Wieder so ein Film, der den Vergleich herausfordert mit einem gewissen Regisseur, der sein Haar hoch trägt und mittlerweile sein Geld als Sektenführer verdient. Ein Vexierspiel zwischen Experimentalfilm und Thriller, in dem sich ein Mann auf die Suche nach seiner Identität macht. Was ist Erinnerung? Und wie verlässlich sind die Bilder des Erlebten überhaupt? Omer Fast, ein israelischer Künstler, der in Berlin lebt, beschäftigt sich immer wieder mit Erinnerungen und deren Rekonstruktion. Ein junger Mann (Tom Sturridge) versucht nach einem Unfall, seine wenigen Erinnerungen zu reinszenieren. So landen wir in einem - seinem - rätselhaften Kosmos. Er wird an einer befahrenen Strasse von einem Gegenstand am Kopf getroffen. Anschliessend erhält er ein Schweigegeld, was an sich kein Problem darstellt, da er sich ja nicht erinnern kann. Nur noch Eindrücke wie der Geruch von Leber in einem Treppenhaus oder das Klavierspiel aus dem oberen Stockwerk bleiben ihm. Der Mitarbeiter einer Consultings-Firma versucht nun, aus diesen Fetzen Reenactments zu inszenieren. Immer obsessiver betreibt er das Spiel: Es tauchen dunkle Gestalten auf, ein Raubüberfall wird verübt, die Gewalt dringt aus den Reenactments schliesslich in die Gegenwart... Remainder bleibt ziemlich kühl, angesichts seiner halluzinatorischen Qualitäten - ein Unterschied zu dem oft zitierten Regisseur mit dem hohen Haar! Hier erfährt das Surreale keine rauschhafte Entfaltung, der Protagonist bleibt sich selbst fremd - und wir stehen ihm genauso distanziert gegenüber. Eine Dynamik entsteht so aber nicht und letztlich wirkt Remainder etwas steril. Ein Film über die Geheimnisse der Erinnerung, der aber merkwürdig geheimnislos bleibt. - Another movie that challenges the comparison with a certain director who wears his hair up and now earns his money as a cult leader. A puzzle game between experimental film and thriller, in which a man searches for his identity. What is memory? And how reliable are the images of what you have experienced anyway? Omer Fast, an Israeli artist who lives in Berlin, repeatedly deals with memories and their reconstruction. After an accident, a young man (Tom Sturridge) tries to reenact his few memories. Thus we end up in a - his - mysterious cosmos. He is hit in the head by an object on a busy road. Afterwards he receives a hush money, which is no problem in itself, since he can't remember. Only impressions like the smell of liver in a staircase or playing the piano from the upper floor remain. The employee of a consulting company is now trying to stage re-enactments from these shreds. The game becomes more and more obsessive: dark figures appear, a robbery is committed, the violence finally penetrates from the reenactments into the present... Remainder remains quite cool, given his hallucinatory qualities - a difference to the often quoted director with the high hair! Here the surreal does not experience intoxicating unfolding, the protagonist remains alien to himself - and we are just as distant from him. However, this does not create a dynamic and in the end Remainder appears somewhat sterile. A film about the secrets of memory, but it remains strangely mysterious.
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Trotz der Liebe zum Berliner
Trotz der Liebe zum Berliner Schaffen. hier fehlt schlicht jede Handlung. Alles nur Fassade und hauptsache cool.
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