Was haben die Depressionsgeschichte Garden state, die Teenager Schwangerschaft Juno oder die zerrütteten Ehen in Lost in translation gemeinsam? Sie garantieren gute Laune. Wohl bemerkt, hier handelt sichs nicht um Komödien. Feel Good Movies scheinen in ganz besonderem Masse ans Gefühl der Zuschauer zu appellieren. Selbst in dem Fall, dass schwierige Themen wie Arbeitslosigkeit (The full Monty), unterdrückte Homosexualität (Meeresfrüchte - Crustaces & coquillages) oder gar der Abriss eines traditionellen Viertels (Shower) bevorstehen: der Zuschauer erlebt etwas, das ihn beglückt den Kinosaal verlassen lässt. Das Phänomen scheint besonders zu wirken, bei Filmen, die man oft wiedersieht (und sehen möchte). Die Filme eines Richard Linklater (Before sunrise, Dazed and confused) spielen mitten im Leben und besitzen doch echte Kinomomente: Wenn Ethan Hawke Julie Delpy bittet, mit ihm aus dem Zug zu steigen, um eine Nacht in Wien spazieren zu gehen, wäre eine reale Antwort bestimmt ganz anders zu erwarten (Before sunrise). Die Industrieware aber steht diesem Kribbeln in nichts nach. Wir erleben es in Pretty woman oder When Harry met Sally, wir kennen das Ende von The breakfast club oder Ferris Bueller's Day Off des grossen John Hughes. Im europäischen Film sind es vor allem die Briten, die in der Lage sind, uns ein breites Lächeln zu spendieren: Brassed off, Four weddings and a funeral, Billy Elliot, Waking Ned und natürlich The full Monty. In Frankreich gibt es eine Komödientradition, die international so erfolgreiche Hits wie Le fabuleux destin d'Amélie Poulain (Amelie) oder Intouchables (Ziemlich beste Freunde) hervorbrachte. Der dänische Dogma Film Mifune oder Lukas Moodyssons Fucking Amal dagegen sind weniger märchenhaft, als vielmehr hyper real. Feel good ist kein Rezept, es entsteht in günstigen Momenten und vermutlich ist es schwer konzipierbar. Die Nachfrage in der Cinethek ist jedenfalls enorm, wobei die Frage erlaubt sei, ob „Ich möchte heute mal was leichtes“ impliziert, dass man normalerweise nur bleischwere Waren schauen würde... - What do the depression story Garden State, the teen pregnancy Juno or the broken marriages in Lost in translation have in common? They guarantee a good mood. Note that these are not comedies. Feel Good Movies seem to appeal to the feelings of the audience in a very special way. Even in the case of difficult themes like unemployment (The full Monty), oppressed homosexuality (Seafood - Crustaces & coquillages) or even the demolition of a traditional quarter (Shower): the viewer experiences something that makes him leave the cinema hall happy. The phenomenon seems to have a special effect, in movies you often see again (and want to see). The films of Richard Linklater (Before sunrise, Dazed and confused) play in the middle of life and yet possess real cinema moments: If Ethan Hawke asks Julie Delpy to get off the train with him for a night's walk in Vienna, a real answer would certainly be different (Before sunrise). The industrial goods, however, are in no way inferior to this tingling sensation. We experience it in Pretty woman or When Harry met Sally, we know the end of The breakfast club or Ferris Bueller's Day Off of the great John Hughes. In European movies it's mainly the British who are able to give us a big smile: Brassed off, Four weddings and a funeral, Billy Elliot, Waking Ned and of course The full Monty. There is a comedy tradition in France that has produced such internationally successful hits as Le fabuleux destin d'Amélie Poulain (Amelie) or Intouchables (Fairly Best Friends). The Danish dogma film Mifune or Lukas Moodysson's Fucking Amal, on the other hand, are less fairytale than hyper-real. Feel good isn't a recipe, it's created in good moments and probably difficult to conceive. The demand in the Cinethek is enormous anyway, whereby the question is permitted whether "I want something light today" implies that one would normally only look at lead-heavy goods...
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Kommentare
Eure letzten KommentareIch sage Ja Ja Ja!
Ich sage Ja Ja Ja! Normalerweise findet man an dieser Stelle nur Schrott aus den Frauen Magazinen! Hier gibts ja auch mal Ideen und sogenannten "Indie" (und das aus meinem Mund)...
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Wenn das Leben traurig ist!
Wenn das Leben traurig ist! Juno! Before Sunrise! Big Fish!
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bloss keinen schrott aus
bloss keinen schrott aus frauenmagazinen ;) wenn das leben traurig ist: the last detail, it happened one night und gregory's girl!!!
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