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Rashomon (1950) (Rating 9,5) (OmeU) DVD7032

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Rashomon (1950) (Rating 9,5) (OmeU) DVD7032
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Mi, 19/08/2015 - 19:47
Directed by: Akira Kurosawa
Schauspieler: Toshirô Mifune Machiko Kyô Masayuki Mori
Video: Trailer

Kurz vor dem Dreh von Rashomon sprachen Kurosawas drei Co-Regisseure bei ihm vor. Sie waren unglücklich, da sie das Drehbuch nicht verstanden hatten. Kurosawa soll sie ermutigt haben, es noch einmal zu probieren - es sei verständlich! Sie waren sicher, es genau studiert zu haben. Ohne es zu verstehen. In Kurosawas Biographie (Something Like an Autobiography) kann man nachlesen, wie er ihnen Rashomon erklärt. Diese Erklärung wurde auch im Booklet der Criterion DVD abgedruckt. Zwei der Co-Regisseure waren anschliessend zufrieden, der Dritte nicht: Es gab einen Mord, vier Augenzeugen, aber keine Lösung. Die Berichte der vier Augenzeugen passen nicht zusammen. Jeder beansprucht für sich, der Mörder zu sein. Dem Studio gefiel Rashomon ebenfalls nicht, dass es sich sogar selbst aus den Credits tilgte. Doch der Film schlug weltweit ein wie der Blitz, gewann das Filmfestival von Venedig, ja verhalf dem japanischen Film insgesamt zum Durchbruch. Niemand hatte je derartiges gesehen! Zum ersten Mal sah man Rückblicke, die sich aber gegenseitig widersprechen, darüber, was nun tatsächlich geschah! Am Ende müssen wir drei mutmassliche Mörder akzeptieren, aber keine Auflösung. Die Genialität besteht darin, dass die drei vorgetragenen Perspektiven alle wahr und doch falsch sind. Kurosawa erklärt dass, da der Mensch überhaupt nicht in der Lage sei, über sich selbst Auskunft geben zu können. Das Wunderbare des Films ist die Tatsache, dass wir uns dennoch in die Geschichte vertiefen und letztgültig eine Lösung erwarten. Rashomon eröffnet mit einem fürchterlichen Regen. Zwei Männer, ein Mönch und ein Holzfäller, sitzen im Schutz einer Hütte. (Der Regen ist ein geeignetes Mittel, die Gegenwart von der Vergangenheit sichtbar zu unterscheiden.) Schliesslich rennt ein Knecht in die Hütte und erzählt, dass ein Samurai getötet und seine Frau vergewaltigt wurde. Während sie über das Geschehene diskutieren, wird deutlich, wie widersprüchlich ihre Erzählungen sind. Jeder scheint zu lügen, jeder beansprucht für sich, der Mörder zu sein. Das Drehbuch Kurosawas ist aber nur die Grundlage von Rashomon. Das Wundervolle sind für mich die grossen Gefühle und die Bilder (des Kameramanns Kazuo Miyagawa)! Miyagawa filmt direkt in die Sonne, was bis dahin ein Tabu darstellte. Genau das macht den Zauber von Rashomon aus, so dass wir uns wie in einem anderen Bereich der Realität fühlen. In einem langen Kampf zwischen dem Banditen (Toshiro Mifune) und dem Samurai (Masayuki Mori) können wir ihre Erschöpfung, ihre Angst, ihre Atemlosigkeit förmlich spüren. Während die Frau (Machiko Kyo), setzt Stille ein. Die Konzentration wird nun über Leben und Tod entscheiden.... Vor Rashomon hatte ich nicht sehr viele klassische japanische Filme gesehen. Ich kannte einige der leisen realistischen Dramen, in denen die Menschen sich in etwa so unterhalten wie wir es tun. Kurosawa aber geht es nicht um Realismus. Seine Protagonisten agieren mit mächtigen Emotionen, sie posieren und schreien. Kurosawa geht es nicht um Realismus! In seiner Biographie erfährt man, wie tief beeindruckt er von Stummfilmen war, da dort jede Emotion durch Mimik und Gestik ausgedrückt wird. Im nachhinein fällt mir auf, dass in Rashomon und auch anderen Kurosawa Klassikern viele Szenen stumm bleiben. Doch was sehen wir? Eine Filmkamera suggeriert Objektivität. In Rashomon aber lernen wir, dem nicht zu trauen, was wir sehen. Das ist das Fundament von Kurosawas Philosophie: Kurosawas letzter Film handelt von einem Lehrer, der bald sterben wird. In dem Moment, da sein Tod naht, wird niemand weniger darüber wissen als er selbst. - Shortly before Rashomon was shot, Kurosawa's three co-directors auditioned him. They were unhappy because they had not understood the script. Kurosawa is said to have encouraged her to try it again - it is understandable! You were sure you had studied it well. Without understanding it. In Kurosawa's biography (Something Like an Autobiography) you can read how he explains Rashomon to them. This statement was also printed in the Criterion DVD booklet. Two of the co-directors were then satisfied, the third not: there was a murder, four eyewitnesses, but no solution. The reports of the four eyewitnesses do not match. Everyone claims to be the killer. The studio didn't like Rashomon either, that he even repaid himself from the credits. But the film struck the world like lightning, won the Venice Film Festival, even helped Japanese film as a whole to achieve a breakthrough. No one had ever seen anything like it! For the first time we saw reviews, but they contradict each other, about what actually happened! In the end, we have to accept three suspected killers, but no resolution. The ingenuity is that the three perspectives presented are all true and yet false. Kurosawa explains that because man is not at all in a position to give information about himself. The wonderful thing about the film is the fact that we still delve into the story and ultimately expect a solution. Rashomon opens with a terrible rain. Two men, a monk and a lumberjack, sit in the shelter of a hut. (The rain is a suitable means to visibly distinguish the present from the past.) Finally, a servant runs into the hut and tells that a samurai has been killed and his wife raped. As they discuss what has happened, it becomes clear how contradictory their stories are. Everybody seems to lie, everybody claims to be the killer. However, Kurosawa's script is only the basis of Rashomon. The wonderful thing for me are the big feelings and the pictures (of the cameraman Kazuo Miyagawa)! Miyagawa films directly into the sun, which until then had been a taboo. That's what Rashomon's magic is, so we feel like we're in another realm. In a long fight between the bandit (Toshiro Mifune) and the samurai (Masayuki Mori) we can literally feel their exhaustion, their fear, their breathlessness. While the woman (Machiko Kyo), silence sets in. Concentration will now decide life and death..... Before Rashomon I hadn't seen many classic Japanese films. I knew some of the quiet, realistic dramas in which people talk like we do. Kurosawa, however, is not about realism. His protagonists act with powerful emotions, they pose and scream. Kurosawa is not about realism! In his biography one learns how deeply he was impressed by silent films, where every emotion is expressed through facial expression and gestures. In hindsight I notice that in Rashomon and other Kurosawa classics many scenes remain silent. But what do we see? A film camera suggests objectivity. But in Rashomon we learn not to trust what we see. This is the foundation of Kurosawa's philosophy: Kurosawa's last film is about a teacher who is about to die. The moment his death approaches, no one will know less about it than himself.

Kommentare

Eure letzten Kommentare
PeRRy
PeRRy
So, 23/08/2015 - 12:25

Subtitles mehr komfortabel

Subtitles mehr komfortabel für mich, danke sehr

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IchundduundAlledie wir kennen
IchundduundAlledie wir kennen
Sa, 22/08/2015 - 01:12

Der war ewig weg, deshalb

Der war ewig weg, deshalb danke für den Nachkauf. Ist wohl auf deutsch nicht mehr lieferbar?

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