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Denn sie wissen nicht was sie tun - Rebel without a Cause (1955) (Rating 9,1) DVD2419

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Rebel without a Cause
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Do, 27/03/2014 - 16:53
Directed by: Nicholas Ray
Schauspieler: James Dean (Jim Stark) Natalie Wood (Judy) Dennis Hopper (Goon) Jim Backus (Jims Vater) Ann Doran (Jims Mutter) Virginia Brissac (Jims Grossmutter) Sal Mineo (John 'plato' Crwaford) Corey Allen (Buzz Gunderson) William Hopper (Judys Vater) Rochelle Hudson (Judys Mutter) Edward Platt (Ray Fremick) Steffi Sidney (Mil) Beverly Long (Helen) Ian Wolfe (Dr. Minton) Frank Mazzola (Crunch) Jack Simmons (Cookie) Tom Bernard (Harry) Nick Adams (Chick) Jack Grinnage (Moose) Clifford Morris (Cliff)
Video: Trailer
Spielt James Dean oder ist der qualvoll schreiende Typ er selbst? Sind James Dean und der grundlos rebellische Jim Stark eins? Einen Monat vor der Premiere starb Dean, wie wir wissen. So als ob er eine lange und erfolgreiche Karriere selbst vereiteln wollte. Ein Protest, sich zu etablieren. Man kann so wunderbar viel in James Dean hinein interpretieren. Denn bereits 1955 übernahm seine Legende. Wer Rebel Without A Cause heute wieder sieht, wird etwas enttäuscht sein. Der Film alterte nicht so gut wie andere Klassiker. Doch wie möchte man auch ein Stück Jugendkultur für die Nachwelt einfrieren? Männer durften ab den 50ern weiblicher, sexueller und vor allem verwirrter sein. Vorbild: James Dean. "What can you do when you have to be a man?"; fragt sich Jim. Jims Mutter ist dominant, der Vater eine Witzfigur. Deshalb rebelliert Jim. In den 50ern verweigerte man sich noch nicht dem Kriegsdienst, wohl aber den eigenen Eltern. Es ist eine nicht gesteuerte Wut, anders als während der Gegen-Kultur der 60er. Jim fühlt sich von Mutter und Vater betrogen. Er fühlt sich unwohl, ja er zweifelt an allem. Existentialismus trifft Pop-Kultur. Jim ist der "Neue" in der Nachbarschaft. Man schneidet ihm die Reifen auf, fordert ihn zum Rennen. Das Mädchen nebenan, Judy (Natalie Wood), aber mag ihn. Vor dem tödlichen Rennen nehmen sie in der Schule einen Text vom Ende der Menschheit durch. Wie trivial sind menschliche Probleme im Angesicht des Universums? Und während Jims Vater zu Hause eine Schürze trägt, gründet Jim mit Judy und "Plato" (Sal Mineo) eine Ersatz-Familie. Im Grunde wirkt Rebel Without A Cause heutigen Indie Filmen gar nicht so unähnlich: Immerhin werden Charaktere mit bizarrem Verhalten gezeigt, die eine Scharade "normalen" Verhaltens aufführen. So wie die Ersatz-Familie. Jim handelt ungeheuer affektiert. "Plato" trieft vor Selbstmitleid wie ein wahrer Narzisst. Judy pflegt eine seltsam sexuelle Beziehung zu ihrem Vater. Unter der Oberfläche gärt der Wahnsinn! Da scheint sich eine kranke Energie aufzubauen, die das Publikum der 50er vermutlich nicht einmal wahr nahm. Weiss der Film überhaupt wie subversiv er ist? Nicholas Ray hat Rebel Without A Cause wild und chaotisch inszeniert. Gar nicht perfekt, aber genauso unaufgeräumt wie seine Helden. Der Film - genau wie sein Held Jim - will verzweifelt etwas mitteilen. Nur weiss er nicht genau was! Und wüsste er es - dann würde Rebel Without A Cause bestimmt seine Faszination einbüssen. - Is James Dean playing or is the agonizing screaming guy himself? Are James Dean and the groundless rebellious Jim Stark one? One month before the premiere Dean died, as we know. As if he wanted to thwart a long and successful career himself. A protest to establish himself. You can so wonderfully interpret so much into James Dean. Because already in 1955 his legend took over. Whoever sees Rebel Without A Cause again today will be a little disappointed. The film didn't age as well as other classics. But how do you want to freeze a piece of youth culture for posterity? Men were allowed to be more feminine, more sexual and above all more confused from the 50s on. Model: James Dean. "What can you do when you have to be a man?" asks Jim. Jim's mother is dominant, his father a joke. That's why Jim rebels. In the 50s they didn't refuse military service, but their own parents did. It's an uncontrolled rage, unlike the counter-culture of the 60s. Jim feels betrayed by his mother and father. He feels uncomfortable, even doubts everything. Existentialism meets pop culture. Jim is the "new one" in the neighbourhood. You cut his tires open, challenge him to a race. The girl next door, Judy (Natalie Wood), but likes him. Before the deadly race, they take a text from the end of mankind through school. How trivial are human problems in the face of the universe? And while Jim's father wears an apron at home, Jim founds a replacement family with Judy and "Plato" (Sal Mineo). Basically, Rebel Without A Cause doesn't look so dissimilar to today's indie movies: After all, characters with bizarre behavior are shown who perform a charade of "normal" behavior. Like the replacement family. Jim acts tremendously affected. "Plato" drips with self-pity like a true narcissist. Judy has a strange sexual relationship with her father. Under the surface the madness ferment! There seems to be a sick energy building up which the audience of the 50s probably didn't even notice. Does the film even know how subversive it is? Nicholas Ray staged Rebel Without A Cause wild and chaotic. Not perfect at all, but just as untidy as his heroes. The film - just like its hero Jim - desperately wants to communicate something. But he doesn't know exactly what! And if he knew - then Rebel Without A Cause would certainly lose its fascination.

Kommentare

Eure letzten Kommentare
erkan.a
erkan.a
Sa, 16/04/2016 - 16:16

Rebel Without a Cause" war

Rebel Without a Cause" war mein erster Film mit dem sagenumwobenen James Dean, der überlebensgroßen Stilikone. Und wie sollte es anders sein, der Typ hat mich wie soviele mit seinem Schlafzimmerblick um den Finger gewickelt. Irgendwas ist da in seinen Augen, etwas Melancholisches, Geheimnisvolles, etwas was die Menschen seit über 60 Jahren in seinen Bann zieht.

Und doch: Ich hab einen Film gesehen, der sich ein wenig wie ein ungleiches Sockenpaar anfühlt. Auf der einen Seite die coole Socke namens James, auf der anderen eine ausgeleierte Alteherrensocke aus den 50ern, Model: melodramatische Kratzwolle.

In seinen besten Momenten ist "Rebel Without a Cause" ein afmerksames und feinfühliges Drama, aber wenn die ersten schwülstigen Dialoge einsetzen und bei jedem kleinsten Anflug von Spannung oder Emotion die hochdramatische Standart-Musi erklingt, dann springt ein Teil von mir aus dem fahrenden Auto und schaut sich das Ganze aus der Ferne an. Nennt mich ruhig einen Hasenfuß, aber ein großer Fan vom hollywoodschen Gefühlstheater dieser Zeit werd ich in diesem Leben wohl nicht mehr. Gerne hätt ich Dean etwas später, in der New Hollywood Ära erlebt, als die Filme kritischer, ambivalenter, einfach lebensnaher wurden.

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