Episodenfilme geniessen nicht den besten Ruf. Immer wird man aus dem Fluss der Erzählung gerissen, wenn wieder etwas Neues beginnt und ausserdem können die einzelnen Geschichten oft nicht ein Niveau halten. Man führe sich all diese Nachteile vor Augen, um die schöne Überraschung zu begreifen, die Wild Tales darstellt: Es ist vermutlich der beste Episodenfilm, den ich bis dahin gesehen habe! Gross ist die Fertigkeit der Macher, die Defizite des Episodenfilms zu überbrücken und uns ein Werk wie aus einem Guss zu schenken. Ich denke, der Vorteil von Wild Tales ist der, dass sich nur ein Regisseur dafür verantwortlich zeichnet: Damian Szifron. Szifron hat grosse Qualitäten, nicht nur als Regisseur, sondern auch als Geschichtenerzähler: Jedes der sechs Kapitel (keines ist länger als 20 Minuten) ist spannend und von ätzendem schwarzen Humor geprägt. Zorn ist die Triebfeder der sechs Episoden. Am Ende stehen Rache und Vergeltung - wohl aber mit unvohersehbarer Wendung, um der moralischen Gewissheit den Boden unter den Füssen zu entziehen. In der ersten Geschichten befinden sich Flugzeuggäste in der Maschine eines Mannes, dem sie in der Vergangenheit alle übel mitgespielt haben. Sodann erkennt eine Kellnerin einen ihrer Gäste: Es ist der Kredithai, der ihren Vater in den Selbstmord trieb. Die dritte Episode handelt von der Eskalation eines Überholmanövers. Der vierte Abschnitt zeigt einen Sprengmeister, der gegen die Behörden kämpft, im fünften gehts um Korruption und die sechste Geschichte schliesslich handelt von einer entfesselten Hochzeit. Ich denke, jedes der sechs Kapitel hat an sich die Qualität, ein Kurzfilm-Festival abzuräumen. Zusammen haben sie die mitreissende Energie einer wahrhaft künstlerischen Vision! Wir werden bestimmt noch von ihm höhren, denn für mich besitzt Szifron Format! - Episode films do not enjoy the best reputation. One is always torn out of the flow of the story when something new begins again and in addition, the individual stories often cannot maintain a level. Think of all these disadvantages in order to understand the beautiful surprise that Wild Tales represents: It's probably the best episode film I've seen so far! The skill of the makers is great to bridge the deficits of the episodic film and to give us a work as if it were all of one piece. I think the advantage of Wild Tales is that only one director is responsible: Damian Szifron. Szifron has great qualities, not only as a director, but also as a storyteller: each of the six chapters (none is longer than 20 minutes) is exciting and characterized by caustic black humor. Anger is the driving force behind the six episodes. In the end there is revenge and retribution - but with an unpredictable twist in order to remove the moral certainty from the ground underfoot. In the first story, airplane passengers are on the plane of a man they've all been playing badly with in the past. Then a waitress recognizes one of her guests: It is the loan shark who drove her father to suicide. The third episode is about the escalation of an overtaking manoeuvre. The fourth section shows an blaster fighting the authorities, the fifth section is about corruption and the sixth section is about an unleashed wedding. I think each of the six chapters has the quality in itself to win a short film festival. Together they have the rousing energy of a truly artistic vision! I'm sure we'll hear from him, because Szifron has format for me!
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