Do, 27/03/2014 - 16:53
Directed by:
Ingmar Bergman
Schauspieler:
Harriet Andersson
Gunnar Björnstrand
Max Von Sydow
Lars Passgard
Video:
Trailer
Das Gesicht gilt als das Fenster zur Seele. In Ingmar Bergmans "Silence Of God" Trilogie ( "Through a Glass Darkly" (1961), "Winter Light" (1962) und "The Silence" (1963) sind Gesichter nicht nur von zentraler Bedeutung, sondern essentiell. Wir dürfen das nicht missverstehen, in der Annahme, Bergman würde ganz konventionell auf Nahaufnahmen setzen. Seine Figuren sind oft allein oder zu zweit. Sie schauen auf nichts bestimmtes. Vielleicht sehen sie gerade in sich hinein. Einmal fokussiert Harriet Anderssons Gesicht in Through A Glass Darkly einen bestimmten Punkt, irgendwo oben auf der Leinwand. Sie wendet ihren Blick nicht ab, zwinkert kein Mal. Der Blick verrät ihre Besessenheit; ihren Glauben, dass Stimmen nach ihr rufen. Hinter ihrem Gesicht erkennst du noch ein zweites. Eine Technik, die Bergman liebt. Ein Gesicht im Vordergrund und eines im Hintergrund. Achte mal darauf, denn genau diese Einstellung sieht nach BERGMAN FILM aus! Zwei Menschen, die sich nahe sind und doch getrennt voneinander. Es verrät unser Streben: Wir wollen uns nahe sein, einander die Hand reichen und doch stehen wir uns mit unseren inneren Zwängen selbst im Weg. Am liebsten arbeitete Bergman zusammen mit Kameramann Sven Nykvist. Nykvist beleuchtet die Gesichter, so dass wir Licht und Schatten erkennen. Offenbar gibt es mehr als nur eine Lichtquelle und so erscheinen die Gesichter getrennt voneinander. In Through a Glass Darkly verbringen der Vater, die Tochter, der Sohn sowie die Mutter einen Sommer gemeinsam auf einer schwedischen Insel. Von der Aussenwelt sind sie isoliert. Sie wohnen in einer etwas herunter gekommenen Hütte. Alles beginnt ganz normal, man diskutiert, was es abends zu essen gibt. Dann hören wir von der Krankheit Karins (Harriet Andersson). Es muss wohl Schizophrenie sein. Die Krankheit wurde behandelt und befindet sich auf dem Weg der Genesung. Ihr Mann Martin (Max von Sydow) liebt Karin, doch fühlt sich machtlos ihrer Krankheit gegenüber. Er kann ihr nicht helfen. Abends führt man ein Stück auf, dass die Ohnmacht der Kunst thematisiert. Es folgt eine schwedische Sommernacht. Wenn es dunkel wird, geht die Sonne bereits wieder auf. Durch das immerwährende Tageslicht, wirkt alles unheimlich, fast unwahr. So wie ein Wachtraum. Karin erhebt sich aus ihrem Bett, steigt die Treppe zum Dachboden hinauf. Wie in Trance klammert sie sich an die Wand, zeichnet Figuren auf der Wand nach. Man findet sie und Karins Züge erhellen sich - fast agiert sie wieder "normal". Später wird sie erzählen, dass Stimmen nach ihr riefen von der anderen Seite her. Es könnte Gott gewesen sein. Dann erscheint ihr Gott - doch in Form einer Spinne. Karin liest, dass ihre Krankheit wohl unheilbar ist. Karin ist durcheinander; wir erleben sie in der Kleidung eines Pinups und Bergman deutet einen Inzest an... Alles läuft darauf hinaus, dass sie einen Rückfall erleidet. Diesmal ist es der Hubschrauber der Ambulance, der ihr wie Gott erscheint. Versuch mal, einzelne Bilder des Films mit der Standbild Funktion einzufrieren. Jedes wird dir wie ein Gemälde erscheinen! Du wirst bemerken, dass die visuelle Inszenierung die Verstörung durch Karins Geisteskrankheit unterstreicht. Mehr noch, wir fangen an, genauso wie Karin zu empfinden und das baut eine ungeheure Kraft auf! Mit schmerzhafter Intensität fangen wir an, zu begreifen, wie Bergman, Sohn eines strengen Pfarrers, die Welt betrachtet. Eine Welt voller Tod, Sünde, Schmerz und Dämonen. Wir spüren Bergmans Sorge darüber, dass die Menschen diese Welt nur durch ein dunkles Glas betrachten können und nie ihre Bedeutung erfassen werden. - The face is considered the window to the soul. In Ingmar Bergman's "Silence Of God" trilogy ("Through a Glass Darkly" (1961), "Winter Light" (1962) and "The Silence" (1963), faces are not only of central importance, but essential. We must not misunderstand this, assuming that Bergman relies quite conventionally on close-ups. His figures are often alone or in pairs. They are not looking at anything in particular. Perhaps they are looking inside themselves. At one point, Harriet Andersson's face in Through A Glass Darkly focuses on a specific point, somewhere up on the screen. She doesn't avert her gaze, doesn't blink once. The gaze betrays her obsession; her belief that voices are calling to her. Behind her face you recognise a second one. A technique Bergman loves. One face in the foreground and one in the background. Pay attention to this, because this is exactly the shot that looks like BERGMAN FILM! Two people who are close, yet separate. It betrays our aspirations: We want to be close, to reach out to each other, and yet we stand in our own way with our inner compulsions. Bergman preferred to work with cameraman Sven Nykvist. Nykvist illuminates the faces so that we see light and shadow. Obviously there is more than one light source and so the faces appear separate from each other. In Through a Glass Darkly, the father, daughter, son and mother spend a summer together on a Swedish island. They are isolated from the outside world. They live in a somewhat run-down hut. Everything begins normally, they discuss what to eat in the evening. Then we hear about Karin's (Harriet Andersson) illness. It must be schizophrenia. The illness has been treated and is on the road to recovery. Her husband Martin (Max von Sydow) loves Karin, but feels powerless over her illness. He cannot help her. In the evening, they perform a play that deals with the powerlessness of art. A Swedish summer night follows. When it gets dark, the sun is already rising again. The perpetual daylight makes everything seem eerie, almost untrue. Like a waking dream. Karin rises from her bed, climbs the stairs to the attic. As if in a trance, she clings to the wall, traces figures on the wall. They are found and Karin's features brighten - she almost acts "normal" again. Later she will tell us that voices called to her from the other side. It could have been God. Then God appears to her - but in the form of a spider. Karin reads that her illness is probably incurable. Karin is confused; we see her dressed as a pinup and Bergman hints at incest.... Everything boils down to her having a relapse. This time it is the ambulance helicopter that seems like God to her. Try freezing individual frames of the film with the freeze frame function. Each one will seem like a painting! You will notice that the visual staging underlines the disturbance of Karin's mental illness. More than that, we begin to feel the same way Karin does and that builds tremendous power! With painful intensity we begin to understand how Bergman, son of a strict priest, views the world. A world full of death, sin, pain and demons. We feel Bergman's concern that people can only look at this world through a dark glass and will never grasp its meaning.
Translated with www.DeepL.com/Translator (free version)
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Fr, 22/04/2016 - 09:56
Honestly? Relatable.
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