Alles recht chaotisch. Einige Male scheint er sich anzustrengen, ein besserer Film zu werden. Jedes Mal nimmt er diese Anstrengung anschliessend wieder zurück. Leonardo DiCaprios Figur Richard hat all seine Facetten gezeigt, seine Ziele sind uns bewusst. Immer, wenn er aber am Ziel angelangt scheint, hält der Film eine weitere Hürde für ihn parat. DiCaprio führt uns in das Geschehen ein durch einen Monolog, der irgendwie wie aus einem Kriegsfilm entliehen klingt. Dabei ist er doch nur ein Rucksack Reisender auf dem Weg nach Bangkok. Im Hotel hört er von einem abgelegenen Strand, wie ein Paradies. DiCaprio, der Richard spielt, lernt im Hotel noch mehr Gäste kennen, die zu diesem Strand wollen. Ein französisches Paar, Francoise (Virginie Ledoyen) und Etienne (Guillaume Canet), begleitet ihn. Was wird geschehen? - The Beach ist ein Film, in dem Touristen von bewaffneten Guerillas durch ein Mariuanha Feld gejagt werden und Richard Augenkontakt mit einem Hai aufnehmen wird. Hört sich das an wie Füll-Material? Doch noch sind Richard und das französische Paar aber ganz am Anfang ihrer Reise. Tatsächlich finden sie den geheimnisvollen Strand. Dort hat sich eine Hippie Kommune unter der Herrschaft von Sal (Tilda Swinton) angesiedelt. Es ist das Paradies, nur die Lust auf Francoise lenkt Richard davon ab. Befinden wir uns also in einer Menage A Trois? Nein, denn Francoise einmal begehrt, wird später einfach vergessen. Es gibt Sex-Szenen, aber die sind nicht wichtig für den Film (ausser dass ich nun feststellen musste, dass The Beach die Qualitäten eines Insel Liebesfilms der 80er angenommen hatte). Weitere Sequenzen fallen in die Kategorie der vermeintlich guten Ideen; so erleben wir Richard, der agiert wie in einem Computerspiel und die Landschaft erscheint genauso animiert. Das kommt unverhofft und ziemlich bekloppt. Wesentlich ist die Entwicklung Richards von einem netten amerikanischen Touristen zu einem selbstbezogenen Tarzan. Eine so einfallsarme Geschichte braucht viel Action, um nicht zu langweilen (man erinnere sich an die Begegnung Richards mit einem Hai). Wir bewegen uns in einem Mix aus Action Film, Hippie Resignation nach dem verlorenen Paradies und der Erinnerung an bessere Zeiten... Man stelle sich vor, wir sässen mit am Tisch, an dem das Studio diesen Film konzipiert: The Beach scheint mir wie eine Abschrift aller Einwände und Diskussionen darüber. Ein fertiger Film ist es noch lange nicht. Man muss dazu wissen, dass die Erwartungshaltung an den Regisseur Danny Boyle enorm war: Er galt damals als das britische Wunderkind, der verantwortlich war für eine britische Neue Welle. Erinnert sich noch jemand an die Sticker "Buy British", die auf Filmen und CDs in den 90ern klebten? Zu der Zeit lag in jeder guten Studenten Küche der Roman The Beach von Alex Garland. Jeder hatte das Buch gelesen und war gespannt auf die Verfilmung. Heute wissen wir: Danny Boyle ist ein guter Regisseur. Damals war ich ziemlich verwirrt, dass er sich zu solch einem postmodernen Schnickschnack hinreissen liess. The Beach endet als Abgesang. Einer der Hippies wird von einem Hai gebissen. Sal weigert sich, Hilfe zu holen, da sie ihr Paradies beschützen will. Der Verletzte fungiert nun als die dunkle albtraumartige Seite der Kommune. Hier klingt ein anderer, viel düsterer Film an - wobei dieser Erzählstrang auch nicht weiter verfolgt wird. Vermutlich rührt das daher, weil wir das Geschehen immer nur durch Richards Perspektive erleben und niemand in der Gruppe als Charakter wirklich interessiert. DiCaprio war damals der neue grosse Star Hollywoods und man wollte wohl den Zuschauern viel DiCaprio für ihr Geld zeigen. In einem klügeren Film könnte seine narzistische Figur allein im Wald enden mit Schreien, die niemand vernimmt... - It's all pretty messy. A few times he seems to make an effort to become a better movie. Every time he takes this effort back. Leonardo DiCaprio's character Richard has shown all his facets, we are aware of his goals. Whenever he seems to have reached his goal, the film holds another hurdle in store for him. DiCaprio introduces us to the events through a monologue, which somehow sounds like borrowed from a war movie. Yet, he is just a backpack traveller on his way to Bangkok. In the hotel he hears about a remote beach, like a paradise. DiCaprio, who plays Richard, meets even more guests in the hotel who want to go to this beach. A French couple, Francoise (Virginie Ledoyen) and Etienne (Guillaume Canet), accompany him. What will happen? - The Beach is a film in which tourists are chased through a Mariuanha field by armed guerrillas and Richard makes eye contact with a shark. Does that sound like filling material? But Richard and the French couple are still at the beginning of their journey. In fact, they find the mysterious beach. There a hippie community has settled under the rule of Sal (Tilda Swinton). It's paradise, only the desire for Francoise distracts Richard. So are we in a Menage A Trois? No, because once Francoise is desired, it is simply forgotten later. There are sex scenes, but they are not important for the movie (except that I had to find out that The Beach had the qualities of an island love movie of the 80s). Further sequences fall into the category of supposedly good ideas; so we experience Richard acting like in a computer game and the landscape seems just as animated. This comes unexpectedly and quite crazy. Essential is the development of Richard from a nice American tourist to a self-centered Tarzan. Such a uninspiring story needs a lot of action in order not to get bored (remember Richards encounter with a shark). We move in a mix of action movie, hippie resignation after the lost paradise and the memory of better times... Imagine we were sitting at the table where the studio conceived this film: The Beach seems to me like a copy of all the objections and discussions about it. It's far from being a finished film. You have to know that the expectations of the director Danny Boyle were enormous: He was considered the British wunderkind at that time, who was responsible for a British New Wave. Does anyone remember the stickers "Buy British" stuck on films and CDs in the 90s? At that time, every good student's kitchen had Alex Garland's novel The Beach. Everyone had read the book and was excited about the film version. Today we know: Danny Boyle is a good director. Back then I was quite confused that he got carried away to such postmodern bells and whistles. The Beach ends as a swan song. One of the hippies is bitten by a shark. Sal refuses to get help because she wants to protect her paradise. The injured now functions as the dark nightmarish side of the commune. Here sounds another, much darker film - and this narrative strand is also not pursued any further. Probably this is because we only experience the events from Richard's perspective and nobody in the group is really interested as a character. At that time DiCaprio was the new big star of Hollywood and they probably wanted to show the viewers a lot of DiCaprio for their money. In a smarter film, his narcissistic figure could end up alone in the woods with screams that nobody hears...
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Größtenteils ein Teenager-ich
Größtenteils ein Teenager-ich-habe-Sehnsucht-nach-Freiheit-und-Abenteuer-und-fliehe-aus-meinem-Leben-Lebensgefühl-Film,in dem aber nichts so wirklich passiert.Zum Ende hin versucht er auf einer Psycho-Ebene zu fahren,das Ganze aber ziemlich unrealistisch verpackt.


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