is the driving force of Martin McDonaghs Three Billboards Outside Ebbing, Missouri, one of the best movies of the year! We are dealing with a southern history + Irish humour in which anger acts as an incurable energy. Conventional Hollywood movies would much rather teach us that anger hurts like a sin. That acceptance and understanding lead to true happiness! But this is easier said than done! How can you NOT get angry in an unjust world? After all, life is racist, sexist and cruel, especially in the southern states of the USA! No one can embody anger better than Frances McDormand. She plays Mildred Hayes, a divorced woman who lost her daughter Angela last year. Angela was raped and murdered. They never solved the case, there wasn't even a suitable DNA. The police chief responsible ("Woody Harrelson") is unable to provide Mildred with answers, so she rents three billboards outside the city: "Raped while dying", "And still no arrests" and "How come, Chief Willoughby?" are now on the doorstep of the lovely community and the local press becomes aware of them. However, if you think you know what happens next, you will be taught a better lesson. McDonagh's simply perfect script will never give you what you expect... In other films, the secret of Angela's fate would have determined the story. Mildred gives her rage a direction to push Angela's case. Her opponent seems to be the racist mother's boy Dixon (Sam Rockwell). Dixon has no idea how he's gonna solve this case, but he does. A hunch that could cost him his job... But Dixon is a racist, violent cop, as I said. One who drinks himself to sleep night after night and expects nothing more from life. Sam Rockwell and Woody Harrelson do their job well; but the film belongs to Frances McDormand! One glance from her tells us more than whole monologues of other actors! The most touching moments are when the grief is behind her anger! But how can we learn to be tolerant? Of course, no daughter should die as cruelly as Angela - but how do we deal with this knowledge now? How can we control our own anger? Three Billboards Outside Ebbing, Missouri is one of those very rare works that help us. The film is profound, but also grounded. He inspires us, but he never tries to be manipulative. In general, very few films made me laugh and cry at the same time! Only very, very few movies are as good as this one! (transl. deepl.com)
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