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Woman of the dunes - Die Frau in den Dünen - Suna No Ona (1964) (Rating 9,0) (OmeU) DVD1222

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Woman of the dunes - Die Frau in den Dünen - Suna No Ona (1964) (Rating 9,0) (OmeU) DVD1222
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Do, 27/03/2014 - 16:55
Directed by: Hiroshi Teshigahara
Schauspieler: Eiji Okada Kyoko Kishida
Video: Trailer

Kennst du das Gefühl, jahrelang einen Film zu suchen, den du einfach nicht bekommen kannst? So ging es mir mit Woman In The Dunes, bis die vorliegende DVD veröffentlicht wurde (ich weiss, der Netflix User kann das nicht verstehen, denn seine Superhelden stehen per Click stets bereit...). Er würde gern in privaten Unterkünften übernachten, sagt der Mann, der seinen letzten Bus verpasst hat. Er erforscht Insekten in einer entlegenen Wüsten-Region Japans. Nun folgt er einer Fremden, die ihn einlädt, über Nacht zu bleiben. Ihr Haus liegt mitten in der Mulde einer Düne und betreten kann man es nur über eine Leiter. Er klettert die Leiter hinunter und verbringt die Nacht bei ihr als Gast. Am nächsten Morgen findet er die Fremde nackt; ihr Körper ist über und über mit Sand bedeckt. Er will weiterziehen, doch die Leiter ist weg. Ein brutaler Akkord erklingt in diesem Moment. Das ist Woman Of The Dunes, ein scheinbar realistischer Film, der darüber hinaus als Parabel des Lebens funktioniert. Der Mann (Eiji Okada) hat fortan die Aufgabe, Sand für die Fremde (Kyoko Kishida) zu schaufeln, denn sonst würde das Haus zu ihrem Grab werden. Unablässig treibt der Sand, immerfort muss dagegen an gebuddelt werden. Die Frau warnt ihn: Würde ihr Haus verschüttet werden, wäre danach das nächste Gebäude dran. Ich verstehe ihre Erklärung nicht und auch nicht die örtliche Wirtschaft, da die Dorfbewohner den Sand verkaufen. Scheinbar ist der Sand zu salzig, um den Auflagen der Bauwirtschaft zu genügen und wird deshalb billig verkauft. Wie dem auch sei, ein logischer Hintergrund existiert nicht. Regisseur Hiroshi Teshigahara hat aber schliesslich auch keinen Film über Sand gemacht, sondern über das Leben. Und ist der Mann nicht selbst Schuld? Wollte er nicht vor etwas entfliehen? Suchte er nicht die Einsamkeit? Ob sie Sand schaufelt, um zu überleben oder überlebt, weil sie Sand schaufelt, fragt er die Fremde. Wir erkennen den Mythos des Sisyphus darin. The Woman In The Dunes eröffnet mit einer sagenhaften Montage, in der wir erst einen Berg von Edelsteinen betrachten, dann die Düne - eine immer feiner werdende Körnung. Niemals zuvor oder danach habe ich eine solche Kameraarbeit gesehen! Hiroshi Segawa hat den Sand der Dünen so fabelhaft fotografiert, dass wir zwar eine Parabel erleben, aber glauben, alles geschehe tatsächlich! Die Musik von Toru Takemitsu scheint die Handlung dabei gar nicht zu unterstützen, sondern nur zu verspotten. Wer den Film zum ersten Mal sieht, muss meinen, The Woman In The Dunes sei ein psychologisches Erotik-Drama, denn so funktioniert die Ausgangssituation: Eine Frau, die ihren Körper für den Preis lebenslanger Einsamkeit anbietet. Feindseligkeit und Kampf zeichnen ihre Beziehung; im Grunde ist er ihr Sklave. Bondage. Viel stärker als in jedem anderen Film, den ich kenne, wird die Struktur von Woman In The Dunes spürbar durch die Fotografie: Sand, nackte Haut oder Wasser, das wiederum die Beschaffenheit des Sandes verändert. Wir sehen die Frau und meinen genau zu wissen, wie sich ihre Haut anfühlt! Die Sexszenen, sie sind ein Teil der allumfassenden Realität des Films. Das Leben in den Dünen, es besteht nur aus Arbeit, Schlaf, Essen und Sex. Die Frau wünscht sich zwar ein Radio, um wenigstens die Nachrichten zu hören - wir aber wissen, wie bedeutungslos das eigentlich ist. Ganz langsam führt der Autor Kobo Abe das Ungeheuerliche dieser Situation vor. Das Dilemma des Mannes entwickelt sich schleichend während der täglichen Routine in der Düne. Auch die Frau ist eine Gefangene, die zwar von den Dorfbewohnern versorgt wird, aber nicht entkommen kann. Längst hat sie sich ihrem Schicksal gefügt. Ich denke, falls es eine Möglichkeit gebe, zu fliehen - die Frau würde sie nicht einmal ergreifen! Wir erfahren, dass ihre Familie bereits umkam in den Dünen (ihre Knochen sind vor dem Haus begraben). Allein sieht sie sich ausserstande, genug Sand zu schaufeln und würde genauso begraben werden. Der Mann versurcht alles, um aus der Düne zu klettern. Er benutzt sein Wissen als Naturforscher - letztlich umsonst. Doch ist sein Leben im Sand nicht sinnvoll? Alles andere, wie uns eine Stimme aus dem Off (seine eigene?) erklärt, ist bloss Papierkram: Verträge, Lizenzen, Ausweiskarten... Hier erleben wir die Einheit Subjekt - Idee - Stil. Daraus zieht Woman In The Dunes seine ganze Kraft und die liess mich ab der ersten Einstellung des Films nicht mehr los! Mann und Frau, sie können nicht entkommen. Von ihnen hängt das Schicksal der Gemeinde ab und davon das der ganzen Welt. Dann aber findet er heraus, wie die Wasserpumpe in der Düne funktioniert. Immer noch sind sie gefangen, aber von nun an werden die Lebensbedingungen im Sand ein bisschen besser... -  Do you know the feeling of looking for a film for years that you just can't get? That's how I felt with Woman In The Dunes until this DVD was released (I know the Netflix user can't understand that because his superheroes are always ready to click...). He would like to stay in private accommodations, says the man who missed his last bus. He explores insects in a remote desert region of Japan. Now he follows a stranger who invites him to stay overnight. Her house lies in the middle of a dune and can only be entered via a ladder. He climbs down the ladder and spends the night with her as a guest. The next morning he finds the stranger naked; her body is covered with sand all over. He wants to move on, but the ladder is gone. A brutal chord sounds at this moment. This is Woman Of The Dunes, a seemingly realistic film that also functions as a parable of life. From now on the man (Eiji Okada) has the task to shovel sand for the stranger (Kyoko Kishida), otherwise the house would become her grave. The sand floats relentlessly, but there's always a lot of digging to do. The woman warns him: "If her house were buried, the next building would be next. I don't understand her explanation or the local economy, because the villagers sell the sand. Apparently the sand is too salty to meet the requirements of the construction industry and is therefore sold cheaply. Be that as it may, there is no logical background. Director Hiroshi Teshigahara didn't make a film about sand, but about life. And isn't it the man's own fault? Didn't he want to escape from something? Didn't he seek solitude? Whether she shovels sand to survive or survives because she shovels sand, he asks the stranger. We recognize the myth of Sisyphus in this. The Woman In The Dunes opens with a fabulous montage in which we first look at a mountain of gems, then at the dune - an ever finer grain. Never before or after have I seen such a camera work! Hiroshi Segawa has photographed the sand of the dunes so fabulously that we experience a parable, but believe that everything is happening! The music of Toru Takemitsu doesn't seem to support the plot at all, but only to mock it. Whoever sees the film for the first time must think that The Woman In The Dunes is a psychological erotic drama, because this is how the starting situation works: a woman who offers her body for the price of lifelong loneliness. Hostility and struggle characterize her relationship; basically he is her slave. Bondage. Much stronger than in any other film I know, the structure of Woman In The Dunes is perceptible through photography: sand, naked skin or water, which in turn changes the texture of the sand. We see the woman and think we know exactly what her skin feels like! The sex scenes, they are part of the all-encompassing reality of the film. Life in the dunes, it consists only of work, sleep, food and sex. The woman wants a radio to at least listen to the news - but we know how meaningless it actually is. Very slowly the author Kobo Abe demonstrates the monstrosity of this situation. The dilemma of the man develops gradually during the daily routine in the dune. The woman is also a prisoner, who is taken care of by the villagers, but cannot escape. She has long since yielded to her fate. I think that if there was a chance to escape, the woman would not even take her! We learn that her family already died in the dunes (her bones are buried in front of the house). Alone she is unable to shovel enough sand and would be buried in the same way. The man scorches everything to climb out of the dune. He uses his knowledge as a natural scientist - ultimately for nothing. But doesn't his life in the sand make sense? Everything else, as a voice from off (his own?) explains to us, is just paperwork: contracts, licenses, identity cards... Here we experience the unity subject - idea - style. Woman In The Dunes draws all its strength from this and from the very first shot of the film it never let go of me! Man and woman, they cannot escape. The fate of the community and of the whole world depends on them. But then he finds out how the water pump in the dune works. They are still trapped, but from now on the living conditions in the sand become a bit better...

Kommentare

Eure letzten Kommentare
Filmkunstbar Fitzcarraldo Catalogue
Filmkunstbar Fitzcarraldo Catalogue
Sa, 07/05/2016 - 13:25

This is how to do an allegory

This is how to do an allegory without being impenetrable!!!

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Ebru
Ebru
Sa, 07/05/2016 - 13:20

Few films are able to present

Few films are able to present the audience with such tangible feelings and emotions, texture so real you find yourself brushing the sand off of your forearms, shaking your hair to rid yourself of this polished dirt that seems to weigh you down and keep you from reaching what's just within arm's length. Lack of security under the sheltering sky is enough to wear down even the mind of the strongest men, but once mother

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