Do, 27/03/2014 - 16:52
Directed by:
Ingmar Bergman
Schauspieler:
Liv Ullmann
Erland Josephson
Bibi Andersson
Jan Malmsjö
Anita Wall
Gunnel Lindblom
Rosanna Mariano
Video:
Trailer
Sie nennen es Glück, doch in Wahrheit handelt es sich um einen Waffenstillstand. So behaupten sie es in einem Interview und zwar, dass sie sich nach zehn Jahren Ehe in einem glücklichen Zustand befinden. Johan ist sich dessen am sichersten; erfolgreich im Job, verliebt in seine Frau, zwei Töchter, beliebt bei den Freunden... Jeder erkennt ihn als anständigen Kerl an. Marianne hört eher zögerlich zu. Im Interview gibt auch sie zu, glücklich zu sein, würde sich mit ihrer Arbeit aber... Dann unterbricht man Marianne für ein Foto. Was hätte sie wohl hinzu gefügt, hätte man Marianne genauso lang sprechen lassen wie Johan? Johan selbst scheint das nicht sonderlich zu interessieren, schliesslich führen sie beide eine perfekte Ehe. Und so beginnt eine der wahrhaftigsten Liebesgeschichten, die je gedreht wurde! Bald schon wird die Ehe von Marianne und Johan zerbrechen, nicht aber ihre Liebe. Die Scheidung ist schlimm, doch sie haben sich berührt. Wirklich berührt! An dieser Berührung werden sie ein Leben lag festhalten. Eines der Lieblings-Themen von Ingmar Bergman ist die Kommunikation zwischen Menschen. Die Agonie von Paaren, wie Bergman es einmal zu Protokoll gab. Alle Menschen sind Inseln. Sie bleiben allein. So wie Bergmans Paar aus der oberen Mittelschicht Schwedens. Er ist Professor, sie Anwältin mit dem Fachgebiet Familie. Beide sind intelligent und unabhängig. Allerdings scheint sie nicht viel Spass am Sex zu haben. Die beiden Töchter sehen wir nie. Eines Abends gesteht Johan dann, dass er sich in eine Andere verliebt hat. Nichts kann man dagegen tun. Sie müssen sich trennen. Johan schloss sie aus und trotzdem liebt sie ihn. Sie fürchtet sogar, dass er Unglück über sich bringen wird. Dann geht er. Es ist hart, manchmal romantisch, letztlich erwachsen. Sie werden sich gegenseitig Vorwürfe machen und bitter verletzen, doch trotzdem bleibt da etwas. Sie beide empfinden Frustration und lassen die am Partner aus. Einmal schlägt er sie und weint bitterlich - wann haben wir je so tiefe Verzweiflung auf der Leinwand gesehen? Mit der Zeit aber werden der unstillbare Schmerz und der Verrat gedämpft. Schliesslich können sie sich sogar als gute Freunde treffen und sich lieben. Man kennt den Körper des Anderen, fast so wie ein altes Haus. Sie entfernen sich voneinander, heiraten wieder. Von Zeit zu Zeit sehen sie sich wieder. Zehn Jahre später treffen sie sich in Stockholm, beschliessen aus Nostalgie, ein Wochenende in ihrem alten Ferienhaus zu verbringen. Dort aber spuken alte Erinnerungen. Einmal wacht Marianne mitten in der Nacht auf und schreit. Johan muss sie fest halten. An diesem Punk ist ihre Heirat zwanzig Jahre her, die Scheidung zehn. Marianne und Johan sind mittleren Alters, doch immer noch benehmen si sich Nachts wie junge Liebende, die sich zur Beruhigung festhalten. Es ist eine Quelle der Versöhnung, jenseits der Liebe, der Ehe, des Egoismus. Das, was sie voneinander wissen, das bleibt. Menschen, die sich früher einmal so innig berührt haben, dass sie sich immer noch beruhigen können. Verheiratet sind sie nur im ersten Teil, doch aus Szenen einer Ehe besteht auch der Rest des Films. - They call it happiness, but in reality it is a truce. That's what they claim in an interview, namely that they are in a happy state after ten years of marriage. Johan is most sure of this; successful in his job, in love with his wife, two daughters, popular with friends.... Everyone recognises him as a decent guy. Marianne listens rather hesitantly. In the interview, she too admits to being happy, but would be happy with her work.... Then Marianne is interrupted for a photo. What would she have added if Marianne had been allowed to speak as long as Johan? Johan himself doesn't seem to care much, after all, they both lead a perfect marriage. And so begins one of the truest love stories ever filmed! Soon Marianne and Johan's marriage will break up, but not their love. The divorce is bad, but they have touched each other. Really touched! They will hold on to this touch for a lifetime. One of Ingmar Bergman's favourite themes is communication between people. The agony of couples, as Bergman once put it on record. All people are islands. They remain alone. Like Bergman's upper-middle-class couple in Sweden. He is a professor, she a lawyer specialising in the family. Both are intelligent and independent. However, she doesn't seem to enjoy sex much. We never see their two daughters. Then one evening Johan confesses that he has fallen in love with someone else. Nothing can be done about it. They have to separate. Johan shut her out and yet she loves him. She even fears that he will bring misfortune upon herself. Then he leaves. It's hard, sometimes romantic, ultimately adult. They will reproach and bitterly hurt each other, but still there remains something. They both feel frustration and take it out on their partner. At one point he hits her and weeps bitterly - when have we ever seen such deep despair on screen? Over time, however, the insatiable pain and betrayal are muted. Eventually they can even meet and love each other as good friends. One knows the other's body, almost like an old house. They move away from each other, marry again. From time to time they see each other again. Ten years later they meet in Stockholm, decide out of nostalgia to spend a weekend in their old holiday home. But old memories haunt them. Once Marianne wakes up in the middle of the night and screams. Johan has to hold her tight. On this punk, their marriage was twenty years ago, the divorce ten. Marianne and Johan are middle-aged, but still behave at night like young lovers holding each other to calm down. It is a source of reconciliation, beyond love, marriage, selfishness. What they know of each other, that remains. People who once touched each other so intimately that they can still reassure each other. They are only married in the first part, but scenes of a marriage make up the rest of the film.


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