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The Tribe - Plemya (2014) (Rating 6,2) (OmeU) DVD6111

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The Tribe - Plemya (2014) (Rating 6,2) (OmeU) DVD6111
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Fr, 09/10/2015 - 00:02
Directed by: Miroslav Slaboshpitsky
Schauspieler: Grigoriy Fesenko Yana Novikova Rosa Babiy
Video: Trailer

Man stelle sich vor, irgendwo auf der Welt befände sich eine Spezies, die vollkommen unerkannt exisitiert. Was würdest du als Filmemacher damit anfangen? Nicht mehr als eine Art Remake von Kids? Irgendwann, als mir bewusst wurde, dass The Tribe nichts anderes ist als ein östliches Remake von Kids ohne Worte, begann es mich zu frustrieren. "Dieser Film ist komplett in Gebärdensprache gefilmt. Es gibt keine Untertitel und keine Übersetzung!", warnt uns der ukrainische Regisseur Miroslav Slaboshpitsky, der seinen Film mit gehörlosen Laiendarstellern inszenierte. Ein moderner Stummfilm. Es könnte sich der Raum für neue Ausdrucksmöglichkeiten entwickeln, welche Sprache ersetzen. Wir sind nun in der Position der Gehörlosen. Der neue Schüler Sergey betritt den Speisesaal eines Gehörlosen-Internats. Niemand ist da, der ihn vorstellt, also nimmt er resigniert allein Platz an einem der Tische. Sofort reisst ihm ein mongoloider Junge das Tablett weg und macht sich über das Essen her. Man weist ihm ein Zimmer zu, doch bald wird er aus seinem Bett geworfen. Ganz kurz erleben wir eine Unterrichtsstunde in Geographie. Der Junge hat im Grunde keine andere Wahl, als sich einer Bande anzuschliessen. Nachts ziehen sie los und berauben einen Schnapsladen. Mit voller Wut prügeln sie einen Mann zu Boden, der dort mit zwei Tüten steht. Etwas an Sergeys Körperhaltung verrät, dass er sich dabei so unwohl fühlt wie wir - die wir ungewollt vom Film zu Komplizen gemacht werden. Später verkaufen sie zwei Mädchen aus dem Internat an Truckfahrer, woran auch die Lehrer verdienen. Sergey schliesslich wird zum Zuhälter der Mädchen. Am Ende der Nacht stehen die Mädchen nun auch ihm zur Verfügung. Von Anna will Sergey aber mehr als einen routinierten Blow-job. Er verlangt Liebe, wovor sie erst zurückschreckt. Dann aber erleben wir die Körper der Beiden, fast so wie Skulpturen. Dieser Liebesakt soll aber gleichzeitig ein entscheidender Störfaktor im Internat werden... Ohne die besonderen Umstände, dass The Tribe in einer Gehörlosenschule spielt und eben die Vorteile, gehörloser Darsteller zu nutzen weiss, wäre das nur ein weiterer banaler Arthaus Film. Mit The Tribe gewegt sich Miroslav Slaboshpitsky auf die unterste Stufe mutlosen Ästhetizimus: Die Kids schlafen miteinander, später bekommen sie eine Flasche über den Kopf geschlagen. Viele Sequenzen der Kommunikation ohne Worte könnten tatsächlich filmisch spannend wirken - dann aber müssen wieder Sex und Gewalt herhalten. Die gehörlosen Darsteller aber verdienen einen besseren Film als The Tribe. Und wir auch! - Imagine that somewhere in the world there was a species that existed completely unrecognized. What would you do as a filmmaker? Nothing more than some kind of remake of kids? When I realized that The Tribe was nothing more than an eastern remake of Kids Without Words, it began to frustrate me. "This film is filmed entirely in sign language. There are no subtitles and no translations," warns us Ukrainian director Miroslav Slaboshpitsky, who directed his film with deaf amateur actors. A modern silent film. The space for new possibilities of expression could develop, which could replace language. We are now in the position of the deaf. The new student Sergey enters the dining room of a boarding school for the deaf. There is no one to introduce him, so he resigns alone at one of the tables. Immediately a Mongoloid boy pulls the tray off him and starts eating. He is assigned a room, but soon he is thrown out of bed. Very briefly we experience a lesson in geography. The boy basically has no choice but to join a gang. At night they go out and rob a liquor store. With rage they beat a man to the ground who stands there with two bags. Something about Sergey's posture reveals that he feels as uncomfortable as we do - which we are involuntarily turned into accomplices by the film. Later they sell two girls from the boarding school to truck drivers, from which the teachers also earn money. Sergey finally becomes the pimp of the girls. At the end of the night, the girls are now at his disposal. But Sergey wants more from Anna than an experienced blow-job. He demands love, which she shy away from. But then we experience the bodies of the two, almost like sculptures. At the same time, however, this act of love should become a decisive disturbance factor in the boarding school... Without the special circumstances that The Tribe plays in a school for the deaf and knows the advantages of using deaf actors, this would be just another banal Arthaus film. With The Tribe Miroslav Slaboshpitsky moves to the lowest level of despondent aesthetics: the kids sleep together, later they get a bottle beaten over their head. Many sequences of communication without words could actually have an exciting cinematic effect - but then sex and violence have to come up again. But the deaf actors deserve a better movie than The Tribe. And so are we!

Kommentare

Eure letzten Kommentare
aarthfurs
aarthfurs
Sa, 30/04/2016 - 11:30

過於寂靜的喧囂

過於寂靜的喧囂

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divergence
divergence
Di, 16/02/2016 - 18:32

Was THE TRIBE in erster Linie

Was THE TRIBE in erster Linie so verstörend macht ist, das man sich al Zuschauer so orientierungslos fühlt. Man weiß nie direkt, wohin die Szene führt. Die Sprachlosigkeit der Protagonisten führen dazu, das wir sie schon vornherein gar nicht verstehen können.
Die Geschichte spielt in einem Internat für Taubstumme und handelt von einem Jungen, der in Kontakt mit kriminellen Mitschülern gerät und sich bald in einem Ring um Raubzüge und Prostitution wiederfindet. Aus dieser Story lässt sich sowohl ein klassisches Coming-of-Age Drama erzählen, wie auch eine Kriminalgeschichte. THE TRIBE ist beides, aber dennoch nicht festlegbar da seine Wirkung letztendlich die Handlung einnimmt. Dadurch verkommt der Film aber zum höchst anstrengenden Erlebnis da er nicht mal daran denkt, dem Zuschauer irgendeine Leitlinie hinzuzeichnen. Man fühlt sich genauso verloren wie der Protagonist. Ich denke, das passendste Wort hierfür wäre "Unverstanden". THE TRIBE verschließt sich in seiner Härte und seiner rauen Atmosphäre völlig dem Zuschauer sodass sich irgendwann pure Hilflosigkeit in ihm ausbreitet.
Besonders zu loben ist an THE TRIBE auch, das er keine Geschichte um eine Behinderung erzählt. Es geht weder um das Umfeld von Gehörlosen, noch deren Stand in der Gesellschaft wodurch der Film großartig befreit wirkt.

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medarus
medarus
Sa, 10/10/2015 - 21:46

Bin gespannt, läuft ja gerade

Bin gespannt, läuft ja gerade im Kino an.

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